Liebe ft-Fans,
für (und als) Uhrenliebhaber (-nerd?) habe ich jetzt endlich meine 50-Hz-Synchronuhr mit Stirnradgetriebe (ft:pedia 4/2021) mit der "springenden Minute" (Schrittschaltwerk mit Malteserschaltrad, ft:pedia 1/2017) und einer Mondphasenanzeige (ft:pedia 2/2022) mit Präzisionsgetriebe (ft:pedia 1/2026) ausgestattet.
Das Getriebe umfasst 42 (sic!) Zahnräder.
Die 180.000 Schwingungen des 50-Hz-Netzteils pro Stunde werden 1:6, 1:25 (erstes Differentialgetriebe), 1:4 und 1:5 (zweites Differentialgetriebe) auf eine Achsumdrehung pro Minute ins Langsame übersetzt. Diese Achse treibt das Maltesergetriebe an (1:6), das anschließend 1:5 (drittes Differentialgetriebe) und 1:2 auf eine Umdrehung pro Stunde untersetzt wird. Der Minutenzeiger bewegt sich nach 50 Sekunden für die Dauer von 10 Sekunden eine Minuteneinheit weiter ("springende Minute").
Die Umdrehung der Stundenachse wird dann von dem in ft:pedia 1/2026 beschriebenen Mondphasengetriebe (Lunation von 29,53125 Tagen) im Verhältnis 1:118,125 (zwei weitere Differentialgetriebe: 1:7, 1:5; drei Stirnradgetriebe 2:3) ins Langsame übersetzt. Allerdings muss ich in 122 Jahren daran denken, die Mondphasenanzeige um einen Tag nachzustellen - erinnert mich jemand bitte daran?
Das Modell bringe ich zum diesjährigen FanClub-Tag im Waldachtal mit.
Herzliche Grüße
Dirk
Edit: Links ergänzt.
50-Hz-Uhr mit springender Minute und Mondphasenanzeige
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50-Hz-Uhr mit springender Minute und Mondphasenanzeige
Zuletzt geändert von Dirk Fox am 06 Mai 2026, 08:28, insgesamt 1-mal geändert.
- fishfriend
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Re: 50-Hz-Uhr mit springender Minute und Mondphasenanzeige
Hallo...
Wirklich ein sehr schönes Modell !
Wenn ich die Mondphasen sehe, denke ich immer an astronomische Uhren, wie z.B. die im Dom von Münster. Wobei die eine andere Anzeige nutzt, aber so Spielereien hat wie z.B. den Gott Chronos, der jede 15 Minunten das Uhrenglas umdreht, den Sonnenstand anzeigt...
Ist schon interessant für die damalige Zeit, dass sowas in einer Kirchenuhr möglich war - auch technisch.
Nun kann ich mir bei dir gut voestellen, das du bestimmt noch weitere Ideen hast, wie man diese Uhr erweitern kann
Mit freundlichen Grüßen
Holger
Wirklich ein sehr schönes Modell !
Wenn ich die Mondphasen sehe, denke ich immer an astronomische Uhren, wie z.B. die im Dom von Münster. Wobei die eine andere Anzeige nutzt, aber so Spielereien hat wie z.B. den Gott Chronos, der jede 15 Minunten das Uhrenglas umdreht, den Sonnenstand anzeigt...
Ist schon interessant für die damalige Zeit, dass sowas in einer Kirchenuhr möglich war - auch technisch.
Nun kann ich mir bei dir gut voestellen, das du bestimmt noch weitere Ideen hast, wie man diese Uhr erweitern kann
Mit freundlichen Grüßen
Holger
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TX-Light: Arduino und ftduino mit RoboPro
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- Dirk Fox
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Re: 50-Hz-Uhr mit springender Minute und Mondphasenanzeige
Hallo Holger,
Danke für Deine Rückmeldung!
Die astronomischen Uhren haben übrigens einen ganz frühen Vorläufer - den Antikythera-Mechanismus, ein Planetarium, das auf das erste Jahrhundert vor Christus datiert wurde. Es enthielt rund 40 Zahnräder (aus Metall!) und konnte Mond- und Sonnenfinsternisse voraussagen sowie den Verlauf der Planeten darstellen. Im Sonnenzeiger steckte eine Mondkugel, die die Mondphasen anzeigte. Ein Beispiel für technische Kenntnisse (wahrscheinlich der Griechen), die in der Geschichte komplett verloren gingen - und erst weit über tausend Jahre später in Europa "wiederentdeckt" wurden. Die Mondphase wurde jedoch nach dem Meton-Zyklus aus der Sonnenbewegung abgeleitet (19 Sonnenjahre = 254 Mondumläufe), nicht aus der Erddrehung (Tage/Stunden).
Weitere Komplikationen könnte man in die Uhr einbauen; ein anschließbares Kalenderwerk (Wochentag, Monat, Jahr) habe ich in der ft:pedia 2/2022 beschrieben. Nett wären noch ein Schlagwerk (wie in Thomas Püttmanns wundervoller Turmuhr in unserem Technikgeschichte-Buch) und ein Kuckuck (wie in Peter Damens Kuckucksuhr).
Herzlicher Gruß
Dirk
Danke für Deine Rückmeldung!
Die astronomischen Uhren haben übrigens einen ganz frühen Vorläufer - den Antikythera-Mechanismus, ein Planetarium, das auf das erste Jahrhundert vor Christus datiert wurde. Es enthielt rund 40 Zahnräder (aus Metall!) und konnte Mond- und Sonnenfinsternisse voraussagen sowie den Verlauf der Planeten darstellen. Im Sonnenzeiger steckte eine Mondkugel, die die Mondphasen anzeigte. Ein Beispiel für technische Kenntnisse (wahrscheinlich der Griechen), die in der Geschichte komplett verloren gingen - und erst weit über tausend Jahre später in Europa "wiederentdeckt" wurden. Die Mondphase wurde jedoch nach dem Meton-Zyklus aus der Sonnenbewegung abgeleitet (19 Sonnenjahre = 254 Mondumläufe), nicht aus der Erddrehung (Tage/Stunden).
Weitere Komplikationen könnte man in die Uhr einbauen; ein anschließbares Kalenderwerk (Wochentag, Monat, Jahr) habe ich in der ft:pedia 2/2022 beschrieben. Nett wären noch ein Schlagwerk (wie in Thomas Püttmanns wundervoller Turmuhr in unserem Technikgeschichte-Buch) und ein Kuckuck (wie in Peter Damens Kuckucksuhr).
Herzlicher Gruß
Dirk
Re: 50-Hz-Uhr mit springender Minute und Mondphasenanzeige
Lieber Dirk,
tolle Uhr!
Aber ich wiederhole gerne noch einmal meine Kritik an der MONDPHASEN-Anzeige,
https://forum.ftcommunity.de/viewtopic. ... 717#p71882
Ich frage Schüler und Studenten oft, wie die Mondphasen zustande kommen. Die erste Antwort ist immer: „Die Sonne schiebt sich zwischen Erde und Mond.“ Wenn ich dann nachfrage, wie das wohl passieren kann, kommt als nächstes: „Dann schiebt sich ein Planet zwischen Erde und Mond?“ Da wird dann der Antwortgeber selbst schon unsicher.
Diese Art von Mondphasenanzeigen befördern diese Fehlvorstellung.
Und macht Dir das Freude, auf Mondreste zu schauen, die aussehen, als hätte Krümmelmonster etwas abgebissen?
Es gibt keinen Halbmond bei Deiner Anzeige!
Es gibt wirklich keinen Grund, didaktisch solchen Unsinn in einem so schönen Modell zu transportieren.
Viele Grüße
Thomas
PS: Die Sonne können wir so sehen. Und zwar während der Sonnenfinsternis am 13. August. In Spanien total, hier nur partiell beobachtbar. Da schiebt sich dann tatsächlich ein Körper vor den anderen.
tolle Uhr!
Aber ich wiederhole gerne noch einmal meine Kritik an der MONDPHASEN-Anzeige,
https://forum.ftcommunity.de/viewtopic. ... 717#p71882
Ich frage Schüler und Studenten oft, wie die Mondphasen zustande kommen. Die erste Antwort ist immer: „Die Sonne schiebt sich zwischen Erde und Mond.“ Wenn ich dann nachfrage, wie das wohl passieren kann, kommt als nächstes: „Dann schiebt sich ein Planet zwischen Erde und Mond?“ Da wird dann der Antwortgeber selbst schon unsicher.
Diese Art von Mondphasenanzeigen befördern diese Fehlvorstellung.
Und macht Dir das Freude, auf Mondreste zu schauen, die aussehen, als hätte Krümmelmonster etwas abgebissen?
Es gibt keinen Halbmond bei Deiner Anzeige!
Es gibt wirklich keinen Grund, didaktisch solchen Unsinn in einem so schönen Modell zu transportieren.
Viele Grüße
Thomas
PS: Die Sonne können wir so sehen. Und zwar während der Sonnenfinsternis am 13. August. In Spanien total, hier nur partiell beobachtbar. Da schiebt sich dann tatsächlich ein Körper vor den anderen.
Zuletzt geändert von geometer am 06 Mai 2026, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
Re: 50-Hz-Uhr mit springender Minute und Mondphasenanzeige
Hier eine didaktisch korrekte Mondphasenanzeige, die noch locker hinten links auf Deine Platte passen würde.