Winde für eine Kette
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FabianHaasKL
- Beiträge: 60
- Registriert: 27 Dez 2022, 17:08
Winde für eine Kette
Moin moin,
Ketten als Zugmittel sind bei Kränen sehr selten, ich kenne tatsächlich nur einen Kran bei dem das umgesetzt wurde: das ist der historische 150t Kran von 1888 in Hamburg. Es liegt an einigen Nachteilen, die eine Kette mit sich bringt; obwohl die mögliche Zuglast höher ist als bei einem Seil -- wenigstens bei den Stahlseilen von 1888.
Nach dem ich mich ausführlich über die Schwierigkeiten, die eine Kette im Modell mit sich bringt ausgelassen habe, ging es wie immer: kaum ist der ft:pedia Artikel abgeschickt und verfügbar (in ft:pedia 2-2026, der Hamburger 150t Kran), schon hat man eine Idee wie es doch geht!
Hier also eine mögliche Lösung für eine Kettenwinde. Die Kette muss ja beim Hochziehen irgendwohin.
Einfache Konstruktion: Zwei Drehscheiben 60 über kurze Achsen verbunden, wo bei alle Achsen zusammen den Körper der Winde bilden. Mit dem gelben Baustein 7,5 und zwei Fördergliedern ist die Kette dann befestigt (hatte lange keine Idee, wie ich die Kette da in der Nabe befestigen sollte). Durch die Achsen wird das freie Drehen des Bausteins 7,5 verhindert.
Die beiden schwarzen Zahnräder 15 und die Seilroillen 21 dienen als Führung, da ich auf eine durchgehende Achse verzichtet habe.
Die Winde funktioniert so weit prima, insofern habe ich den Kettenbunker im 150t Kran ersetzt. Es bleibt aber, dass da schnell ein sehr grosser Durchmesser zusammenkommt, einfach weil die Kette sehr dick ist - im Vergleich zu einem Seil. Daher ist die Kapazität der Winde beschränkt und somit auch der Hubweg. Nicht alle Probleme lassen sich lösen, immerhin eine Winde für eine Kette gibt es jetzt.
Weiter viel Spass!
F
Ketten als Zugmittel sind bei Kränen sehr selten, ich kenne tatsächlich nur einen Kran bei dem das umgesetzt wurde: das ist der historische 150t Kran von 1888 in Hamburg. Es liegt an einigen Nachteilen, die eine Kette mit sich bringt; obwohl die mögliche Zuglast höher ist als bei einem Seil -- wenigstens bei den Stahlseilen von 1888.
Nach dem ich mich ausführlich über die Schwierigkeiten, die eine Kette im Modell mit sich bringt ausgelassen habe, ging es wie immer: kaum ist der ft:pedia Artikel abgeschickt und verfügbar (in ft:pedia 2-2026, der Hamburger 150t Kran), schon hat man eine Idee wie es doch geht!
Hier also eine mögliche Lösung für eine Kettenwinde. Die Kette muss ja beim Hochziehen irgendwohin.
Einfache Konstruktion: Zwei Drehscheiben 60 über kurze Achsen verbunden, wo bei alle Achsen zusammen den Körper der Winde bilden. Mit dem gelben Baustein 7,5 und zwei Fördergliedern ist die Kette dann befestigt (hatte lange keine Idee, wie ich die Kette da in der Nabe befestigen sollte). Durch die Achsen wird das freie Drehen des Bausteins 7,5 verhindert.
Die beiden schwarzen Zahnräder 15 und die Seilroillen 21 dienen als Führung, da ich auf eine durchgehende Achse verzichtet habe.
Die Winde funktioniert so weit prima, insofern habe ich den Kettenbunker im 150t Kran ersetzt. Es bleibt aber, dass da schnell ein sehr grosser Durchmesser zusammenkommt, einfach weil die Kette sehr dick ist - im Vergleich zu einem Seil. Daher ist die Kapazität der Winde beschränkt und somit auch der Hubweg. Nicht alle Probleme lassen sich lösen, immerhin eine Winde für eine Kette gibt es jetzt.
Weiter viel Spass!
F
Re: Winde für eine Kette
Hallo Fabian,
Deinen Kran in der ftpedia habe ich bisher nur flüchtig angeschaut. Er sieht aber klasse aus!
Eine Kettenwinde würde ich grob wie folgt bauen, weiß aber nicht, ob Dir das irgendwie nützt:
Wenn wenig Kette auf der Trommel ist, ist der Radius klein, wenn viel Kette auf der Trommel ist, deutlich größer. Das wirkt sich natürlich aufs Drehmoment und auf die Hebegeschwindigkeit aus. Wenn die Trommel fast leer ist, hebt man langsamer und kräftiger, wenn die Trommel voller wird, schneller und schwächer.
Du lenkst oft die Richtung von Ketten mit Zahnrädern Z15 um. Als Tipp hier: Die Kette läuft reibungsfreier über die großen Seilrollen (spart den Widerstand beim Aus- und Einhaken). Probiere einfach mal aus, ob Dir das etwas nützt.
Viele Grüße
Thomas
Deinen Kran in der ftpedia habe ich bisher nur flüchtig angeschaut. Er sieht aber klasse aus!
Eine Kettenwinde würde ich grob wie folgt bauen, weiß aber nicht, ob Dir das irgendwie nützt:
Wenn wenig Kette auf der Trommel ist, ist der Radius klein, wenn viel Kette auf der Trommel ist, deutlich größer. Das wirkt sich natürlich aufs Drehmoment und auf die Hebegeschwindigkeit aus. Wenn die Trommel fast leer ist, hebt man langsamer und kräftiger, wenn die Trommel voller wird, schneller und schwächer.
Du lenkst oft die Richtung von Ketten mit Zahnrädern Z15 um. Als Tipp hier: Die Kette läuft reibungsfreier über die großen Seilrollen (spart den Widerstand beim Aus- und Einhaken). Probiere einfach mal aus, ob Dir das etwas nützt.
Viele Grüße
Thomas
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FabianHaasKL
- Beiträge: 60
- Registriert: 27 Dez 2022, 17:08
Re: Winde für eine Kette
Hallo Thomas,
danke für die Tipps und die Kompliment zum Kran.
Den Kran habe ich soweit abgeschlossen, da werde ich nicht mehr ran gehen - vermutlich, man weiss ja nie. Deine Lösung ist halt deutlich klobiger, würde nicht in den Kranrahmen reinpassen. Ob das ohne durchgehende Metallachse halten würde, weiss ich nicht.
Das mit dem Drehmoment stimmt natürlich, unabhängig von der Art der Winde. Vllt ist dann eine anfangs größerer Durchmesser vorteilhaft. Dann fällt der prozentuale Durchmesserzuwachs geringer aus.
Das mit den Seilrollen stimmt, allerdings führen die Z15 die Kette besser. Von den Seilrollen springt die Kette gerne mal ab, oder verrutscht, von daher nehme ich die Reibung gerne in Kauf.
Schick! F
danke für die Tipps und die Kompliment zum Kran.
Den Kran habe ich soweit abgeschlossen, da werde ich nicht mehr ran gehen - vermutlich, man weiss ja nie. Deine Lösung ist halt deutlich klobiger, würde nicht in den Kranrahmen reinpassen. Ob das ohne durchgehende Metallachse halten würde, weiss ich nicht.
Das mit dem Drehmoment stimmt natürlich, unabhängig von der Art der Winde. Vllt ist dann eine anfangs größerer Durchmesser vorteilhaft. Dann fällt der prozentuale Durchmesserzuwachs geringer aus.
Das mit den Seilrollen stimmt, allerdings führen die Z15 die Kette besser. Von den Seilrollen springt die Kette gerne mal ab, oder verrutscht, von daher nehme ich die Reibung gerne in Kauf.
Schick! F
Re: Winde für eine Kette
Ja, da stimme ich zu. Man bekommt auch bei meiner Lösung nur wenig Kette mehr aufgewickelt. Also ist Deine Lösung eigentlich in jeder Hinsicht besser und mein Foto war überflüssig.FabianHaasKL hat geschrieben: ↑03 Jul 2026, 11:46Das mit dem Drehmoment stimmt natürlich, unabhängig von der Art der Winde. Vllt ist dann eine anfangs größerer Durchmesser vorteilhaft. Dann fällt der prozentuale Durchmesserzuwachs geringer aus.
Re: Winde für eine Kette
Es geht doch um zwei Funktionen: das Gewicht anheben und die Kette aufwickeln. Die müssen nicht vom selben Mechanismus ausgeführt werden. Sprich: aufteilen in:
Harald
- einen Antrieb mit viel Wumms, der die Kette maßgeblich bewegt. Da ist das Drehmoment dann auch immer gleich, egal wieviel von Kette aufgewickelt ist.
- einen Antrieb, der gerade so ausreicht, um das unbelastete Kettentrum hinter dem Antrieb auf die Rolle zu spulen -- nicht mehr. Das Abspulen kann gegen den laufenden Spulantrieb geschehen, wenn der hinreichend viel Schlupf hat und/oder zur Drehung gegen seine Arbeitsrichtung gezwungen werden kann, z.B. ein Minimot ohne Schnecken im Strang. Nummer zwo kann auch einfach ein Gewicht am langen Seil sein, das auf dieselbe Achse gewickelt wird.
Harald
--- Ich liebe es, wenn ein Modell funktioniert. ---
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FabianHaasKL
- Beiträge: 60
- Registriert: 27 Dez 2022, 17:08
Re: Winde für eine Kette
Hi Thomas, hier ist nichts überflüssig, Deine Lösung ist vllt genau die richtige Lösung/Inspiration für eine andere Situation. Besser und Schlechter hängt ja auch immer von den Kriterien ab, die man anwendet. Also sehr relativ bzw situationsgebunden. Hier kann man also alles präsentieren. Auf die Rastachsen bin ich ja nicht gekommen...
Zuletzt geändert von FabianHaasKL am 03 Jul 2026, 17:40, insgesamt 1-mal geändert.
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FabianHaasKL
- Beiträge: 60
- Registriert: 27 Dez 2022, 17:08
Re: Winde für eine Kette
Absolut richtig. Ich habe es im Kranmodel einfach mit Kettenbunker gelöst, wo sie nach dem Antrieb (ja ich habe es mal wieder nicht motorisiert... ) einfach reinfällt. Passt soweit. Dann blieb einfach die Frage in der Luft hängen, ob/wie man so ein Art Winde für eine Kette hinbekommt ... Prima Diskussion!Harald hat geschrieben: ↑03 Jul 2026, 17:15Es geht doch um zwei Funktionen: das Gewicht anheben und die Kette aufwickeln. Die müssen nicht vom selben Mechanismus ausgeführt werden. Sprich: aufteilen in:
- einen Antrieb mit viel Wumms, der die Kette maßgeblich bewegt. Da ist das Drehmoment dann auch immer gleich, egal wieviel von Kette aufgewickelt ist.
Gruß,
- einen Antrieb, der gerade so ausreicht, um das unbelastete Kettentrum hinter dem Antrieb auf die Rolle zu spulen -- nicht mehr. Das Abspulen kann gegen den laufenden Spulantrieb geschehen, wenn der hinreichend viel Schlupf hat und/oder zur Drehung gegen seine Arbeitsrichtung gezwungen werden kann, z.B. ein Minimot ohne Schnecken im Strang. Nummer zwo kann auch einfach ein Gewicht am langen Seil sein, das auf dieselbe Achse gewickelt wird.
Harald
- steffalk
- ft:pedia-Herausgeber
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- Registriert: 01 Nov 2010, 16:41
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Re: Winde für eine Kette
Tach auch!
Das geht auch echt "billig": https://ftcommunity.de/bilderpool/model ... 975/46822/
Gruß,
Stefan
Das geht auch echt "billig": https://ftcommunity.de/bilderpool/model ... 975/46822/
Gruß,
Stefan