Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

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kräml
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 06 Mai 2022, 23:14

Hallo Miky,

langer Text aber gut. Mit Python geht es mir ebenso.
Miky hat geschrieben:
06 Mai 2022, 20:28
Von grafischen Low-Code Kapselungen (Blockly etc) halte ich rein persönlich (!) nicht so viel. Der Einstieg mag schneller gelingen, aber sobald es komplexer wird, bleibt zu viel auf der Strecke. Im Beruf später entwickelt niemand so.

Ok, wenn ich meine Tochter anschaue, Schülerin - da ist oft wichtiger als das Thema oder hier im Kontext die Programmierumgebung der Lehrer / die Lehrerin. Nasenfaktor, und können die gut erklären oder nicht. Schaffen die es, zum Lernen zu motivieren.
Denke, wenn LerhrerIn gut erklären kann und der Einstieg schneller gelingt, dann spricht vieles für Low-Code. Wie SW in der Praxis erstellt wird, ist ein Handwerk, welches erlernt/erfahren/getestet werden muss. Das ist nicht das Thema in den allgemeinbildenden Schulen.

@Miky Wie wird denn im Beruf SW entwickelt und welche Skills benötigt ein junger unerfahrener Programmierer im allgemeinen?

Die Frage wäre, ob man mit Low-Code auch Logik/Mengenlehre/Mathematik lehren kann? Zumindest hab ich vleeuwen so verstanden. Seine Argumente sind gut. Wenn ich generisch "komischen" erzeugten Code als Lösung/Vorbild gezeigt bekomme, werde ich bei komplexeren Problem selber den Code so schreiben!?

Gruß Kräml

vleeuwen
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von vleeuwen » 07 Mai 2022, 10:21

Als reactie op enige vragen en opmerkingen:
De kern van mijn bijdrage is:
Hoe is er bij leerlingen kennis en vaardigheden tot ontwikkeling te brengen die hun instaat stellen om zelf nieuwe modellen en besturingssoftware tot wasdom te brengen?
Hoe zou een leerling te werk kunnen gaan om de weg te bewandelen van een idee naar een werkende model?
Wat is er nodig om deze leerling bijvoorbeeld het gedrag van een (deel) voorbeeld te laten observeren en analyseren?
Wat is er te leren van het nabouwen van een complex mechanisch model en de bijbehorende software?
Hoe is er op een systematische manier iets te leren van fouten in de uitwerking en hoe zijn er verbeteringen te ontwikkelen?

De meeste softwareuitwerkingen bij fischertechnik zijn niet of nauwelijks gedocumenteerd. Als ik ondersteuning bied aan docenten dan ben ik de meeste tijd kwijt aan reverse engineering van de software en het uitleggen van de structuur en opbouw van deze software in relatie met het model aan deze docenten.
Hoe kan ik bij hun de stappen van reverse engineering tot ontwikkeling brengen?
En dan moet de stap naar het onderwijs nog gezet worden.
De analyse van de opbouw van het mechanische deel moet dan nog komen. Hiervoor geldt hetzelfde, van reproductie (nabouwen) wordt weinig geleerd.

SPA (systematische probleemaanpak) is hierbij een handige methodiek.
+++++++++++++++++++Google translate++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
In response to some questions and comments:
The core of my contribution is:
How can students develop knowledge and skills that enable them to develop new models and operating software themselves?
How might a student proceed to walk the path from an idea to a working model?
What is needed to have this student observe and analyze the behavior of a (partial) example, for example?
What can be learned from recreating a complex mechanical model and the associated software?
How can we systematically learn something from errors in the elaboration and how can improvements be developed?

Most software elaborations at fischertechnik are not or hardly documented. When I provide support to teachers, I spend most of my time on reverse engineering the software and explaining the structure and structure of this software in relation to the model to these teachers.
How can I develop the steps of reverse engineering with them?
And then the step to education still has to be taken.
The analysis of the structure of the mechanical part still has to come. The same applies here, little is learned from reproduction (reproduction).

SPA (systematic problem approach) is a useful method for this.
===============Google translate==================================
Als Antwort auf einige Fragen und Kommentare:
Der Kern meines Beitrags ist:
Wie können Studierende Kenntnisse und Fähigkeiten entwickeln, die sie in die Lage versetzen, selbst neue Modelle zu entwickeln und Software zu betreiben?
Wie könnte ein Student vorgehen, um den Weg von einer Idee zu einem funktionierenden Modell zu gehen?
Was braucht es, damit dieser Schüler beispielsweise das Verhalten eines (Teil-)Beispiels beobachten und analysieren kann?
Was kann man aus der Neuerstellung eines komplexen mechanischen Modells und der dazugehörigen Software lernen?
Wie können wir aus Fehlern in der Ausarbeitung systematisch etwas lernen und wie lassen sich Verbesserungen entwickeln?

Die meisten Softwareausarbeitungen bei fischertechnik sind nicht oder kaum dokumentiert. Wenn ich Lehrer unterstütze, verbringe ich die meiste Zeit damit, die Software zurückzuentwickeln und diesen Lehrern den Aufbau und die Struktur dieser Software in Bezug auf das Modell zu erklären.
Wie kann ich damit die Schritte des Reverse Engineering entwickeln?
Und dann steht noch der Schritt zur Bildung an.
Die Analyse des Aufbaus des mechanischen Teils steht noch aus. Auch hier gilt, aus der Reproduktion (Reproduktion) wird wenig gelernt.

SPA (Systematic Problem Approach) ist dafür eine sinnvolle Methode.
software enigineer/teacher/advisor
Google translate
http://tescaweb.nl/Carel/?p=713

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EstherM
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von EstherM » 07 Mai 2022, 17:26

I'm really surprised to see that a long reply to my three rather short and concise questions, but no answers..

Some remarks from me on the ongoing discussion:
- Programming robots is interesting for both boys and girls. I think it is more interesting than to move a turtle figure on a screen.
The robotics sets are intended for secondary school, which usually starts with age 10 in Germany. They fit nicely into the curricula for most federal states (see for example here: https://www.fischertechnik.de/de-de/ser ... /aufgabe-2). Obviously, a lot of German education experts are convinced, that learning some very elementary programming skills is useful for students of this age.
- Most common programming languages used for this age group (age 10 to 15) are Scratch and Python.
- Programming robots is fun, but it might not be suitable for very structured studying of all aspects of information science. If you expect any system to cover everything, you will certainly be disappointed.
- To learn more about learning styles, I would like to refer to an article in the British newspaper Guardian: https://www.theguardian.com/education/2 ... ing-styles.

Zusammenfassung auf Deutsch:
Lange Rede - kurzer Sinn: Die Robotik-Kästen sind meiner Meinung nach gut geeignet für den Einsatz in der Sekundarstufe 1, für Jungs, Mädchen und Diverse. Aber sie sind keine eierlegende Wollmilchsau, die alle Anforderungen an den Informatik-Unterricht abdeckt. Wer das erwartet, wird auf alle Fälle enttäuscht.

Gruß
Esther

vleeuwen
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von vleeuwen » 07 Mai 2022, 19:21

It appears that the Guardian article does not talk about the learning styles and learning cycle that Kolb and later Vermunt researched and developed (a 4-division with interrelations).
The Guardian criticize an entirely different division (a 3 division); I know this one but it is no longer used here.
===============================================================================================
Es scheint, dass der Guardian-Artikel nicht über die Lernstile und den Lernzyklus spricht, die Kolb und später Vermunt erforscht und entwickelt haben (eine 4-Unterteilung mit Wechselbeziehungen).
The Guardian kritisiert eine völlig andere Unterteilung (eine 3er-Unterteilung); Ich kenne diesen, aber er wird hier nicht mehr verwendet.
software enigineer/teacher/advisor
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http://tescaweb.nl/Carel/?p=713

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 07 Mai 2022, 21:37

Hallo,

@Esther Geb dir Recht mit der Wollmilchsau und der Enttäuschung, macht aber trotzdem Spaß einen Roboter hinterherzulaufen und sich zu fragen, wie geht das und wie bekomme ich das hin.

@vleeuwen Wollte deinen Ansatz nicht reduzieren sondern finde den Ansatz gefühlt gut. Hab folgenden Artikel darüber gefunden.

https://www.ag5.com/de/welche-lernstile-gibt-es/

Ob die Lernstile wissenschaftlich erwiesen sind, darüber müsste man mal mehr rein lesen.

Die Frage wäre, wie würden nach David Kolb und Jan Vermunt die Unterrichtsmaterialien aussehen? Gibt es hierfür auch Beispiele. Würde diese gerne mal anschauen.
vleeuwen hat geschrieben:
07 Mai 2022, 10:21
Der Kern meines Beitrags ist:
Wie können Studierende Kenntnisse und Fähigkeiten entwickeln, die sie in die Lage versetzen, selbst neue Modelle zu entwickeln und Software zu betreiben?
Wie könnte ein Student vorgehen, um den Weg von einer Idee zu einem funktionierenden Modell zu gehen?
Was braucht es, damit dieser Schüler beispielsweise das Verhalten eines (Teil-)Beispiels beobachten und analysieren kann?
Was kann man aus der Neuerstellung eines komplexen mechanischen Modells und der dazugehörigen Software lernen?
Wie können wir aus Fehlern in der Ausarbeitung systematisch etwas lernen und wie lassen sich Verbesserungen entwickeln?
Danke für die Zusammenfassung. Denke, wenn sich Unterrichtsmaterialien diese Fragen mit aufnehmen, käme einiges weiteres Positives hinzu.

Die Materialien sind, so weit ich es überblicke, recht gut. Mit den obigen Fragen, würde man bestimmt noch einiges finden, um diese weiter zu entwickeln.

Danke für eure Beiträge.

Kräml

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von juh » 07 Mai 2022, 22:36

vleeuwen hat geschrieben:
07 Mai 2022, 19:21
It appears that the Guardian article does not talk about the learning styles and learning cycle that Kolb and later Vermunt researched and developed (a 4-division with interrelations).
The Guardian criticize an entirely different division (a 3 division); I know this one but it is no longer used here.
No, their critique is generic. They only mention the 3 division one as a widely used one ("...and so on.").

But maybe you you know of a study that answers to their main point of no or weak empirical evidence?

Jan

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von MasterOfGizmo » 08 Mai 2022, 10:20

kräml hat geschrieben:
07 Mai 2022, 21:37
Hab folgenden Artikel darüber gefunden.

https://www.ag5.com/de/welche-lernstile-gibt-es/
Das ist Werbung von einer Firma, die Software zur Verwaltung von Lernstilen verkauft. Natürlich findet die, dass es Lernstile gibt und dass das ein ganz wichtiges Thema ist ...
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 08 Mai 2022, 11:06

Hallo,

nun ja, man kann auch den Wikieintrag hernehmen um sich mit Lernstile auseinander zu setzen.
Lernstile gehören zu einem Konzept, das in den 1970er Jahren durch die Lernpsychologie entwickelt worden ist und davon ausgeht, dass die meisten Menschen einige wenige individuelle Methoden bevorzugen, mit Stimuli und Informationen umzugehen. Unter ansonsten gleichen Lernbedingungen erzielen nach diesem Konzept Lernende oft deshalb unterschiedliche Erfolge, weil die von ihnen bevorzugte Lernmethode nicht angeboten wird. Darauf aufbauend wird in den letzten Jahren vermehrt darauf hingewiesen, dass Lehrer die Lernstile ihrer Schüler einschätzen und ihre Lehrmethoden dementsprechend anpassen sollten. Scharf grenzen sich die Lernstile von den in der Didaktik verwendeten Lerntypen ab, dieser Ansatz wird als nicht wissenschaftlich fundiert erachtet.
Zugegeben, den Artikel von W. Stangl: Lernstile – was ist dran? In: Praxis Schule 5-10. 31 Jg., Heft 5/2005, S. 12–17. hab ich hier nicht. Somit auch nicht gelesen.

Hab den Link auch nur rein gestellt, weil es zum Thema Lernstile passt. (Im Nachgang, der Satz von mir: "Die Materialien finde ich gut ..." bezogen sich auf die Didaktischen Materialien von FT und der Karlsruher Initiative. Nicht auf die Webseite von AG5.)

Nichts desto trotz finde ich die Kernfragen von vleeuwen in Bezug auf Fischertechnik Materialien gut.

Kräml

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Dirk Fox
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von Dirk Fox » 08 Mai 2022, 13:11

Hallo zusammen,

da habe ich ja mit meinem Hinweis in ein Wespennest gestochen, scheint mir...

Der Hinweis auf unterschiedliche Lernstile stimmt sicherlich - das deckt sich mit meinen Erfahrungen und findet sich ja auch hier im Forum. Mich nervt "Händchenhalten" beim Lernen vermutlich ähnlich wie Till, während Sven sich eher eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wünscht. Eines scheinen mir aber die Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie (unabhängig vom individuellen Lernstil) zu zeigen: Lernen ist ein konstruktiver Prozess, der durch haptische Elemente und eigenes "Konstruieren" (im weitesten Sinne) unterstützt werden kann. Daher halte ich das System fischertechnik für ein hervorragendes (und in Schulen weithin unterschätztes) Lernmaterial, vor allem für die Fächer Physik, Technik, Informatik und Mathematik.

Mit unserem didaktischen Material haben wir versucht, diese besondere Eigenschaft von fischertechnik herauszuarbeiten. Dabei haben wir uns an den Curricula der Bundesländer orientiert und die Themen aufgegriffen, die dort im Technik-, Informatik- oder NWT-Unterricht gelehrt werden sollen. Till hat das ziemlich zutreffend beschrieben: Das Material ist kein Curriculum, sondern soll Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, die existierenden Curricula im Unterricht anschaulich und "konstruktiv" umzusetzen. Dabei haben wir uns vor allem um fünf Eigenschaften bemüht:
  • die Teilaufgaben sollen aufeinander aufbauen, zugleich soll es möglichst viele sinnvolle Querbezüge zwischen den einzelnen Aufgabenblöcken geben (Zusammenhangsverständnis), ohne dass die Aufgaben in einer festen Reihenfolge oder auch vollständig bearbeitet werden müssen
  • der Schwierigkeitsgrad der Teilaufgaben einer Aufgabe soll ansteigen, um sowohl Einsteigern als auch erfahrenen oder besonders begabten Schülerinnen und Schülern Herausforderungen zu bieten; die Aufgaben sprechen damit sowohl unterschiedliche Altersklassen als auch Lern-Level an
  • die Teilaufgaben sollen den Lehrerinnen und Lehrern eine Auswahl bieten (so enthält das Base Set allein 55 Teilaufgaben, gegliedert in acht Themen-/Aufgabenblöcke)
  • die Aufgaben sollen zunächst algorithmisch gelöst werden, damit das Lösen vom Programmieren (und so auch von der verwendeten Programmiersprache) abgekoppelt ist; dafür verwenden wir Zustandsübergangsdiagramme
  • die Teilaufgaben sind (bis auf die einfachen Einstiegsaufgaben) meist auf sehr unterschiedlichen Wegen lösbar; wir haben versucht, eine einigermaßen elegante Beispiellösung beizufügen
Immerhin deutet das Conrad-Video darauf hin, dass wir das (wenigstens aus der Sicht der "Technik-Helden") einigermaßen hinbekommen haben.

Herzliche Grüße,
Dirk

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von MasterOfGizmo » 08 Mai 2022, 13:42

juh hat geschrieben:
07 Mai 2022, 22:36
No, their critique is generic. They only mention the 3 division one as a widely used one ("...and so on.").
Wikipedia meint dazu, dass diese drei Lerntypen, die der Guardian erwähnt eh überholt und allgemein abgelehnt sind und demnach nix mit den Lernstilen zu tun haben:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lerntyp

Was mich an dieser Diskussion am meisten fasziniert ist, dass es die nicht-Pädagogen und nicht-Didakten sind, die hier das Lernmaterial machen und die Pädagogen und Didakten vom Spielfeldrand reinrufen, wie es denn hätte laufen sollen.

Ich fände es ja echt cool, wenn einer der Ausbildungs-Fachleute hier mal vormacht, wie es richtig geht. Muss Nix großes sein. Nur ein Dokument, das uns mal exemplarisch zeigt wie es geht und wie man alle Lerntypen, -stile usw. sinnvoll mit ft anspricht.
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von sven » 08 Mai 2022, 14:09

Hallo!
Nur ein Dokument, das uns mal exemplarisch zeigt wie es geht und wie man alle Lerntypen, -stile usw. sinnvoll mit ft anspricht.
Ich denke es wird schwierig mit ein und dem selben Dokument alle Lerntypen anzusprechen.
Genau genommen wird man pro Lerntyp ein Dokument benötigen.

Gruß
sven
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 08 Mai 2022, 14:48

MasterOfGizmo hat geschrieben:
08 Mai 2022, 13:42
Was mich an dieser Diskussion am meisten fasziniert ist, dass es die nicht-Pädagogen und nicht-Didakten sind, die hier das Lernmaterial machen und die Pädagogen und Didakten vom Spielfeldrand reinrufen, wie es denn hätte laufen sollen.
Um auf dem Feld mit zu spielen, würde man einen TXT 4.0 Base Set benötigen. Somit bleibt einen nur der Spielrand übrig. ;)

Im Ernst, habe es ja schon öfters gesagt, finde die Didaktischen Ausarbeitungen super. Man muss ja nicht, aber man könnte diese ja heranziehen. Schön wäre es, wenn man es anders macht, dies wieder zurück gibt. Aber dazu müsste eine andere Plattform als die FT-Webseite her. Eine OER-Platform für FT-Materialien. WOW die Träume werden bei mir immer größer.

Eventuell kommt ja noch das ein oder andere zurück.

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von MasterOfGizmo » 08 Mai 2022, 15:42

Ok. Also kann man es mit den aktuellen Webseiten/Tools/Wasauchimmmer gar nicht besser machen als der Dirk es gemacht hat?

Dann verstehe ich Euer Gemecker ja nun gar nicht mehr.
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von MasterOfGizmo » 08 Mai 2022, 15:48

sven hat geschrieben:
08 Mai 2022, 14:09
Ich denke es wird schwierig mit ein und dem selben Dokument alle Lerntypen anzusprechen.
Genau genommen wird man pro Lerntyp ein Dokument benötigen.
Mag sein. Dann werden es halt mehrere kleine Dokumente. Aber sehen möchte ich ja schon sehr gern, wie die ganzen Profis es mal richtig machen.

Wenn ich ganz ehrlich bin glaube ich nämlich nicht, dass das im Endeffekt großartig anders aussähe.
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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 08 Mai 2022, 21:19

MasterOfGizmo hat geschrieben:
08 Mai 2022, 15:42
Ok. Also kann man es mit den aktuellen Webseiten/Tools/Wasauchimmmer gar nicht besser machen als der Dirk es gemacht hat?

Dann verstehe ich Euer Gemecker ja nun gar nicht mehr.
Hab nicht Gemeckert. Eher im Gegenteil, finde die Sache von Dirk und Co einen bemerkenswerter Fortschritt für FT. Kann aber auch die Kritik verstehen, nicht alles, aber es sind auch Teile enthalten, die zum Nachdenken anregen. Schön wäre es bestimmt, wenn jemand mit Zeit, Sachverstand (Technisch und Mechanisch und Pädagogisch) einen anderen Ansatz aufzeigt. Da bin ich ganz bei dir MoG. Auch das didaktische Material an Lehrplan angelehnt ist, ist super. Weiter so, bitte.

Jeder kann es für sich abändern. Das dies überhaupt geht, ist schon der große Sprung und DANKE an alle die daran gearbeitet haben.

Gerne können wir uns hier auch über andere Psychologische (Lern)Konzepte unterhalten.

Dirk schlägt den Konstruktivisumus ja schon vor. (Da bin ich voll bei ihm. Sag nur Lifelong Kindergarten)
Der Empirusmus wäre dann was für die von Experiment und Beobachtungen. (Das Thema Vorbilder wäre dann hier gut untergebracht)
Den Behaviorismus mit den Hund darf dann auch nicht vergessen werden. (Wow, haben wir uns im Studium darüber gestritten)
...

Übrigens, wenn das didaktische Material gut ist, kann sich der/die PädagogeIn leichter mit der Anschaffung einer Kiste für 500€ - oder was kostet der Set eigentlich - machen. Allen wird man es nicht recht machen können aber jeder kann es für sich dann passend machen.

Schön wäre es, wenn die Bauanleitungen auch noch frei zugänglich wären. ABER wo bleibt dann der Spaß die Dinge anhand von Bildern nach zubauen ....

Kräml

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 08 Mai 2022, 22:26

Also gut, hab zwar kein Base Set. Spiel das mal durch, als hätte ich einen.

Die Links der FT Seite

https://www.fischertechnik.de/-/media/f ... en-04.ashx

verraten mir nicht, dass ein DOCX kommt.

Schön für mich wäre es, dass ich den Dateitype gleich wüsste. Somit würde ich die Dokumente gleich Calibere (Dokumentenverwaltungstool) zuordnen können. Ist nur etwas umständlich für mich, erst runter laden und dann in calibre einfügen. Für den Admin ist die ashx-Methode (??) wahrscheinlich die einfachste. Dann wäre es 1:1. Wenn es noch andere Nutzer so geht, dann wäre es n:1.

Wenn ich die DOCX in calibre einordne, dann bekommen beide (!!), die Schüler und Lehrerfassung, die Anmerkung "ft:pedia Dirk Fox". Schön wäre es für mich, dass ich gleich mit den Metadaten eine Zuordnung zum Thema hätte. Nervig für mich, dass ich die Metadaten für die Dateien selber einpflegen muss.

Gebe zu das ist kleinkariert aber schließlich bin ich auch Lehrer geworden ;)

Nein, versteht dies bitte als konstruktive Kritik. Meine Kollegen haben in ihren DOCX Dateien Referenzen auf ehemalige Kollegen. Immer wieder witzig und im Umfeld von Informatikern nicht sehr professionell.
Vielleicht bin ich der einzige, aber wenn es anderen ebenso geht, wäre es schön, wenn dies gleich im Ursprung eingepflegt würde.

Weiteres folgt bei Gelegenheit.

Kräml

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von EstherM » 09 Mai 2022, 14:38

Hallo zusammen,
Dirk Fox hat geschrieben:
08 Mai 2022, 13:11
Dabei haben wir uns an den Curricula der Bundesländer orientiert und die Themen aufgegriffen, die dort im Technik-, Informatik- oder NWT-Unterricht gelehrt werden sollen.
Dazu noch eine Frage an Dirk:
Habt Ihr denn schon Rückmeldungen aus den Schulen, ob sie das Material nutzen und zufrieden sind? Oder fehlt noch Dokumentation, so dass Schulen die Kästen gar nicht erst anschaffen?
Und habt Ihr etwas zu den von Fachdidaktikern, also aus dem Bereich von Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrer gehört?

Gruß
Esther

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 09 Mai 2022, 14:50

Apropos Lerhplan,

hab das mit Realschulen für Bayern mal gecheckt. Stimmt alles hab die Seite auch gleich gefunden. Super.

Hinweis: Da Lehrpläne öfters geändert werden als es einem recht ist, wäre die Jahreszahl vom Lerhplang ggf. hilfreich. Muss aber nicht sein, da man vom Jahr 22 zurück rechnen kann.

Leider bin ich auf keine Realschule, Gymnasium aber das bin ich gewöhnt. Berufsschulen fallen meist unter dem Teppich.

Kräml

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von Dirk Fox » 10 Mai 2022, 15:34

Liebe Esther,
EstherM hat geschrieben:
09 Mai 2022, 14:38
Habt Ihr denn schon Rückmeldungen aus den Schulen, ob sie das Material nutzen und zufrieden sind? Oder fehlt noch Dokumentation, so dass Schulen die Kästen gar nicht erst anschaffen?
Und habt Ihr etwas zu den von Fachdidaktikern, also aus dem Bereich von Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrer gehört?
leider nein - da die Kästen ja noch gar nicht so lange verfügbar sind und die Didaktik-Messen im vergangenen Jahr alle virtuell stattfanden, sind die neuen Robotics-Education-Kästen vermutlich noch nicht sehr bekannt. (Das könnte das Conrad-Video mit seinen schon jetzt über 100.000 Zugriffen ein wenig ändern...). Ende Mai/Anfang Juni wird fischertechnik mit einem Stand auf der Learntec sein (wir übrigens auch, mit einem viermal so großen Stand :-)); dort hoffe ich auf erste direkte Rückmeldungen. Und dann freue ich mich natürlich über alle Didaktiker hier im Forum, die konstruktive Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge haben.

Herzliche Grüße,
Dirk

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Re: Conrads "Technik-Helden" testen TXT 4.0 Base Set

Beitrag von kräml » 10 Mai 2022, 21:39

Hallo,

bin noch in der ersten Aufgabe. Es kommt bestimmt später noch die richtigen guten Dinger. Aber der erste Versuch ist immer der erste Eindruck. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Mit anderen Worten, will nicht rummeckern sondern den Einstieg für Neulinge einfach und sauber gestalten.

@Dirk, wenn du nicht geschrieben hättest das in drei Wochen die Messe wäre, hätte ich mir auch etwas Zeit gelassen. Ich hoffe meine Ausführungen sind konstruktiv genug.

Was mir im Lehrer-Dokument (Lösung) fehlt, steht im Ansatz auf der Fischertechnikseite.
  • Lernziele
  • Zeitaufwand
Somit hätte ich alle Infos in einem Text und nicht verteilt über mehrere Medien.

Auch wäre es gut zu wissen, welche Erfahrungen der Schüler mit bringen soll.
Reichen keine Erfahrungen mit FT oder sollten leichte Modelle schon gebaut worden sein.?
Werden Grundlagen in Elektrotechnik (evtl. Gesetz von Ohm usw.) vorausgesetzt?
Wenn ich in einer Formel habe, soll ich dies schon kennen?
Welche Jahrgangsstufe (vermutlich 10 Klasse in Sek. I) oder ohne "ln" auch schon früher?
Sind Erfahrungen in Scratch/blockly erwünscht oder erforderlich?

Welche Erklärungen sollten vom Lehrer gegeben werden? Oder soll der Lernende das Problem selber erarbeiten/entdecken/erfahren?

Die Erforderlichen Materialien als Anhang ist eine Möglichkeit. Aus Erfahrung würde ich dies aber am Anfang - also auf der ersten Seite - setzen.
Bei den Materialien fehlt ein Thermometer um die Messreihe zu erstellen oder ist eins im Set?

Auf der Linkliste (hab die existierende noch nicht komplett durch gelesen) würde ich persönlich die Wiki Seiten einfügen.
Weiterführende Fragen
Daher auch der Link zu Fledermäuse (s.o)
GPS, Sonar usw. wären dann möglich.

Wie misst man die Temperatur der Sonne oder andere Sterne. Oder gar die Temp. von andren Planeten?
Was ist Temperatur?
Warum Ultraschall?

Wegen Fledermäuse, andere Themen wie Biologie können eingebunden werden.

In den Lernzielen wird von
Verständnis der Funktionsweise eines A/D-Wandlers
gesprochen. Da hab ich so nichts in den Aufgaben gefunden. Daher könnte die Aufgabe über die Bestimmung von einem Widerstand über RC-Glied und Zeitmessung erfolgen.

Im Schülerdokument vermisse ich eine Motivationshilfe.

Also warum soll ich das alles machen?

Schön wäre es, wenn das Thema Reparatur oder Nachhaltigkeit drinnen wäre. Z.B das Temp. Messgerät vom Klassenzimmer ist defekt. Wir erstellen eins.
Wie kann die Temperatur am besten dargestellt werden? Nur als Digitalanzeige Balkendiagramm Zeigerinstrument usw.

Damit die Anzeige nicht ständig läuft, soll dies nur angezeigt werden, wenn eine Person in der Nähe ist. (JA ich weiß etwas an den Haaren herangezogen).

Finde ich diese Sensoren auch in einer Industrianlage oder gibt es da was anderes? Kann man diese auch mit dem TXT auswerten?

Gruß Kräml

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