fischertechnik vs Lego

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elektrofuzzis
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fischertechnik vs Lego

Beitrag von elektrofuzzis » 17 Jul 2020, 23:32

Hallo,

wenn wir hier fragen, was besser ist, fischertechnik oder Lego, dann können wir uns die Antwort vorstellen. Also fragen wir erst gar nicht und stellen nur den Link auf golem ein: https://www.golem.de/news/fischertechni ... 49352.html

Viel Spass beim Lesen,

Christian und Stefan

sven
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Re: fischertechnik vs Lego

Beitrag von sven » 18 Jul 2020, 07:37

Hallo!

Danke! Sehr interessanter Artikel.

Ich finde man kann einfach nicht sagen welches System das bessere ist.
Beide System haben Vor- und Nachteile und beide haben ihre Berechtigung.

Es ist ja auch Geschmacksache, was man beim Artikel ja auch sieht.
Der Autor mag die ft-Bauanleitungen, bei denen man ja oft nicht genau sieht wo ein Teil hin kommt und das ganze in "Rate mal mit Rosenthal" endet. Während Lego eben viel mehr detailliertere und kleinere Bauschritte in den Anleitungen hat.
Ich bin ja mehr für die Art der Bauanleitungen wie Lego sie macht, weil bauen nach Bauanleitung kein tüfteln ist.
Da muss ein Modell einfach aufzubauen sein und dann auch ohne großes tüfteln möglichst sofort funktionieren.
Zu langes tüfteln lässt einfach zu schnell Frust aufkommen. Tüfteln kann man, wenn man selber ein Modell konstruiert.

Gruß
sven
Dieses Posting gibt ganz allein meine persönliche Meinung wieder!

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Pilami
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Re: fischertechnik vs Lego

Beitrag von Pilami » 18 Jul 2020, 12:48

Hallo,

ich finde das ist ein fairer und guter Vergleich, frei von Vorurteilen.

Auch ich habe mich schon bei den Gedankenspiel ertappt, mal die "Gegenseite" auszuprobieren, allein der Neugierde wegen. Nicht unbedingt die überteuerten Produkte aus Dänemark, aber mal ein Showteil von XingBao z.B.

Ich glaube, erst dann kann man wirklich beurteilen, was man an Fischertechnik gut findet oder nicht. Besonders die Beurteilung der Aufbauanleitungen fand ich interressant. Ob es wirklich 500 Seiten DIN A4 für 3000 Teile sein müssen wie bei Lego, oder ob mal 40 Seiten für 500 Teile ausreichend sind, bleibt dahingestellt. Aber ich finde den intellektuellen Anspruch bei Fischertechnik schon deutlich größer.

Gruss
Lothar

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Dirk Fox
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Re: fischertechnik vs Lego

Beitrag von Dirk Fox » 18 Jul 2020, 13:55

Pilami hat geschrieben:
18 Jul 2020, 12:48
... Aber ich finde den intellektuellen Anspruch bei Fischertechnik schon deutlich größer.
... diese Einschätzung teile ich voll und ganz, Lothar. Und genau das ist es, was mich an fischertechnik begeistert. Da erreicht man nach oben lange keine Grenze - und wenn man sie erreicht hat, dann kann man auch gleich echte Bagger bauen (oder Roboter, oder Mondraketen, oder Marsrover, oder oder oder...).

Beste Grüße,
Dirk

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EstherM
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Re: fischertechnik vs Lego

Beitrag von EstherM » 18 Jul 2020, 19:05

Hallo Christian und Stefan,
ein schöner Netzfang.
Mir sind in dem Artikel zwei Punkte besonders aufgefallen: der Autor fängt gleich mit dem Bau des größten und kompliziertesten Modells an. In diesem Fall hat das wohl gut funktioniert, aber in vielen negativen Bewertungen war das wohl der Grund für den Frust am Bau.
Das nächste Problem ist uns allen wohl bekannt: die Modelle altern beim Rumstehen und können nach wenigen Tagen oder sogar nach kurzer Betriebsdauer so verzogen sein, dass man nachjustieren muss.
Ein Punkt, den die Lego-Leute sonst immer gerne bei fischertechnik kritisieren, wird allerdings nicht erwähnt: dass die Teile irgendwie, aber nicht nach Bauabschnitten sortiert sind.

Ich finde die Bauanleitungen bei fischertechnik völlig in Ordnung. Im Vergleich zu den ganz alten Anleitungen sind sie für mich hinreichend ausführlich und auch ohne zu viel Nachdenken nachbaubar.

Wie das mit anderen Systemen aussieht: keine Ahnung. Irgendwann bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mir ein Bausystem ausreicht.

Was wäre wohl passiert, wenn ich nicht vor Jahren (schon im Erwachsenenalter) eher zufällig auf fischertechnik gestoßen wäre? Hätte ich dann wohl mit Lego angefangen? Wäre ich bei der Makerfaire in Bensheim bei Eurem Stand mit den Worten vorbeigekommen: "Ach, das gibt es noch"? Vielleicht hätte ich irgendwann mit einem Roboter-Bausatz angefangen.
Dirk Fox hat geschrieben:
18 Jul 2020, 13:55
Da erreicht man nach oben lange keine Grenze -
Es gibt dafür den schönen englischen Begriff: "low floor, high ceiling, wide walls" mit der Bedeutung: niedrige Einstiegsschwelle, nach oben offen, viele Möglichkeiten. Der Vorteil bei fischertechnik ist eben, dass man mit dem Kugelbahnkasten vom Discounter anfangen kann und von dort beliebig weitermachen kann; auch mit Kugelbahnen, wie wir in diesem Forum und auf den Conventions schon gesehen haben. Wenn man nicht selbst konstruieren will, kann man sich lange mit dem Bau der verschienendsten Modelle nach Anleitung beschäftigen.

Gruß
Esther

reus
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Re: fischertechnik vs Lego

Beitrag von reus » 22 Jul 2020, 17:48

Ein schöner Artikel. Das mit der Hornhaut stimmt natürlich. Mein Nachwuchs lehnt das Bauen mit ft deswegen ab. Vielleicht legt sich das ja mit dem Alter :)

Ist das Problem mit der undichten Kolbendichtung dauerhaft? Sprich, ist der Zylinder jetzt hin oder lässt man einfach das Wasser ablaufen und alles ist wieder gut?

Svefisch
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Re: fischertechnik vs Lego

Beitrag von Svefisch » 22 Jul 2020, 21:49

Hallo,

die Flexibilität der "weichen" ft-Bauteile hatte der Tester wohl nicht verstanden, dazu fehlt ihm abe wohl die Bauerfahrung, die ein vorgegebenes Modell nicht alleine bieten kann. Zu der von ihm gelobten Festigkeit der Lego-Bauteile von mir nur so viel: Ich habe mir mal ein kleines Technik-Set gekauft, um selbst zu erleben, was die so hoch gepriesenen Teile so taugen. Bei den Lochträgern hatte ich sehr schnell das Gefühl, dass sie zerbrechen würden, wenn ich sie zu hart belaste und die Verbindung zwischen mehreren nebeneinander gesteckten Balken machte auf mich einen wackeligen Eindruck, der mir gar nicht gefiel. Und ein Zahnrad, ich glaube , es sollte über eine Schnecke angetrieben werden und über Hebel so etwas wie ein Planierschild anheben, ist bei einer gar nicht so gewaltsamen Aktion am Hebel mittig in zwei Hälften zerfallen. War das Material etwa etwas zu Spröde?

Über die Bauanleitungen kann man sich sicher streiten. Ich hätte jedenfalls keine Lust, bei fast jedem Bauteil die Bauanleitung umzublättern, um weiterbauen zu können. Das kann mir aber auch schon bei den ft-Bauanleitungen fast zu viel sein.

Gruß
Holger

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The Rob
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Re: fischertechnik vs Lego

Beitrag von The Rob » 22 Jul 2020, 22:58

Svefisch hat geschrieben:
22 Jul 2020, 21:49
Über die Bauanleitungen kann man sich sicher streiten. Ich hätte jedenfalls keine Lust, bei fast jedem Bauteil die Bauanleitung umzublättern, um weiterbauen zu können. Das kann mir aber auch schon bei den ft-Bauanleitungen fast zu viel sein.
Die Lego-Community ist sich da einig, die sind alle unzufrieden damit. Lego zielt massiv auf den Erstkundenmarkt (unter anderem in China), mit dem Ziel selbst die allergrößten Kästen absolut anfängertauglich zu machen.
Das Resultat sind endlos dicke Anleitungen und alle möglichen ungewünschten Farben.

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