Robotics Hightech

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Bastelklausi
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Robotics Hightech

Beitrag von Bastelklausi » 02 Dez 2021, 19:27

Hallo guten Abend,

mit vorliegendem Thread möchte einen Erfahrungsaustausch zum Robotics Hightech eröffnen. Rund um die Themen Baukasten, TXT4.0, Robo Pro Coding (RPC), Modelle, usw...

Seit gestern habe ich den Baukasten vorliegen. Der Inhalt war vollständig, alles funktioniert. Die Stecker haben die neue Schneid-/Klemm-Technik. Da ich reichlich Stecker und Kabel habe, liegen die neuen Stecker erst einmal auf Eis.

Der TXT4.0 ist nicht zu vergleichen mit dem Ftduino. Den kann ich einfach ein-/ausschalten. Der TXT4.0 will booten, das dauert etliche Sekunden. Das Runterfahren geht schneller. Was passiert eigentlich, wenn der TXT4.0 plötzlich (z.B. versehentlich Kabel rausgerutscht) von der Spannung getrennt wird? Gibt es dann Probleme mit dem Linux Dateisystem?

Der erste Versuch, den TXT4.0 mit RPC zu verbinden, gelang nicht. FT hat eine FAQ Seite, auf der eine Lösung für das Problem angeboten wird. Man muss also den TXT4.0 z.B. über WLAN mit dem Internet verbinden und kann dann die Firmware neu flashen. Das war die Lösung und die Verbindung mit RPC geht dann auch. Wie ich gehört habe, bin ich kein Einzelfall. Die Endkontrolle von FT hat hier leider nicht gut funktioniert.

Die Bedienung des TXT4.0 über den Touchscreen geht recht einfach, allerdings ist der Touch eher träge. Die Eingabe des WLAN-Schlüssels ist schon eine kleine Herausforderung, geht aber alles.

Ich habe dann das Funktionsmodell aufgebaut und mich mit RPC beschäftigt. Da ich bisher hauptsächlich Textbasiert programmiert habe (meist Arduino IDE mit C/C++), ist die Blockprogrammierung eine Umstellung. Da ich ein paar Experimente mit Scratch gemacht hatte, war mir die Blockprogrammierung aber nicht grundsätzlich fremd.

Übung macht den "Meister" und so habe ich doch recht fix die Aufgaben zum Funktionsmodell abgearbeitet und natürlich auch um eigene Ideen ergänzt. Ich muss sagen, dass man mit der Blockprogrammierung recht schnell zu brauchbaren Ergebnissen kommt. Ich muss aber auch sagen, dass diese Programme eher klein sind und die Übersichtlichkeit noch nicht darunter gelitten hat. Bei umfangreichen Programmen wird das vermutlich anders sein. Da kann/muss man dann auf die Python Ebene ausweichen.

Der Anfang ist gemacht und ich freue mich auf die nächsten Modelle und Programmieraufgaben.

Wie sind den eure ersten Erfahrungen?

Beste Grüße
Klaus

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MasterOfGizmo
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von MasterOfGizmo » 02 Dez 2021, 19:58

Bastelklausi hat geschrieben:
02 Dez 2021, 19:27
Was passiert eigentlich, wenn der TXT4.0 plötzlich (z.B. versehentlich Kabel rausgerutscht) von der Spannung getrennt wird? Gibt es dann Probleme mit dem Linux Dateisystem?
Generell kann das zu Problemen führen. Wie wahrscheinlich das ist hängt stark von der konkreten Umsetzung des TXT-4.0 ab. Probleme können üblicherweise auf zwei Arten auftreten: a) Das Dateisystem wird während des Abschaltens gerade verändert und dabei beschädigt b) Eine Anwendung ist gerade dabei, Daten zu schreiben und wird dabei unterbrochen.

Fall a) ist stark vom verwendeten Dateisystem abhängig, aber wir gehen mal davon aus, dass ft ein halbwegs aktuelles Dateisystem nutzt, das mit sowas umgehen können sollte. Da kommt es auch wieder drauf an, ob man vom internen Flash redet, auf dem dann ein spezielles Dateisystem wie UBIFS für Flashspeicher läuft oder ob es um die interne Embedded-MMC oder eine SD-Karte geht. Da läuft dann eher ein klassisches Dateisystem wie EXT4. Aber beide sind inzwischen recht robust, was solche Ausfälle angeht.

Und Fall b), die Applikationen: Ich würde annehmen, dass auf dem TXT sehr selten kritische Konfigurationen neu geschrieben werden, so dass da auch kein Schsden entstehen sollte, der z.B. ein Booten verhindert.

Fazit: Schön ist's nicht, aber wenn ft das halbwegs kompetent umgesetzt hat ist dabei mit keinen Problemen zu rechnen.
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Bastelklausi
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Bastelklausi » 03 Dez 2021, 18:29

Hallo MOG,

vielen Dank für deine Einschätzung. Ich werde das Verhalten nicht austesten. Irgendwann tritt die Situation ein, dass die Spannung unterbrochen wird und dann werde ich die Reaktion des TXT4.0 erfahren. Ich frage aber mal bei FT nach.

Hallo an Alle,

heute habe ich das Funktionsmodell so programmiert, dass der Encodermotor läuft sobald der Ultraschallsensor erkennt, dass die Entfernung unterhalb eines Wertes liegt UND die Lichtschranke nicht unterbrochen ist. Ansonsten wird der Motor gestoppt. Ich habe dann überlegt, wie ich den Abstandswert flexibel vorgeben kann. Eine Möglichkeit wäre ein Eingabefeld am TXT4.0. Das probiere ich später mal aus. Eine andere Möglichkeit wäre die Verwendung eines FT Potis. Leider habe ich in RPC keine Möglichkeit gefunden, ein Poti als Eingang zu konfigurieren. Ich habe dann mal alle angebotenen Möglichkeiten ausprobiert und im Interface getestet. Als "beste" Ersatzmöglichkeit ist mir der Farbsensor erschienen. Der liefert am Poti Werte zwischen 0 und 6390. Den ausgelesenen Wert mappe ich auf Werte zwischen 10 und 40 cm und zeige sie auf dem TXT4.0 Display an. Das funktioniert zumindest.

Gibt es andere Optionen?

Ich habe in RPC keine Möglichkeit gefunden, Kommentare einzugeben. Wie macht ihr das?

Im Anhang das Programm.
Beste Grüße
Klaus
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Bastelklausi
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Bastelklausi » 13 Dez 2021, 22:23

Hallo zusammen,

die Sache mit den Kommentaren habe ich herausgefunden. Mit Rechtsklick auf ein Blockly Element eröffnet sich die Möglichkeit, einen Kommentar anzulegen. Per "Anfasser" kann der Kommentar verschoben werden, wobei er immer mit dem Block verbunden bleibt.

Richtig befriedigend ist diese Kommentarlösung für mich nicht. Um den Kommentar vollständig sehen zu können, muss der Kommentarblock in der Größe manuell angepasst werden. Beim Verschieben muss man darauf achten, dass der Block mit seinem verlinkten Pfeil nicht Bestandteile des Programms bedeckt. Beim Ausdrucken muss man darauf achten, dass der Kommentar nicht links oder oberhalb des ersten Programmelementes liegt, ansonsten wird der Kommentar nicht oder nicht vollständig gedruckt. Selbst wenn man den Kommentar so schiebt, dass er vollständig gedruckt werden kann, kann es vorkommen, dass der Kommentar nach Neustart des Robo Pro Coding Programms so verschoben ist, dass man das wieder manuell korrigieren muss. Nunja...

Noch ein Kommentar zum Blockly. Nach ein paar Tagen Beschäftigung damit, kann ich sagen, dass man damit ziemlich schnell Code zusammenstellen und zu guten Ergebnissen kommen kann. Es wird mit zunehmender Programmgröße aber mehr und mehr unübersichtlich. Und zumindest mir geht es so, dass die Lesbarkeit gegenüber der traditionellen Text orientierten Programmierung unterlegen ist.

Wie sind denn eure Eindrücke?

Beste Grüße
Klaus
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Dirk Fox
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Dirk Fox » 14 Dez 2021, 12:10

Hallo zusammen,

nachdem ich jetzt seit einem knappen Jahr eine Art "Power-User" von ROBO Pro Coding (Blockly) bin, ein paar Tipps für Umsteiger:

- Blockly unterscheidet nicht zwischen Variablen und Konstanten
- alle Variablen sind global!
- Variablen muss man initialisieren, da Blockly (Python) daraus den Typ ableitet. Wenn man sie ohne Initialisierung verwendet, bricht das Programm ab.
- Funktionsaufrufe werden offenbar als Thread gestartet, d.h. das Programm wartet nicht, bis sie beendet sind
- Die Initialisierung des TXT-Display dauert ziemlich lange (verzögerter Programmstart); wenn ihr es also nicht braucht...
- Die Programme werden immer auf den TXT heruntergeladen und dort ausgeführt (können auch von dort gestartet werden); einen "Online"-Modus mit anderem Zeitverhalten wie bei ROBO Pro gibt es hier nicht (mehr)
- bei Audio-Wiedergaben nicht vergessen, mit "warte bis" das Ende des Abspielens abzuwarten

Anders als bei ROBO Pro kann man den Wert der schnellen Zähler auslesen; außerdem gibt es einen Block, der dem Arduino-Kommando "map" entspricht - sehr praktisch. Die Mathe-Funktionen sind auch sehr umfangreich.

Zur IDE:

- Wenn ihr viele Unterprogramme habt, könnt ihr die auch in ein eigenes File verschieben (oben über "Neue Datei"), dann wird das Programmfenster übersichtlicher (die Funktionen sind dann unter "Importe" erreichbar)
- Kopieren und Einfügen von Funktionen oder Programmteilen funktioniert nur innerhalb einer ROBO Pro-Coding "Instanz"; wenn die eingefügten Elemente nicht gleich sichtbar sind, hilft die Funktion "Bausteine aufräumen"

Leider kann man die anliegenden Werte des Controllers nicht während eines Programmlaufs mit dem Interface-Test mitlesen - es funktioniert nur eine Verbindung zum Controller zu einer Zeit. Daher muss man sich die Daten auf der Konsole ausgeben lassen oder unter "Ausdruck" den entsprechenden Variablenwert anzeigen lassen.

Herzliche Grüße,
Dirk

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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Grau » 19 Dez 2021, 16:14

Hallo,
auch bei mir ist der Kasten eingetroffen.
Erste Eindrücke:
Die Beschreibungen in den sind teilweise abweichend von der Umgebung.
Ich hätte mir gewünscht eine komplette Einweisung gewünscht und nicht überall einige Brocken.
Das Speichen von Programmen und das laden von Beispielprogrammen ist sehr umständlich.
Für das Arbeiten mit der IDE benötigt man einen großen Bildeschirm.
Es ist schade, dass die alten und die neuen Controller nicht mit einem Programm programmiert werden können.
Gut ist das mit allen gängigen Betriebsystemen programmiert werden kann.

Dazu habe ich einige Fragen:
1. Wo kann ich eine Dokumentation und Demoprogramme für Python finden?
2. Gibt es die Möglichkeit die Unterlagen und die Beispielprogramme zusammen runter zu laden?
3. Warum dauert die Übertragung zum TXT selbst über USB so extrem lange?
4. Gibt es Doku zum Debugging, Haltepunkte, Ausdruck
Gruß Grau

sven
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von sven » 19 Dez 2021, 19:21

Hallo!
Ich hätte mir gewünscht eine komplette Einweisung gewünscht und nicht überall einige Brocken.
Mein Reden. Sehe ich genau so.
Wo kann ich eine Dokumentation und Demoprogramme für Python finden?
Gibts nicht, hätte ich mir auch gewünscht.
Ist wirklich traurig, denn ft bietet mit RoboPro Coding auch Python an, nur eine Doku dazu fehlt.
Ich glaube auch nicht das da noch was kommt.
Gibt es die Möglichkeit die Unterlagen und die Beispielprogramme zusammen runter zu laden?
Die gibts wohl nur für Scratch.
Gibt es Doku zum Debugging, Haltepunkte, Ausdruck
Gruß
sven
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Bastelklausi
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Bastelklausi » 23 Dez 2021, 22:50

Hallo Dirk,

besten Dank für deine Infos, sehr nützlich!
Ich nutze das Display für z.B. Eingaben von Parametern mittels Slidern. Zum Programmstart nutze ich auch gerne einen OK Button. Du hast recht, der Programmstart dauert etwas länger, wenn man das Display nutzt. Nach dem Start werden die konfigurierten Felder direkt angezeigt. Es dauert dann aber gefühlte 2-3 Sekunden bis z.B. eingelesene Werte angezeigt werden. Okay, es ist Python Code, und der wird über den integrierten Interpreter abgearbeitet. Das ist erheblich langsamer als z.B. direkt kompilierter C Code. Dennoch hätte ich von der CPU mehr erwartet :roll:

Hallo Grau,

danke, dass du über deine Erfahrungen berichtest. Mit Python werde ich mich später befassen. Derzeit nutze ich Blockly und lerne jeden Tag etwas hinzu. Sehr hilfreich sind die Begleitinformationen von der ft Website:

https://www.fischertechnik.de/de-de/ser ... h/aufgaben

Die führen schrittweise durch die Modelle und deren Programmierung mit Blockly. Den TXT 4.0 habe ich per WLAN mit meinem PC verbunden. Das Hochladen der Programme geht fix. Das ist auch flexibler als per USB, besonders bei den Fahrzeugmodellen. Habe gerade den Omniwheels X2 Buggy gebaut und bearbeite die Aufgaben. Schön ist, dass man auf dem TXT Display z.B. Parameter eingeben kann und somit das Programm flexibler gestalten kann. Mein Buggy fährt jetzt im Quadrat und ich kann Geschwindigkeit für geradeaus und Kurvenfahrt vorgeben sowie die Distanz. Mit einem OK Button starte ich solch einen Umlauf. Klappt gut!
In der Tat ist ein großer Bildschirm sehr hilfreich. Du kannst aber Bereiche, die du nicht unbedingt benötigst, ausblenden.
Die Beispielprogramme habe ich nicht gesucht. Ich vollziehe sie einfach aus den Begleitinformationen nach. Das hilft beim Lernen besser als nur einfach ein vorgefertigtes Programm importieren. Am Besten dann eigene Ideen verwirklichen, auf Probleme stoßen und diese lösen. Aber jeder hat seine eigenen Methoden...
Mit dem Debugging habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt. Wenn ich Fehler suche, hilft manchmal ein Blick in den automatisch generierten Python Code. Gut ist auch die Ausgabe auf Konsole.

Generell kann ich sagen, dass mir der Baukasten echt Spaß bereitet :D . Einzig nervend ist die lange Bootzeit des Controllers. :roll:

Frohes Fest und bis demnächst...
Klaus

Tuxee
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Tuxee » 26 Dez 2021, 18:35

Ich poste hier ja selten genug - unter anderem weil mich das ft-Fieber immer nur alle paar Jahre packt. Nachdem es die 20% Aktion beim Weihnachtsverkauf gegeben hat, habe ich mir den Robotics Hightech geleistet. In der Robotics Serie hatte ich zuvor die Mobile Robots mit dem Intelligent Interface und dann das TX Training Lab mit dem TX Controller erstanden - so nach gut 10 Jahren schien mir also der TXT4.0 ein "passendes" Upgrade. Zudem arbeite ich ausschließlich unter Linux und eine natives RoboPro Coding ist attraktiver als das VM Gehample mit der bisherigen RoboPro Software.
Meine Eindrücke der letzten 2 Tage:
  • Gut gelungen finde ich, dass ein Akkupack mit Baukasten ist und der Kasten somit wirklich vollständig ist
  • Vom TX Controller kommend ist der TXT4.0 Controller ein substantielles Upgrade in Leistung und vor allem Bedienung und Anbindung an den PC
Was alles nicht so prickelnd ist
  • Die neuen Stecker mit den Klemmtechnik sind - einfach gesagt - scheisse. Ich halte mich nicht für einen Grobmotoriker, aber es ist fummelig, braucht einiges an Kraft beim Schließen und wenn man - was mir etliche Male passiert ist - die "Verzahnung" nicht sauber trifft, dann ruiniert man entweder den Stecker oder ist die längste Zeit mit wieder öffnen, Zurechtbiegen der Kontaktlasche etc. beschäftigt. Eine recht witzlose Sache und es sind - wenn ich richtig nachgezählt habe - gerade mal 2 Ersatzstecker in der Schachtel.
  • Der Servomotor war defekt - habe ich reklamiert und einen Ersatz aus einem früheren Fernsteuerungsset genommen (ansonsten wäre es auch schwer gewesen, den Defekt tatsächlich zu ermitteln)
  • Apropos Servo: Der Gelenkstein aus 172804/805 ist extrem schwergängig - der Servo hat keine Chance die Kamera damit zu bewegen. Ersatz mit 31426/436 funktioniert passabel.
  • Passabel. Weil: Die Kamera hat ein sehr steifes Kabel, gegen das Servo-Motor ebenfalls arbeiten muss und das dazu führt, dass die Kamera sich um die vertikale Achse verdreht.
Das statische Modell funktioniert auf Anhieb, der "Omniwheel mit Sensoren" nach obigen Anpassungen zumindest theoretisch. Dann beschäftigt man sich nämlich mit der Software.
  • Prnzipiell finde ich den Scratch-Ansatz für den Anfang durchaus ok. Was nicht zu gehen scheint (aber schön wäre) ist ein paralleles Editieren des generierten Codes.
  • Besteht die Möglichkeit mehr als einen Instruktionsblock zu markieren und zu kopieren?
  • Wie (oder besser wo) werden Projekte (ich verwende das Linux-AppImage) gespeichert? Ich kann ein Projekt erstellen (und speichern?) aber leider nicht wieder öffnen. Ein normaler Laden-Speicher-Dialog wäre um einiges praktischer als die augenblickliche Usability-Abartigkeit. Mittlerweile ist klar: Ich muss das Projekt "exportieren" und somit speichern. Wenn ich das Projekt vorher schließe - Pech gehabt. Es gibt keinen entsprechenden Hinweis.
  • Egal. Irgendwann will man einfach mal probieren ob der Omniwheel auch was tut. Also die Beispielprogramme - nach einiger Sucherei - geladen. Ich gehe all in und nehme das "omniwheels_x4_sensor_linefollower_ultrasonic". Nur: Was soll das Programm jetzt eigentlich machen? Es existiert kein Kommentarblock (oder irgendwo im gedruckten Material eine Doku), was nach dem Programmstart passieren sollte. Ich kann dem Programm folgen und eigentlich sollte wohl nach einer Spur gesucht werden. Er tut aber einfach nix. Der Test zeigt, dass alle Aktoren und Sensoren wohl korrekt arbeiten sollten (beim Spursensor bin ich mir nicht sicher, weil - erraten - die neuen Stecker eventuell doch einzelne Kontakte nicht korrekt herstellen)
Anyway, ich bin erwachsen, geduldig, verdiene mein Geld als Software-Entwickler und werde das schon alles noch irgendwie hinkriegen. Bei einem Jugendlichen (ab 10) bin ich mir da wesentlich weniger sicher - und das bei einem Baukasten mit UVP von über 500 Euro. Für mich hat Hard- und Software durchaus Potential, aber irgendwie macht alles einen halbfertigen Eindruck mit unzulänglicher Dokumentation. Also entweder ist es "einfach und selbsterklärend" oder "ordentlich dokumentiert". Nichts von beidem liegt vor.
Es gibt ein PDF "Grundlagen zur Software ROBO Pro Coding" - das erklärt ausführlich die Verbindung zwischen Controller und Software und endet mit
Nun kannst du mit dem Programmieren beginnen. Wie das funktioniert, zeigen wir dir
anhand der verschiedenen Modelle und Programmierbeispiele. Am besten beginnst du mit
dem einfachen Funktionsmodell.
Soso...

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MasterOfGizmo
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von MasterOfGizmo » 26 Dez 2021, 19:16

Diese etwas fremdartige Art, Programme zu speichern und zu exportieren kommt daher, dass Robo Pro Coding keine klassische Anwendung ist, sondern in Wirklichkeit eine Webseite + Browser in ein gemeinsames Binary verpackt. Und wie bei Browsern üblich werden Daten eben nicht als Dateien auf dem PC gespeichert, sondern irgendwo Browser-Intern als Cookies oder ähnlich abgelegt. Will man sie auf dem PC haben exportiert man sie dann.

Aber Du hast vollkommen Recht, in einer nativen Anwendung ist das fremdartig und nicht intuitiv
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sven
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von sven » 26 Dez 2021, 20:11

Hallo!
Es gibt ein PDF "Grundlagen zur Software ROBO Pro Coding" - das erklärt ausführlich die Verbindung zwischen Controller und Software und endet mit
Nun kannst du mit dem Programmieren beginnen. Wie das funktioniert, zeigen wir dir
anhand der verschiedenen Modelle und Programmierbeispiele. Am besten beginnst du mit
dem einfachen Funktionsmodell.
Soso...
Genau das ist das Problem.
550 Euro ausgegeben und dann steht man im Dunkeln. Schon sehr traurig.
Und was Python betrifft, so gibts auch rein gar nichts, obwohl das mit RoboPo Coding geht.
Kommt sicherlich erst mit dem nächsten Controller in ein paar Jahren.
Irgendwelche Beispielprogramme und/oder kurze Befehlserklärung ersetzten kein richtiges Programmiertutorial.
Die neuen Stecker mit den Klemmtechnik sind - einfach gesagt - scheisse. Ich halte mich nicht für einen Grobmotoriker, aber es ist fummelig, braucht einiges an Kraft beim Schließen und wenn man - was mir etliche Male passiert ist - die "Verzahnung" nicht sauber trifft, dann ruiniert man entweder den Stecker oder ist die längste Zeit mit wieder öffnen, Zurechtbiegen der Kontaktlasche etc. beschäftigt. Eine recht witzlose Sache und es sind - wenn ich richtig nachgezählt habe - gerade mal 2 Ersatzstecker in der Schachtel.
Dem muss ich auch zustimmen.
Für mich sind es teure Einwegstecker. Nicht wirklich brauchbar.
Die Idee ist grundsätzlich gut, aber die Umsetzung wie so häufig schlecht.
Bin froh das ich reichlich alte Stecker zum schrauben habe. Die sind quasi unkaputtbar.

Gruß
sven
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Dirk Fox
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Dirk Fox » 27 Dez 2021, 00:34

Hallo Sven,
sven hat geschrieben:
26 Dez 2021, 20:11
Und was Python betrifft, so gibts auch rein gar nichts, obwohl das mit RoboPo Coding geht.
Kommt sicherlich erst mit dem nächsten Controller in ein paar Jahren.
Irgendwelche Beispielprogramme und/oder kurze Befehlserklärung ersetzten kein richtiges Programmiertutorial.
es gibt sicherlich berechtigte Kritikpunkte - aber speziell diesen verstehe ich wirklich nicht.

Wieso sollte fischertechnik eine Einführung in Python herausgeben? Der TX und der TXT ließen sich in C programmieren - erwarten wir dafür ein C-Tutorial? Oder eine Einführung in Scratch, weil ftscratch den BT und den TXT ansteuern kann? Oder hätte 1984 mit den Interfaces eine Einführung in BASIC mitgeliefert werden sollen?

Bei einer Programmiersprache wie ROBO Pro, die ausschließlich für fischertechnik-Controller entwickelt wurde, verstehe ich ein solches Ansinnen. Aber eine Anleitung für eine Standard-Programmiersprache?

Beste Grüße,
Dirk

sven
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von sven » 27 Dez 2021, 06:20

Hallo!
Wieso sollte fischertechnik eine Einführung in Python herausgeben? Der TX und der TXT ließen sich in C programmieren - erwarten wir dafür ein C-Tutorial? Oder eine Einführung in Scratch, weil ftscratch den BT und den TXT ansteuern kann? Oder hätte 1984 mit den Interfaces eine Einführung in BASIC mitgeliefert werden sollen?
Moment.
fischertechnik liefert mit Robo Pro Coding eine eigenen Programmierumgebung mit, die es ermöglicht den TXT 4.0 in Scratch und Python zu programmieren. Also sollte der Baukasten auch den Usern einem entsprechenden Lehrgang auf diese beiden Sprachen mitliefern.
Das hätte ich erwartet für einen Baukastenpreis von 550 Euro.
C kann man weder mit RoboPro noch mit RoboPro Coding programmieren. Da ist durchaus der User auf sich gestellt.

Wenn ft da natürlich die Sichtweise hat wie Du, dann ist alles klar.
Dann macht man es sich richtig schön einfach.
Dann gehört aber ein dicker Hinweis auf den Kasten das Voraussetzung ist das man Scratch oder Python beherrscht bzw. kann.
Denn nach dieser Sichtweise wird das vorausgesetzt.
Am besten auch keine eigenen Software mehr mitliefern, es reicht ein kleines Programm womit man die fertigen Programme von ft auf den Controller laden kann bzw. das könnte auch direkt online vom Menu des TXT 4.0 gehen.

Fazit:
Beispiel Programme auf den Controller laden, ein bisschen Spaß mit den Modellen haben, danach Kasten in die Ecke bzw. bei eBa< verkaufen.
So wird's zu 95% laufen, denn kein Kind in der Altersklasse für das der Kasten gedacht ist wird sich alleine Scratch oder Python beibringen.

Diese Sichtweise scheint ja nun auch in den Profikästen Standard zu sein.
Schade um die guten Lernbaukästen von ft. Empfehlen kann ich sie absolut nicht mehr.

Gruß
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von sven » 27 Dez 2021, 07:19

Hallo!

Noch zur Ergänzung:
Der Hightech Baukasten ist dann auch ziemlich fehlplaziert,
weil es bisher keinen kleinen Einsteigerkasten mit RoboPro Coding gibt. Einsteiger müssen derzeit einen veralteteren Baukasten auf Robo Pro bzw. RoboPro Light Basis kaufen.
Diese Kästen legen aber keine Scatch- bzw. Pythonbasis.

Die Zielgruppe sind ja Kinder.
Fakt ist: Können Mama oder Papa Scatch oder Python ist alles gut,
wenn nicht war’s das, sprich Kasten besser gar nicht erst kaufen.

Da wäre ja z.B. noch der Micro:Bit Kasten.
Der bietet ein richtig gutes Begleitheft: https://www.fischertechnik.de/-/media/f ... robit.ashx
So stelle ich mir das für alle Computing und Profikästen vor.

Gruß
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von MasterOfGizmo » 27 Dez 2021, 09:16

Ich finde die Denkweise gut. Das filtert die ganzen Möchtegerns raus. Ein Python-Tutorisl ergooglen kann jeder, das stimmt. Sich aber selbst zusammenreimen, wie man die ft-eigenen Schnittstellen in Python benutzt, das erfordert ordentlich Willen und Kreativität.

Warum sollen die Eltern 550 Euro ausgeben, damit das Kind stur einer Anleitung folgt? Dabei lernt es exakt gar nichts.

Steht ja auch nirgends, dass man das auch in Python nutzen kann. Warum auch? Das ist Kinderspielzeug und dafür reicht Blockly allemal. Den schlichten Gemütern reicht das, die Cleverles kommen auch ohne Tutorial weiter.
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von sven » 27 Dez 2021, 09:50

Hallo!

@Mog:
Du siehst die Baukästen also nicht für Kinder die gerne was lernen wollen, sondern für Profis die Programmiersprachen beherrschen?
Die Zielgruppe sind aber Kinder.

ft hat ganz klar auch Python in RoboPro Coding drin
Hätten sie also dann besser weglassen sollen.
Scratch muss man übrigens auch erst lernen.
Ohne Tutorial geht das nicht.

Das alles hat mit Möchtegerns nichts zu tun.
In Bezug auf Python bringt ein allgemeines Tutorial nichts.
Das muss in Bezug auf ft und dem TXT 4.0 gemacht sein.

Bedenke auch, das es unterschiedliche Lerntypen gibt.
Das allerbeste ist, wenn jemand der es kann es in Ruhe erklärt. Schritt für Schritt.

Es ist nicht Ziel eines fertigen Baukastens sich irgendwelche Tutorials zusammen zu googeln.
Wir reden von teuren Lernbaukästen.
Dann kann man besser nen Kosmos Kasten nehmen wo das entsprechende Lehrbuch dabei ist.
Um Welten günstiger ist der Kasten auch.

Gruß
sven
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von MasterOfGizmo » 27 Dez 2021, 10:39

Eine Blockly-Anleitung ist doch dabei. Das ist der Teil für Kinder und Lehrer.

Und wer tatsächlich etwas praktisches lernen will, der wird sich mit etwas Interesse auch in Python zurecht finden. Es geht dabei tatsächlich auch um die Fähigkeit, selbst Dinge zu erarbeiten, zu begreifen und zu übertragen. Wo Dirk definitiv Recht hat: das Wissen ist bereits da. Man muss es nur finden.
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von Dirk Fox » 27 Dez 2021, 12:54

Hallo Sven,
sven hat geschrieben:
27 Dez 2021, 09:50
Scratch muss man übrigens auch erst lernen.
Ohne Tutorial geht das nicht.
bringst Du da gerade etwas durcheinander?
Scratch wird von ROBO Pro Coding nicht unterstützt und läuft (bisher) auch nicht mit dem TXT 4.0.
sven hat geschrieben:
27 Dez 2021, 09:50
Das allerbeste ist, wenn jemand der es kann es in Ruhe erklärt. Schritt für Schritt.
Die Einschätzung teile ich nicht, und meine Erfahrung spricht auch dagegen. Den besten und nachhaltigsten Lernerfolg hat man, wenn man sich Dinge selbst erarbeitet. Da ist die Möglichkeit, eine Frage im Forum zu stellen, viel wichtiger als eine Anleitung, nach der es jeder "nachmachen" kann. Denn "Nachmachen" hat mit "Können" oft wenig gemein.
sven hat geschrieben:
27 Dez 2021, 09:50
Die Zielgruppe sind ja Kinder.
Genau. Und die lernen unfassbar schnell. Selbständig. Das habe ich mit meinen eigenen Kindern und (bis zu Beginn der Pandemie) mit einigen hundert Schülerinnen und Schülern in den fischertechnik-AGs und in Workshops erlebt. Tutorials liest von denen keiner: Die legen los und probieren aus. Und bekommen Dinge hin, auf die wir nie gekommen wären. Das sehe ich wie MoG - das ist wahres Lernen.

Beste Grüße,
Dirk

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Re: Robotics Hightech

Beitrag von MasterOfGizmo » 27 Dez 2021, 13:31

sven hat geschrieben:
27 Dez 2021, 09:50
Das allerbeste ist, wenn jemand der es kann es in Ruhe erklärt. Schritt für Schritt.
Auf die Weise entsteht aber keine Innovation. Sicher wird 99% des Wissens weitergegeben, sonst würden wir ständig von vorne beginnen. Aber ab einem gewissen Punkt ist es wichtig, zu lernen, wie man das letzte Prozent aus eigenem Antrieb geht. Und das lernt man nicht mit Tutorials, sondern indem man ins kalte Wasser springt.
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Re: Robotics Hightech

Beitrag von sven » 27 Dez 2021, 13:41

Hallo!
bringst Du da gerade etwas durcheinander?
Scratch wird von ROBO Pro Coding nicht unterstützt und läuft (bisher) auch nicht mit dem TXT 4.0.
Stimmt, ich meint Blockly.
Die Einschätzung teile ich nicht, und meine Erfahrung spricht auch dagegen. Den besten und nachhaltigsten Lernerfolg hat man, wenn man sich Dinge selbst erarbeitet. Da ist die Möglichkeit, eine Frage im Forum zu stellen, viel wichtiger als eine Anleitung, nach der es jeder "nachmachen" kann. Denn "Nachmachen" hat mit "Können" oft wenig gemein.
Natürlich muss man mal was selber machen. Dazu gehören Aufgaben in ein Tutorial und natürlich die Lösungen mit Erklärungen, damit man überprüfen kann, oder wenn man absolut nicht klarkommt nachschauen kann.
Aber generell sich alles selber erarbeiten, das ist der komplett falsche Weg.
Das wird heute leider generell sehr viel praktiziert.
Man sollte nicht vergessen das es verschiedene Lerntypen gibt.
Eben Menschen die sich selber alles aneignen können und eben anderen die einen Lehrer brauchen der den Stoff erklärt.
Der Lerntyp der mit einem Lehrer am besten zurecht kommt, bei dem bleibt das dann auch sitzen und er versteht den Stoff dann.
Wenn man dem ein Script an die Hand gibt und sagt mach mal, dann ist er i.d.R. am Ende so schlau wie vorher.
Auch dauert selber aneignen immer um Welten länger.

Wenn man sich aber selber etwas erarbeiten soll, ist ein richtig gutes Script nötig.
Ich hatte das früher mal in einem CAD Lehrgang. Da musste man alles selber machen, es war aber jemand da der am Anfang erst mal eine kurze Enführung gab und dann immer für Fragen zur Verfügung stand.
Die Script zum selber lernen waren super ausführlich.
Klicken Sie auf den Button ..., dann klicken sie hier ... nun machen sie das und das.
So Kapitel für Kapitel und immer Aufgaben um zu üben.
Genau. Und die lernen unfassbar schnell. Selbständig. Das habe ich mit meinen eigenen Kindern und (bis zu Beginn der Pandemie) mit einigen hundert Schülerinnen und Schülern in den fischertechnik-AGs und in Workshops erlebt.
Schule ist wieder was anderes als zu Hause.
In der Schule ist ein Lehrer da, der unterrichtet und jederzeit Fragen beantwortet.
Der Lehrer hat in der Regel vorher schon theoretischen Unterricht gemacht.
Oder in der AG eben eine Person die die AG leitet.

Dieses selbständige lernen in den Schulen ist der komplett falsche Weg.
Ich habe oft genug mitbekommen, das die Kinder dann zu Hause mit den Eltern sitzen und die denen das Wissen beibringen müssen.
Das ist aber Aufgabe der Lehrer, nicht der Schüler.
Man kann sich selber mal was aneignen, aber dazu muss man die Grundlagen erlernt haben.

PS:
Ich selber unterrichte oft bei der VHS.
Selber lernen wird es bei mir nie geben.
Ich frage am Ende des Kurses die Teilnehmer immer sie zum Kurs meinen, ob ich was verbessern kann, ob was schlecht war, usw.
Habe dann immer gefragt ob selber lernen, was heute ja leider an der Tagesordnung ist, etwas wäre.
Das ich dann eben nur für Fragen zur Verfügung stehe.
Das wird grundsätzlich immer verneint. Die Leute zahlen Geld für den Kurs und wollen einen Dozenten der erklärt und das Wissen gut rüberbringt.
Die VHS hat sogar negative Erfahrungen mit Kursen per Videokonferenzsoftware gemacht. Da wurden wenige angeboten, aber es wurde lt. VHS schlecht angenommen. Die Leuten sagen alle wir wollen einen Dozenten der uns unterrichtet im Raum. Also persönlich.

Gruß
sven
Dieses Posting gibt ganz allein meine persönliche Meinung wieder!

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