Community-Projekt: Seilbahn

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wlh70
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von wlh70 » 24 Mär 2020, 17:56

ThomasW hat geschrieben:
24 Mär 2020, 11:30
Beim Seil muss berücksichtigt werden, dass es sich zu einer Schlaufe verbinden lassen muss, ohne einen Knoten reinzumachen oder Fremdkörper (z.B. Klemmen oder sowas) anzubringen.
Es muss also nicht nur wenig Dehnung haben, eine hohe Zugfestigkeit aufweisen und dauerhaft und robust sein, es muss auch noch "endlosschlaufbar" sein. Dieses Kriterium wird die Suche nicht unbedingt vereinfachen...
Ich denke das mit dem Spleißen bekommt man hin. Ich als alter Segler habe da einige Erfahrung mit spleißen. Also Dyneema oder geschlagenes Tauwerkwerk kann man prima spleißen, auch Drahttauwerk geht.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Splei%C3%9F

Gruß Wilhelm
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ClassicMan
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 25 Mär 2020, 11:58

Schön, dass die Diskussion läuft. Das macht mir richtig Spaß. Lob an alle!

1. Seil
Klare Sache: wir verwenden ein Stahlseil. (Meine Meinung - NICHT finale Entscheidung.)
Ich kenne mich seit fast 30 Jahren mit Seilen, Knoten und Spleißen aus. Natürlich sind mir die genannten Materialien bekannt.
Aber so eine Seilbahn braucht Stahl :twisted:
Ich habe schon mit diversen Stahlseilen getestet. Klapt klasse. Vor allem geht es darum die Reibung auf das Große Rad zu übertragen. Das habe ich technisch bereits gelöst. (Bilder kommen.)
Den Spleiß könnte ich selbst machen, würde mich aber mit den Ingeniuren unterhalten wollen - so was kann sicher eine Lehrwerkstatt machen.
Für unterschiedliche Stecken gibt es unterschiedliche fertige Rundseile. Diese müssen sowieso beim Transport ausgehängt werden - das ist auch eine Vorgabe.

2. eine 1 / 2 / 3 Seilbahn?
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich eigentlich immer mit einer 1-Seil Lösung geliebäugelt habe.
Das macht die Sache erst richtig interessant.
Eine 2 oder 3 Seilbahn ist im Verhältnis leicht zu realisieren. Die Tragseile lassen sich über Böcke spaannen, das Förderseil braucht nicht sonerlich beschaffen zu sein (ein "Wollfaden" zur besseren Klemmung ginge auch).
(Auch hier zeige ich in einigen Wochen meine umgebaute Schrägseilbrücke, in der ich die Fahrbahn mit Seilen ersetzt habe.)
Aber ich finde das unelegant. Das größte Problem ist hier den Zug auf das Förderseil aufrecht zu halten, da die Tragseile die Länge bestimmen, über die Seilführung (Durchhang) sich die Länge aber ständig ändert und so die Seilspannung am Förderseil extrem schwankt. Das kann zum Schlupf im Förderrad führen und ist auf dieser Größe nich aufzufangen, da die Längenschwankungen zu groß sind. (Habe ich längst getestet - aus diesem Grund hat meine Hängebahn auch kein umlaufendes Seil. Fotos und Erklärung folgen.)
Bei einer 1-Seil Bahn aber sorgt die Last direkt für genug Druck auf dem Großen Rad. Längenschwankungen gehen nicht mit Kraftschwankung einher. (Erklärung mit Skizze folgt.)
Für mich ist die 1-Seillösung zwar etwas herausfordernder, was die Kraftaufnahme am Rad anbelangt (siehe nächster Punkt) aber bei anderen Problemen die bessere Wahl.
Hier wäre schön, wenn ich von Leitner passende Argumente erhalten kann.

3. Kräfte
Ja, ich weiß, es geht hier um große Kräfte. Auch hier habe ich bereits getestet.
Ich musste mir an den Kopf fassen - denn wir denken alle nur daran, dass ein Seil zwischen zwei Stationen gespannt sein muss. Richtig?
:idea: Das ist aber falsch. In einer Seilbahn ist das Seil fast garnicht gespannt.
Das Seil liegt (!) auf den Masten auf.
(Fast) die ganze Last wird von den Masten getragen (auch von jenem, der direkt vor der Station steht).
Die (mit Absicht etwas) durchhängenden Seilstücke dazwischen heben sich in den Zugkräften gegenseitig auf.
Das Große Rad muss lediglich die die Kraft für die Spannung für die Hälfte der längsten freien Strecke ziehen :!:
Anders gesagt: sobald eine Seilbahn einen Mast hat, viertelt sich die Zugkraft gegenüber der gleichen Strecke ohne Mast.
Dann aber ist es egal, ob die Seilbahn 2, 5 oder 25 Masten hat - die Zugkraft bleibt gleich!
Sie steigert sich, wenn die Stationen nicht mehr auf gleicher Höhe stehen (da kommt der senkrechte Vektor hinzu.)
Und was an Zugkraft hinzu kommt ist die Kraft, die nötig ist, um alle Reibungskräfte in den Rollen der Traversen etc. zu übertrumpfen. Plus etwas Kraft bei Beschleunigung, dynamischen Bewegungen (Schwingung), ....
Ja, da kommt einiges zusammen.
Aber ich habe eine Seilbahn gebaut mit 4 Gondeln auf 4m Fahrstrecke. Ich musste nur wenige Gramm (!) an Zug aufbringen um das Seil in Form zu bringen. Und als ich die Strecke auf 20m Fahrstrecke erhöhte - 20 Gondeln - 10 Masten zusätzlich eingesetzt. Was geschah?
Nichts!
Ich brauchte das gleiche Spanngewicht!
Nur ein Problem bekam ich: die Reibung am großen Rad war nun zu gering um die Laufreibung zu übertreffen. DAS ist das Problem!
Und das Problem habe ich mit Stahlseil auf einem großen Rad (ca. 40cm. Durchmesser) mit Führung in BS5 Nuten und Neoprempolstern gelöst.
Wie die Kraft des Zuges auf die Achse aufgenommen wurde fragt ihr euch sicher.
Naja - ehrlich - ich bin nicht blöd :D
Niemals schafft eine 4mm Stahlachse von ft diese Kraft.
Muss sie aber nicht.
Ich habe ein Rollenlager geschaffen, das das ganze Rad trägt und die Kräfte über 6 Rollen auf das Gestell ableitet. (Vergleichbar mit dem großen Drehkranz am Braunkohlebagger oder dem großen Kran aus Holland - sicher kann hier einer die Links zu den Fotos posten?)

3a. Kräfte
Je größer ein Bau, um so mehr Verbindungen haben wir. (Beispiel: meine Schrägseilbrücke leitet im hinteren Block die Kräfte mit 11 Zapfen in die Bodenplatte ein - pro Seite. Bilder folgen.)
Natürlich werden wir an vielen Stellen (Großes Rad, Laufkasten des Großen Rades, Längsdehnungsschienen ....) Aluprofile nehmen müssen und mit vielen Lastverteilern arbeiten.
Aber genau das macht doch den Reiz aus, oder?
(Ich erinnere mich an einen großen Kran, der 44kg tragen konnte aus Holland?)
Für mich gerade kein Hindernis, sondern im Gegenteil: je größer die Stationen werden um so leichter können wir die Lasten in die Bodenplatte, schließlich auf eine (aufgeschraubte) Holzplatte und das aus Stahl geschweißte Ausstellungsgestell mit Sandsäcken ableiten. Schließlich darf die Station sich im Ausstellungsbetrieb durch einen kleinen Rempler nicht bewegen. (Meine Schrägseilbrücke ist auf einer Holzplatte geschraubt, diese in Holzkästen in denen ich Material transportiere. In jedem Kasten liegen 20kg - da wackelt nix mehr.)

4. Die Klemme
Ja, die Klemme wie auf dem Bild oben ist eine "Seilklemme" (Modell Doppelmayr). Es gibt auch andere Klemmen, aber ich denke, hier müssen wir unbedingt mit den Ingenieuren der Seilbahnfirmen sprechen und um Hilfe bitten.
Ich habe mir schon alle Bilder auf dem Bilderpool angeschaut, die ähnliches haben. Nicht schlecht. Aber noch zu kompliziert und zu groß, vor allem für Unterläufer-Masten ungeeignet.
Ich experimentiere gerade mit einer waagerechten Lösung unf Stahlseilen. Es hängt viel vom Durchmesser ab. Aktuell am besten klappt es mit 5mm in einer 4mm Nut. ABer auch 3,5mm waren klasse, vor allem zuverlässig beim entkoppeln.
Hier ist die Challenge an euch - Tüftler! Los!
Zuletzt geändert von ClassicMan am 01 Jun 2020, 18:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von wlh70 » 14 Apr 2020, 18:43

Hallo Zusammen,
gibt es eigentlich was Neues zum Seilbahnprojekt? Erste Lösungsansätze worüber wir uns hermachen können ;)

Schönen Gruß aus Hannover
Wilhelm
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 15 Apr 2020, 11:35

Ja, bin gerade dabei Fotos und Videos zu machen. Ich werde einies zum Thema Seilspanung und Kräfte erklären.

Und ich experimentiere mit der Seilklemme.
Wie sieht es da mit euren Experimenten aus?
Zuletzt geändert von ClassicMan am 01 Jun 2020, 18:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von Computing » 15 Apr 2020, 15:53

Servus,

ich habe mich noch nicht getraut, mich an so einem Mechanismus zu wagen...Allerdings habe ich zwei Modellgondeln gefunden (1x Gondel, 1x Sessel), welche einen vereinfachten Koppel-/Klemm-Mechanismus haben. Vielleicht kann man den ja so in etwa nachbauen (Die Klemmfeder ist innendrin, nicht außen, so wie in den "Echtwelt-Modellen"). Ich kann gerne bei Bedarf auch Bilder von den ganzen Gondeln schicken, es sind einige Interessante Details dran (wird man aber bestimmt bei echten Gondeln besser sehen).

Bild Bild Bild

Liebe Grüße
Robin

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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 01 Jun 2020, 18:23

Aktueller Stand:

Die Firma Leitner Ropeways https://www.leitner-ropeways.com/ hat mit mir Kontakt. Ich habe ein sehr langes, ausfürhliches und technisch anregendes Gespräch gehabt. Die Marketingabteilung wünscht nun weitere Details, um ein Budget für das Sponsoring zu planen. Daran arbeite ich gerade und werde in den nächsten Tagen hier um Hilfe von euch bitten.
Da ich von Leitner sehr freundlich und aufgeschlossen behandelt wurde danke ich für das Telefonat und freue mich, wenn es zu einem Handschlag kommen kann.

****

Die Firma Doppelmayr https://www.doppelmayr.com/de/ hat ebenfalls mit mir Kontakt aufgenommen. Auch hier war das Gespräch lange, ausführlich, technisch und mit vielen Möglichkeiten der Kooperation und Verwendung des Modells für Ausstellungen, Schulungen etc.
Auch mit Doppelmayr bin ich verblieben, dass wir die Kosten für das Projekt absprechen müssen und das Projekt umfangreich vorstellen, bevor die Marketingabteilung ggf. eine Aussage über ein Sponsoring treffen kann.

****

Daher die Aufforderung / Frage an die Comunity, wie und ob es möglich ist, die Kosten für die Seilbahn abzuschätzen.
Ich werde dazu auch mal bei den Fischer-Werken vorstellig werden, aber ich kann kaum sagen was für Teile und wie viele wir benötigen.

:?: Gleichzeitig würde mich Kontakt nach Hollalnd freuen, zu den Machern der großen Kräne oder den Erbauern des Braunkohlebaggers?
Wie habt ihr dieses große Projekt geschafft? Sind die Teile euer Eigentum? Habt ihr sie privat gekauft? Wie haben die Mit-Bauer sich am Projekt beteiligt? Wie lange haben diese großen Projekte benötigt? Wem gehören die Modelle? ......
Tilo & Jan Rust
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 01 Jun 2020, 18:32

Vielleicht ist noch nicht klar, über welche Dimension wir uns unterhalten.
Ich rede nicht von einem Wollfaden, der sich durch das Kinderzimmer spannt und ein wenige Fischertechnik, der das Ganze in Bewegung setzt.

Ich rede hier von einer Anlage im Maßstab 1:10
Von einer Grundfläche von 2 X 3 Metern - nur für die Talstation.
Von Stützmasten, die mehr als 2m hoch sind.
Von einer Förderstrecke (einfach) von 10m und mehr ....

Schaut euch an, was in der LEGO Gemeinde schon gebaut wurde.
Meiner Recherche nach haben wir bisher nichts annähernd nachzusetzen - ein Ansporn für uns!

Eine 3S mit Mittelstation
https://www.youtube.com/watch?v=8_kiQ-WQ1RE

Oder hier
https://www.youtube.com/watch?v=J9C0GUNjo90

Hier ein Modell von Dopplmayr (nicht aus LEGO), das sogar mehrfach mit der Firma auf große Messen gegangen ist und unglaublich Detailgetreu ist. P.S.: mich persönlich reizen solche Modelle, es mit Fischertechnik nachzubauen.
https://www.youtube.com/watch?v=LLLDW71vkYY


Eure Meinungen dazu?
Können wir sowas auch?
Was brauchen wir dazu?
Wie stemmen wir so ein Projekt?
:?: Welche Kosten haben die Bauteile? Wie kann man das errechnen?
Tilo & Jan Rust
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von fishfriend » 03 Jun 2020, 00:25

Hallo...
Ich bau auch ab und zu große Modelle.
Was mir auffällt ist z.B. der Transport.
Wenn du 2x3m hast und nur 80er Türen wird es sportlich.
"Die" oben genannten Legoraner haben vermutlich keine Kinder, keine Hunde oder Katzen und keine Bilder ander Wand. Sind vermutlich auch Singel :-)

Große Türme haben Eigenschwingungen. Wenn da Wind on der Tür kommt (Zuschauer gehen vorbei) wackelt es schon mal. Ein 6m Kran ist mir auch schon mal draußen umgekippt. Meist sind da sehr große Gewichte - unter - bzw in den Modellen. (Stahlplatten!)
Bei Kugelbahnen hab ich nun mehrere 2m Türme hier, um die noch höher zusammen zu bauen. Die verwinden sich auch wenn die Kugeln runterrollen.
Ich lasse nur eine Kette hochlaufen. Durch das Schlagen kommt auch Bewegung rein. Das wird beim Seil ähnlich sein.

Ich denke es ist klar worauf ich raus will. Man sollte erst mal Konzept machen und eine Zeichnung. Evtl grob mal vorbauen und ausprobieren.
Auch mit der Maaßgabe es zu verwerfen.
Bei solchen Größen (und bei Lego) rede ich immer von umbauter Luft. Bei solchen Modellen gibt es häufig einen Kern und eine Fassade.

Wenn ich mir das so vorstelle, würde ich die Tasstation als Hebel sehen. Man hat die Zugkraft die in den Boden "geleitet" wird x Angstfaktor 2,5.
Der Turm ist ehr als senkrechte nach unten zu sehen. Ich stelle mir Gittermasten vor die evtl teilweise verkleidet sind. Unter der 500er Platte ein, zwei, drei Stahlplatten.
Keine Ahnung ob der Legoraner seine Bauplatten am Boden festgeklebt hat. Ich vermute bei deinem Modell dürfte das nicht möglich sein.
Der Transport im LKW oder Anhänger wird auch - sportlich + verladen, aufbauen...
Wenn was kippt hast du Bruch dabei, der ersetzt werden muss. Also mehr Bauteile einplanen.
Gemeinschaftsprojekt, jeder seine eigenen Bauteile, die gegen neue ersetzt werden wenn dei Firma es haben möchte?
Es ist schon spät/früh, momentan fällt mir grad nichts mehr dazu ein.
Mit freundlichen Grüßen
fishfriend
Holger Howey

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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 03 Jun 2020, 23:05

Da antworte ich doch gleich im Text: (meine Antwort mit => markiert)
fishfriend hat geschrieben:
03 Jun 2020, 00:25
Ich bau auch ab und zu große Modelle.

=> cool, das riecht nach freiwilliger Mitarbeit.

... der Transport.

=> Das ist eine Voraussetzung: die Anlage wird auf Holzplatten montiert, ggf. zusätzliche Gestelle geschweißt. Sie muss in akzeptablen Zeitrahmen auseinander und wieder zusammen montiert werden. Durch Türen getragen und transportiert.
Das werden wir also bei der Planung berücksichtigen.


"Die" oben genannten Legoraner haben vermutlich keine Kinder, keine Hunde oder Katzen und keine Bilder ander Wand. Sind vermutlich auch Singel :-)

=> deswegen habe ich bereits mit dem Erlebnismuseum Fördertechnik in Sinsheim gesprochen. Se stellen uns eine Halle zur Verfügung in der wir uns ausbreiten können. Die Anlage kann dort ständig stehen bleiben, wir können zu den Öffnungszeiten daran arbeiten - alleine oder in Gruppe.
Und schon beim Bau können uns Besucher über die Schulter schauen.



Große Türme haben Eigenschwingungen. [....] Meist sind da sehr große Gewichte - unter - bzw in den Modellen. (Stahlplatten!)

=> korrekt. Die Stützen werden ggf. fest auf Stahlgestelle montiert.
Die Stationen auf die Bretter, diese dann auf Stahlgestelle (keine Tische, sondern für uns gefertigte Rahmen).


Man sollte erst mal Konzept machen und eine Zeichnung.

=> Konept steht. Zeichnungen sind nur grobe Schätzwerte. Aber ja, da gibt es sogar schon Experimente.


Evtl grob mal vorbauen und ausprobieren.

=> Stimmt. Ich bin der absolute Fan von "Funtionsprototypen"
Eine Seilbahn besteht aus mehreren Abschnitten: Stützen, Gondeln, Kuppelstellen, Antrieb, Seilspanner, .... auch das kann noch in einzelne Unter-Abschnitte aufgedröselt werden (Seilklemme, Schingarm, Gondelaufhängung, Gondelgehäuse, Türen, ....)
All das können wir alleine zu Hause bauen. Dazu reichen unsre Teile, dazu können wir unsere CAD Programme nutzen, da kann jeder sein Know-How einbringen. Und im Museum können wir dann nach den CAD Zeichnungen die Abschnitte zusamenbauen und zum nächsten Problem/Lösungs-Komplex kommen.


Wenn ich mir das so vorstelle, würde ich die Tasstation als Hebel sehen. Man hat die Zugkraft die in den Boden "geleitet" wird x Angstfaktor 2,5.
Der Turm ist ehr als senkrechte nach unten zu sehen. Ich stelle mir Gittermasten vor die evtl teilweise verkleidet sind. Unter der 500er Platte ein, zwei, drei Stahlplatten.

=> Die Kräfte in einer Seilbahn sind nicht ganz trivial, aber die Ingenieure haben das im Griff.
Ich habe bereits eine Einladung erhalten, mit unserem "Team" (wer auch immer da mitmacht) zu Doppelmayr zu fahren. Auf dem Werkgelände steht eine Testanlage, in der wir alles genau sehen und hinterfragen dürfen. Ein Ingenieur wird uns alle Fragen beantworten und uns beim Bau helfen. Wir dürfen alles haarklein fotografieren, Video machen und ausmessen ...



Keine Ahnung ob der Legoraner seine Bauplatten am Boden festgeklebt hat. Ich vermute bei deinem Modell dürfte das nicht möglich sein.

=> da wird gar nicht geklebt! :oops:
Bei LEGO vielleicht, aber nicht mit Fischertechnik.
Wir bauen mit Original-Teilen, ggf. bei der Seilklemme modifizierte Teile mit 3D Druck, sonst auch mal Aluminium, aber weder Kleben, noch schummeln, weder innen aus Stahl noch aus Holz ...


Der Transport im LKW oder Anhänger wird auch - sportlich + verladen, aufbauen...
Wenn was kippt hast du Bruch dabei, der ersetzt werden muss. Also mehr Bauteile einplanen.

=> dass wir unsere Modelle transportsicher und Ausstelungsfest machen ist klar. Da haben winige von uns schon viel Eefahrung (und geben uns die Tricks sicher weiter). Übrigens: meine Schrägseilbrücke schleppe ich seit 3 Jahren auf jede Menge Ausstellungen und zeige sie im Schulunterricht - zu Hause steht sie in Teile zerlegt, transportiert wird mit einem Mittelklasewagen - bisher ist nich ein einziges Teil defekt ...



Gemeinschaftsprojekt, jeder seine eigenen Bauteile, die gegen neue ersetzt werden wenn dei Firma es haben möchte?

=> Falsch!
Wir werden zwar zu Hause experimentieren und das mit den eigenen Teilen, aber dann daraus Bestelllisten machn, diese bei Fischer zu (hoffentlich guten Preisen) abrufen und gezahlt werden alle Teile (!) von der Seilbahnfirma. Das nennt sich Sponsoring!
Dafür gehört die Anlage (zumindest die Teile) später komplett der Seilbahnfirma.
Die Fischerwerke erhalten für den guten EInkaugspreis Werbung und die Möglichkeit die Anlage auf Messen auszustellen.
Das Museum stellt den Platz zur Verfügung, zeigt die (laufende) Bahn aber in der Ausstellung.
Wir haben den Spaß am Bauen, erhalten einmalige EInblicke in die Technik der Originale, dürfen auf Ausstellungen und dort die Anlage zeigen ....
Das ist eine Win-Win-Win-Win Situation.
Aber klare Sache: in der fertigen Anlage wird nicht ein einziger Stein von meiner Privatsammlung verbaut sein!
In den Prototypen und Entwicklungsstufen aber gerne.

Aktuell stehen 2 Fragen an:
1. wer kann helfen den Teilebedarf (und damit die Teilekosten) abzuschätzen
2. wer möchte denn im "Team" mitmachen und im Museum die fertige Anlage aufbauen?
Tilo & Jan Rust
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von mirose » 03 Jul 2020, 21:58

Hallo,

ich bin erst jetzt über Deinen Artikel gestolpert.
2011 habe ich in Erbes-Büdesheim einen Sessellift aufgebaut, der ausklinkbare Sessel aufwies. Leider waren die Motoren zu schwach, daß sich alle 20 Sessel im Kreis bewegten, auch hatte ich Probleme mit der Kraftübertragung aufs Seil.
Das Ein- und Ausklinken der Sessel hat aber funktioniert.
Als Stützen habe ich ein Abflußrohr mit 110 mm Durchmesser verwendet, da ich nicht das Material für rein aus ft gebaute Stützen hatte. Ein kurzer Versuch hat mir gezeigt, daß das Material für so eine Höhe einfach zu weich ist.
Ich habe ein 8 mm Seil verwendet, da kann ein 7,5 Stein (etwas gemoddelt) das Seil umschließen.
Vielleicht zeigen Dir einige Fotos mehr von meiner Anlage:

https://ftcommunity.de/bilderpool/veran ... ery-index/

LG Michael

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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 07 Jul 2020, 15:44

Hallo Michael,

NATÜRLICH kenne ich deine Bahn und die Bilder = Pflichtlektüre!

Schön, dass du dich meldest.

Ja, einige technische Probleme habe ich auch bei meinen Tests und es gibt noch viele zu lösen.
Was bei dir funktioniert: die Seilkupplung - funktionierte bei mir noch nicht. Dafür denke ich Antrieb und Statik gelöst zu haben.

Gerne hätte ich dich im engeren Team - bist du dabei?
Tilo & Jan Rust
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 24 Jul 2020, 06:49

Stand der Dinge: es geht los!
Suche: Mit-Bauer!


Vor einigen Tagen haben Michael und ich uns getroffen.
Dank Michaels Vorarbeit und Talent die Planung in AutoCad zu visualisieren, konnte er zum Treffen bereits eine fuktionierende (!) Klemme mitbringen.
Wir haben diese weiterentwickelt und nun eine Totpunktklemme konstruiert, die fast nur aus Standardteilen besteht. (Siehe Bilder)
Klemme 4 gschlossen.png
Klemme 4 gschlossen.png (12.49 KiB) 1266 mal betrachtet
Klemme 4 offen.png
Klemme 4 offen.png (25.65 KiB) 1266 mal betrachtet
Außerdem hat Michael bereits einen Entwurf und Prototyp für eine Gondel gebaut, die an unsere Klemme angebraht werden kann.
Damit ist die ungefähre Anlagengröße definiert: wir werden etwa im Maßstab 1:10 bis 1:8 arbeiten.

Aktuell kalkulieren wir somit mit einem Durchwesser von 80-90cm für das große Rad. Auch hier haben wir erste Entwürfe und Ideen, wie wir Lagerung und Antrieb realisieren können.

Daraus ergibt sich die Größe der Stationen.
Ebenso rechnen wir aktuell mit einer Seillänge von über 60m (mindestens 25-30m Abstand der Stationen).

Gleichzeitig habe ich ein ausführliches Konzept geschrieben, das nun den Seilbahnherstellern und den Fischertechnik Werken vorgelegt wird, um das Sponsoring abzusichern.

Helfer / Mitbauer: bitte per E-Mail oder PM an mich melden!
- Du solltest im Raum Sinshein / Karlsruhe / Mannheim / Heidelberg / Heilbronn .... wohnen (da das Museum in dem wir unser Projekt aufbauen in Sinsheim ist)
- Du solltest Lust und Zeit haben, am Projekt mitzuarbeiten. Diese kannst du dir selbst einteilen und "jederezeit" im Museum dran basteln.
- entweder als Mit-Bauer, der nach Anleitung an der Anlage weiter baut
- oder als Mit-Kunstrukteur vor Ort. Wir treffen uns (unregelmäßig) und tüfteln an den Problemstellen

Was du bekommst?
- Ruhm und Ehre an der wohl größten Modell-Seilbahnanlage aus Fischertechnik mit zu bauen
- wir werden die Anlage mehrere Jahre ausstellen und auf vielen Veranstaltungen (nicht nur von Fischertechnik, sondern auch vom Seilbahnhersteller) dabei sein um die Anlage zu zeigen und zu betreiben
- Ausflüge zu den Seilbahnherstellern. (Wir haben bereits eine Einladung zu einem Hersteller um uns Fertigung und eine Testanlage im Detail anzuschauen und mit Ingenieuren und Technikern zu sprechen. Das wird ein Ausflug mit allen Mit-Konstrukteuren im Team, vielleicht mit Übernachtung. Sehr spannend und exklusiv!)
- Endlich basteln im großen Stil - und ich meine GROSS!

....
Tilo & Jan Rust
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von steffalk » 24 Jul 2020, 09:07

Tach auch!

Wow, das klingt ja mal wirklich spannend. Und da ihr offenbar gut organisiert seid, wird das bestimmt klappen und ein Knüller!

Darf ich vorschlagen, Erfahrungen oder z.B. auch den Besuch beim Hersteller in einer kleinen ft:pedia-Beitragsreihe für die Allgemeinheit festzuhalten?

Grüße und viel Erfolg,
Stefan

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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 24 Jul 2020, 12:30

Die ft Pedia werden wir von Anfang an mit einbeziehen!
Klar doch!

Aktuell hängt es an der Abschätzung der Kosten.
Ich muss den Seilbahnherstellern als Sponsoren einen Kostenbedarf angeben - und das ist für mich schwer, da ich das nciht gut abschätzen kann. Wenn uns HIER einer hilft wäre das spitze.

Technisch sind wir aber gut im Rennen.
Und für die Mit-Helfer gibt es noch interessante weitere Aktionen, von denen ich noch nicht erzählen kann - nur jenen, die mit-bauen.
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 30 Jul 2020, 18:06

Mitmachen!

In diesem Google Drive Verzeichnis sind nun die ersten Protypen einzelner Elemente enthalten.
Bitte anschauen und kommentieren.

https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing

Ihr findet:

Die Seilklemme (altes Modell mit Holzteil und neues Modell, Totpunktklemme - hier fehlt noch die eigentliche Klemme) die Klemme wird aus 2 Teilen im 3D Druck hergestellt - das sind die einzigen Teile, die nicht mit ft gebaut werden können.

Ansätze für das große Rad, den Antrieb (Platz für bis zu 24 Powermotoren - pro Radseite - pro Station)

Die Gondel im Rohbau mit passenden Maßen. Daran noch die alte Seilklemme.


Stand der Dinge:
- die Klemme, die Gondel und das große Rad werden als ft Designer Dateien erstellt und veröffentlicht.
- das Lager / Nabe des großen Rades wird optimiert

Frage:
- Wer würde uns 2-3 Klemmen (bestehend aus 2-3 Teilen) als 3D Druck fertigen können? Daten liefern wir.
Tilo & Jan Rust
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von steffalk » 30 Jul 2020, 20:52

Tach auch!

Ihr baut so riesig, und die Klemme ist nicht mit ft (sagen wir mal bis auf die Feder) hinzukriegen?

Gruß,
Stefan

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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von ClassicMan » 30 Jul 2020, 21:23

Es sind nur die zwei Teile. (Siehe auf unserem Drive.)
Aber bisher hat noch keiner eine Lösung mit ft Teilen gefunden.
Hast du einen Vorschlag?

Bisher gehen wir von einem Seildurchmesser von ca. 6mm aus. Aber auch hier hättest du Freiheit.
Die Klemme muss über und unter eine Traverse fahren können und mit einem Helbel gelöst werden, selbsthaltend sein auch bei Seilsteigung > 30°

Die Challenge so etwas zu entwickeln besteht schon seit einigen Monaten - wenn Du es schaffst ....
Tilo & Jan Rust
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Re: Suche: Mit-Konstrukteure / Mit-Bauer für Großprojekt

Beitrag von steffalk » 30 Jul 2020, 22:22

Tach auch!

Ich bin natürlich sicher, dass ihr es versucht habt, und es scheint offenbar mindestens echt schwierig zu sein. Ich wunderte mich nur, bei der Baugröße.

Eine reizvolle Aufgabe stellst Du da natürlich... :-)

Gruß und weiterhin haufenweise Erfolg,
Stefan

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Re: Community-Projekt: Seilbahn

Beitrag von ClassicMan » 07 Aug 2020, 12:23

Physik von Seilbahnen - Teil 1: Seilspannung

hier ein kleines Video dazu
https://youtu.be/dEUYwp6Kn84
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PHabermehl
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Re: Community-Projekt: Seilbahn

Beitrag von PHabermehl » 12 Aug 2020, 11:41

So, sechs Sätze der 3D-Druck-Teile sind jetzt (zum 2. Mal...) auf dem Weg nach Österreich.

LG Peter
Viele Grüße
Peter

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