Warum (nicht) ft? Why (not) ft?

Alles rund um TX(T) und RoboPro, mit ft-Hard- und Software
Computing using original ft hard- and software
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hmhm
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Warum (nicht) ft? Why (not) ft?

Beitrag von hmhm » 10 Jun 2015, 15:44

Hallo zusammen,

ich suche nach dem 'perfekten Einstieg in die Robotik-Welt.
Mich würden euere Gründe interessieren, weshalb man sich für ft entscheiden sollte und nicht zB für Lego Mindstorms oder gleich alles selber machen mit Arduino, Raspberry Pi + co.

danke!

Hi all,

I'm looking for the 'perfect' start into robotics.
I wonder why use fi and not e.g. Lego Mindstorms or do everything by your own using e.g. Ardunino, Rasoberry Pi, etc.

Thanks!

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Kalti
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Re: Warum (nicht) ft? Why (not) ft?

Beitrag von Kalti » 10 Jun 2015, 19:13

Hallo

+fischertechnik ist kompatibel zu vielen nicht ft-Sensoren und ist dabei auch ziemlich robust Kurzschlussschutz....
+Die standard-Programmierung (RoboPro) ist im Gegensatz zu L.. sehr praxisnah und doch relativ einfach.
+Man lernt tatsächlich wie die Sensoren und Aktoren (Motoren, Ventile, Lampen,...) angeschlossen werden nicht mit so "komischen" RJ45 Steckern die leicht brechen.
+Große Teilevielfalt von klein bis Groß und damit verbundene Möglichkeiten zu konstruieren.

Mit L.. ist ein solches Modell (Nur ft-Teile, mit RoboPro programmiert, und Dimension,...) sowie auch viele andere Modelle nicht oder nur sehr schwer möglich.
https://www.youtube.com/watch?v=CsctisHzLh4

Es gibt natürlich auch ein paar Nachteile.

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Andre
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Re: Warum (nicht) ft? Why (not) ft?

Beitrag von Andre » 10 Jun 2015, 22:42

Man muss eigentlich zwei Dinge differenzieren:
- Die Modelle selbst
- deren Ansteuerung

Bei den Modellen hat Fischertechnik eine bessere Stabilität als Lego (Verbindungen sind auf Zug belastbar). Die Kompatibilität mit professionelleren Alurahmensystemen (OpenBeam) mit Verschraubung lässt noch mal stabilere Modelle zu.
Dennoch hat man schnell Modelle aufgebaut und Dinge ausprobiert.
Natürlich kann man auch Modelle ganz selbst bauen, mit Sperholz, Alu, 3d-gedruckten Bauteilen - dann muss man aber vorher einen genauen Plan für das Modell haben, nachträgliche Änderungen sind schwerer. Da geht viel spontanität und "einfach mal ausprobieren" verloren.
Es hindet einen aber keiner, etwas erst mit Fischertechnik aufzubauen und dann zu überlegen, ob man das ganze nicht als leichteres, verbessertes Modell individuell fertigt. Quasi FT als Rapid-Prototyping.

Bei der Ansteuerung kann man beide Wege gehen, wenn man sich z.B. mit Arduinos gut auskennt. Für Einsteiger ist die Programmierung in RoboPro aber einfacher und schneller. Auch hier hindert einen keiner daran, zunächst mit RoboPro die Funktionen zu testen und wenn alles prinzipiell funktioniert, die Ansteuerung von einem Arduino machen zu lassen. Man kann aber - wenn man keine Encodermotoren nutzt - einen Arduino auch mit RoboPro verwenden (nur onlineverbindung), wenn dieser ein älteres "intelligent-Interface" emuliert.
Tatsächlich ist im Bereich der Steuerung gerade mit Arduinos und H-Bridges spottbillig eine FT-Steuerung möglich (mit Versand aus China... gibts Arduino Micro pro Nachbauten schon für 2€ inkl Versand, Doppel-H-Bridges für 3€). Ich selbst bin dabei mir damit Erweiterungen für den RoboTX zu basteln.
Auch hier wieder die Frage: Schnell Ideen umsetzen, schnell auch mal die Software anpassen, geht einfacher mit RoboPro.

Beides ist unabhängig möglich: FT-Modelle kann man auch mit Selbstbau-Elektronik ansteuern und mit FT-Elektronik kann man auch anderweitig gebaute Modelle steuern. Ich selbst sehe da kein entweder-oder. Grundsätzlich FT für Modelle und Software, aber eigene Spezialbauteile im Modell (Alurahmen, nicht.FT Magnetventile, Flachsauger und Vakuumpumpe, Schrittmotoren aus alten 5 1/4 Diskettenlaufwerken, Zahnriemen aus defekten Duckern, i2c-Sensoren...) und auch eigene Ansteuerelektronik (von mit Arduino aufgemotzten FT-Interfaces von 1985 (Fishduino) über Arduinos zur Motorsteuerung mit H-Bridges, Tastaturen für Eingaben, Touchdisplays bis zum Einbau eines WindowsTablets direkt ins Modell und Kopplung verschiedener Programme via AutoIt) steht alles auf meinem Plan für die nächsten Monate und Jahre.

Das tolle an FT ist eben die Flexibilität bei hoher Stabilität. Lego kann da nicht mithalten, auch wenns ebenfalls ein tolles Spielzeug ist.
Selber verwende ich überwiegend alte FT, einzig der RoboTX ist etwas neuer. Damit ist das finanziell auch nicht soo extrem belastend.
Momentan ist allerdings - darauf sollte man achten - mit dem neueren TXT nicht alles möglich, was der TX kann (i2c). Da warten alle noch dringend auf ein Firmwareupdate. Willst Du sofort in freie Erweiterbarkeit einsteigen, muss man momentan noch zum TX raten.

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Dirk Fox
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Re: Warum (nicht) ft? Why (not) ft?

Beitrag von Dirk Fox » 11 Jun 2015, 17:51

Hallo hmhm,

zu der Frage gab es schon eine Reihe von intensiv diskutierten Threads - vielleicht hilft der hier:
viewtopic.php?f=21&t=2795

Beste Grüße,
Dirk Fox

hmhm
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Re: Warum (nicht) ft? Why (not) ft?

Beitrag von hmhm » 15 Jun 2015, 17:03

Hallo zusammen,

vielen Dank schon mal für die Rückmeldung und die Anregungen - auch wenn ich nicht alle Begriffe verstanden habe ;-) werde diese aber noch nachschlagen.
Tatsächlich is es als Gemeinschaftsprojekt gedacht (Kind + Erw). Daher dachte ich auch, dass evtl. eine mehr grafische Programmierung evtl. einen einfacheren Einstieg bietet (wobei mir die "normale näher ist). Allerdings fand ich die bei L zB dann irgendwie zu abstrakt / high level - so dass ich mich frage, ob da überhaupt noch das Verständnis für die Zusammenhänge im Hintergrund vermittelt wird.
Beim "alles selber" sehe ich auch etwas das Problem, was die Teile (Zahnräder, Räder, Greifer, ...) angeht - wobei ihr ja geschrieben hattet dass man da evtl auch ft kombinieren kann. Das Teile-Thema fand ich bei L eigentlich das interessanteste - nicht nur weil wir akt. davon am meisten haben - sondern auch weil es da interessante Bücher über Mechanik, Getriebe etc speziell auch für Robotik gibt.
Auf lange Sicht soll es dann evtl. in Richtung Tauchroboter o.ä. gehen - aber das ist noch ein weiter Weg.

Interessant fand ich auf jeden Fall die Idee ft als eine Art Prototyp-Umgebung zu verwenden. Evtl gehts ja wirklich in die Richtung. Im Moment schreckt mich nur ein Wenig ab, dass es wohl was die Entwicklung / zugesagte Features angeht wohl etwas zögerlich voran geht...?

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