Hallo Jeroen,
Jeroen Regtien hat geschrieben: ↑15 Apr 2026, 22:13
Eine sehr interessante und erfolgreiche Anwendung von fischertechnik-Komponenten, mein Kompliment!
Danke
Jeroen Regtien hat geschrieben: ↑15 Apr 2026, 22:13
Ich glaube, ich sehe einen TXT-Controller? Wird Python oder RoboPro verwendet? Programmieren die Forscher den TXT bereits selbst oder hasst du eine Komplettlösung mit Menüeingabe geliefert?
Im Video ist noch die erste Variante mit TXT und Encodermotoren zu sehen. Die Programmierung hatte ich mit ftrobopy in Python gemacht. Tatsächlich habe ich den Encodermotor inzwischen durch einen Schrittmotor (NEMA14) und den TXT durch einen Raspberry Pi mit WaveLab Schrittmotorshield und Touchscreen ausgetauscht.
Ich liefere eine Komplettlösung:
- die Software ist in Python geschrieben
- die Bedienung, das Setup, die Konfiguration und die Live-Anzeige der Werte von 2 Kraftmessern erfolgt lokal auf dem Touchscreen oder per Browser-App auf einem Smart-Phone
- auf dem Raspberry Pi läuft dafür eine Webserver-Applikation (in Python mit FLASK)
Der Webserver und die Abfrage der Kraftmesser wäre am Ende zwar auch mit dem TXT möglich gewesen, hätte aber zuviel Aufwand bedeutet. Ausserdem lässt sich der Raspberry Pi besser und vor allem sicherer in einem (halb-)offenen Netzwerk betreiben, da man regelmäßig Sicherheitsupdates einspielen kann und er hat einen Ethernet-Anschluss. Damit war unsere Netzwerkabteilung dann zufrieden.
Jeroen Regtien hat geschrieben: ↑15 Apr 2026, 22:13
Ich habe mich gefragt, was fischertechnik zur ersten Wahl für einfache Laborautomatisierungsanwendungen machen wurde, denn aus Erfahrung weiß ich, dass Laborautomatisierungsgeräte aufgrund des kleinen Marktes extrem teuer sind. Es bräuchte sicherlich engagierte Experten wie du und vielleicht eine serie Modellen ähnlich der früheren Plan & Simulation-Produktlinie um die Dinge in größerem Maßstab voranzubringenum. Welche zusätzlichen Faktoren wären erforderlich, um eine solche neue Produktlinie zu entwickeln?
Ein Vorteil von fischertechnik im Labor könnte seine große Flexibilät und die sehr gute Wiederverwendbarkeit von Teilen sein. Experimentelle Labor-Aufbauten haben oft nur eine begrenzte Dauer: von einigen Monaten bis wenigen Jahren. Danach werden sie wieder abgebaut. Nicht mehr benötigte fischertechnik-Teile lassen sich dann einfach im nächsten Aufbau wiederverwenden.
Auch, wenn fischertechnik nicht geeignet für eine Anlage sein sollte, kann es trotzdem gute Dienste als Prototyp leisten. Ich erstelle zur Zeit auch noch die Software für einen anderen experimentellen Aufbau. Der Aufbau, der von unserer Feinmechanischen Werkstatt und der Elektronikabteilung gebaut wird, ist jedoch kompliziert und langwierig und noch nicht fertig. Damit ich mit der Softwareerstellung schonmal vorab anfangen kann, habe ich mir ein fischertechnik-Modell gebaut mit dem ich die Programmierung bereits jetzt machen kann, damit sie fertig ist, wenn die Anlage steht.
Mir persönlich macht die Arbeit mit fischertechnik im Labor und die Programmierung von fischertechnik-Modellen natürlich sehr viel Spass
Viele Grüße
Torsten