Motoren aus Cassetten-Decks

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geometer
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Motoren aus Cassetten-Decks

Beitrag von geometer » 28 Sep 2026, 15:48

Hallo zusammen,

ich baue gerade an Uhren, die sich automatisch elektrisch aufziehen. Dafür sind leise Motoren natürlich sehr wünschenswert. Diesen Anspruch erfüllen die fischertechnik-Motoren, seien wir einmal freundlich, nicht ganz.

Aus vor 35 Jahren geschlachteten Tape Decks habe ich noch 2 SANKYO-Motoren mit der Typenbezeichnung DF610R 32, 50728 B.

Zu genau dieser Typenbezeichnung habe ich im Netz leider nichts gefunden. Andere SANKYO-Motoren legen aber nahe, dass die „6“ nach dem „F“ die Spannung angibt. Das passt auch gut zum Verhalten der Motoren. Sie laufen sehr ruhig und gleichmäßig.

Wenn man mit einem Riemen eine Drehscheibe antreibt, passen sie sofort ins fischertechnik-Ökosystem. Man braucht dann keine Adapterlösung für die 2-mm-Welle.

Für Modelle, die leise, lange und gleichmäßig laufen sollen, eine tolle Sache. Sicher nichts für Fahrzeuge.

Viele Grüße

Thomas

Nachtrag: Ich habe auch noch einen Mabuchi EG-510ED-9F2 gefunden (9 V, 2400 U/min). Der hat exakt die gleichen Maße und lässt sich daher auf die gleiche Weise im Zusammenspiel mit fischertechnik nutzen. Mein Exemplar läuft im Leerlauf nicht ganz so ruhig wie die SANKYO-Motoren. Unter leichter Last wird er erstaunlicherweise sehr leise.
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Triceratops
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Re: Motoren aus Cassetten-Decks

Beitrag von Triceratops » 29 Sep 2026, 22:46

Hallo

Ich hatte vor Jahren mal die Gelegenheit, aus einem Videorecorder die zwei Antriebsmotoren
herauszulösen (beide identisch). Die haben sogar eine 4mm-Welle, brauchen aber 12 V, um
ihre Kraft richtig zu entfalten. Die Verbaubarkeit lasse ich mal weg...

Gruß, Thomas :shock:

Karl
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Re: Motoren aus Cassetten-Decks

Beitrag von Karl » 29 Sep 2026, 23:10

Hallo,
beim Onkel AliExpress gibt es Kassettenrekorder-Motore zuhauf.
Preislich nicht einmal übel.
Vom Preis her betrachtet müssten die Fischertechnik-Motore doch mindestens
zehnmal besser sein. Vielleicht sind sie es in den Kassettengeräten auch ?
Hat wohl noch keiner probiert. :oops:
Vielleicht mache ich es mal in meinem ITT 740 AV in ferner Zukunft ? ;)
Noch spielt das Ding gut mit allen Funktionen.

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Harald
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Re: Motoren aus Cassetten-Decks

Beitrag von Harald » 01 Okt 2026, 22:41

Da sind verschiedene Anforderungen im Spiel. Im Casettendeck soll der Motor schnell und ruhig drehen und möglichst schwach (!) sein. Mit großer Untersetzung, Gummiriemen und viel Schwungmasse ergibt das die nötige Laufruhe. Der braucht natürlich auch länger zum hochlaufen. Ein Motor für ft darf ruppig laufen und soll Wumms haben. Die Frage ist, ob das Weglassen der Schwungmasse (in der Capstanwelle oder woanders im Antriebsstrang) den Ausgleich bewirkt.

Gruß,
Harald
--- Ich liebe es, wenn ein Modell funktioniert. ---

Karl
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Re: Motoren aus Cassetten-Decks

Beitrag von Karl » 02 Okt 2026, 00:09

Eine Schwungmasse befindet sich bei fast allen Bandgeräten verbunden mit der Capstanwelle.
Meist befindet sich im Kassettengerät-Motor noch ein Drehzahlbegrenzer, oft einfach als Schalter,
so eine Art einfache "Drehzahlregelung"
Gelegentlich auch einen Widerstand mit dem Schalter als "Dämpfungbeeinflussung".
Dazu kommt noch die relativ kleine Ankermasse im Motor.
Durch die Riementriebe und der Capstanwelle mit der direkt gekoppelten "größeren" Schwungmasse bemerkt
man ein "Leiern" nach vielen Betriebsstunden. Teuerere Bandgeräte haben elektronische Regelungen
der Capstan-Motore und oft auch der Wickelmotore. Ein bischen Schwungmasse ist aber fast überall noch
vorhanden. Alles letztendlich eine Preisfrage.
Bei Tonbandgeräten und Kassettenrekordern hat sich die Menschheit früher richtig ausgetobt. ;)

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geometer
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Re: Motoren aus Cassetten-Decks

Beitrag von geometer » 02 Okt 2026, 08:35

Karl hat geschrieben: ↑
02 Okt 2026, 00:09
Bei Tonbandgeräten und Kassettenrekordern hat sich die Menschheit früher richtig ausgetobt. ;)
Highender - Es kann nur einen geben

Karl
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Re: Motoren aus Cassetten-Decks

Beitrag von Karl » 02 Okt 2026, 09:25

"Highender"..., nicht nur einer.
Bei klassischen Tonbandgeräten fallen mir dreie ein..., Revox, Akai und Teac.
Na ja, die richtig professionellen Studiomaschinen lasse ich ausser Betracht.
Hatte selbst nur um ´70 ein einfaches Bandgerät von Grundig. Nix besonderes, erfüllte
nur den Zweck, mehr ausreichend als gut.
Puuh, bei Kassettendecks und -Rekordern muß ich leider passen.
Hatte selbst ein Kassettendeck mit der 8000er Rackserie von Nordmende. Nicht lange, hat mir
einer schnell abgekauft. Danach nur das aktuell noch vorhandene ITT 740 AV.
Werde diesem Gerät demnächst eine neue Andruckrolle und einen Riemensatz spendieren.
Der Tonkopf ist noch gut, kaum Verschleisserscheinungen. :)

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