Danke Thomas!
Mir ist beim Stöbern aufgefallen, dass es einen weiteren kombinatorischen Aspekt der Enigma I gibt, den man mit einer einzigen Walze nicht zeigen kann: Die Ringstellung konnte auch variiert werden (im Modell nicht abgebildet), nicht nur die Walzenstellung (das ist abgedeckt).
Ich lese es so, dass durch die Ringstellung der Schaltpunkt zur Drehung der jeweils nächsten Walze verschoben wurde.
Das könnte man in meinem Modell dadurch simulieren, dass man die 50mm Achsen in der Stützwalze durch 60mm Achsen ersetzt, nummeriert und jeweils die der Ringstellung entsprechende zu Taster 2 (grau, bisher nicht angeschlossen) hin (nach rechts) herausschiebt, während alle anderen nach links eingeschoben sein müssen. Etwas unelegant, würde aber der Funktion entsprechen.
Alternativ ersetzt man die eine 60mm Achse in der Stützwalze ebenfalls durch 50 mm und spendiert ein Z30, das man drehen kann, neben dem rechten "Stufenschalter Oberteil".
Das Z30 braucht in einem der 3 Löcher einen Stift, der den Taster betätigt. Idealerweise ergänzt man eine mechanischen Lösung, so dass das Z30 auch rastet (in einer von 8 Positionen am Umfang). Entscheidend ist das aber nicht, da die Schaltung der nächsten Walze ja nicht mechanisch sondern elektrisch erfolgt. Man müsste nur erkennen können, welche Ringstellung eingestellt ist.
Freilich braucht man mindestens eine zweite Walze, um den Effekt auch zeigen zu können.
Guten Rutsch!
fischertechnik mini Enigma
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- Dirk Fox
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Re: fischertechnik mini Enigma
Hallo Frank,
ganz großartig, Dein Modell! Jetzt verstehe ich, warum Du zwei Stufenschalter je Walze verwendest. Ich habe in meinen Experimenten versucht, die "andere Seite" des Stufenschalters als Teil der nächsten Walze zu verwenden - das hat aber nie so richtig elegant funktioniert. Deine Lösung gefällt mir viel besser.
Zur Ringstellung: Auf den Walzen der originalen Enigma waren Buchstaben abgebildet, über die die Starteinstellung der Walze gewählt wurde (der Tagesschlüssel). Es gab Enigma-Versionen, bei denen sich diese "Beschriftung" der Walze verstellen ließ; das war ein zusätzliches Geheimnis, das (neben den austauschbaren Walzen) einen Teil des Schlüssels darstellte, der in Codebüchern vermerkt war.
Übrigens besteht Deine Enigma genau genommen schon aus zwei Walzen - wenn Du Deine Umkehrwalze mitzählst.
Herzlicher Gruß
Dirk
ganz großartig, Dein Modell! Jetzt verstehe ich, warum Du zwei Stufenschalter je Walze verwendest. Ich habe in meinen Experimenten versucht, die "andere Seite" des Stufenschalters als Teil der nächsten Walze zu verwenden - das hat aber nie so richtig elegant funktioniert. Deine Lösung gefällt mir viel besser.
Zur Ringstellung: Auf den Walzen der originalen Enigma waren Buchstaben abgebildet, über die die Starteinstellung der Walze gewählt wurde (der Tagesschlüssel). Es gab Enigma-Versionen, bei denen sich diese "Beschriftung" der Walze verstellen ließ; das war ein zusätzliches Geheimnis, das (neben den austauschbaren Walzen) einen Teil des Schlüssels darstellte, der in Codebüchern vermerkt war.
Übrigens besteht Deine Enigma genau genommen schon aus zwei Walzen - wenn Du Deine Umkehrwalze mitzählst.
Herzlicher Gruß
Dirk
Re: fischertechnik mini Enigma
Hallo Dirk,
bin auch happy mit der Lösung. Die Stützwalze stört auch nicht wirklich. Der Reflektor ist halt baulich nicht getrennt, aber schon klar, mein Aufbau ist mit Umkehr. Danke für Deinen früheren Hinweis. Ich musste die Schaltung erst sehen, um zu verstehen, dass nur durch die Umkehrwalze bei gleicher Einstellung Verschlüsselung und Entschlüsselung funktionieren.
Nochmal zur Ringstellung:
Ich schließe auf die Funktion aus diesem Abschnitt im Wikipedia Artikel zur Enigma I:
"Ebenso bewirken die Ringe nur eine geringe kryptographische Stärkung des Verfahrens. Bei falscher Ringstellung der rechten Walze und ansonsten korrektem Schlüssel sind periodisch (Periodenlänge = 26 Buchstaben) bereits Klartextpassagen lesbar, die jeweils nach einigen Buchstaben immer wieder abreißen. Noch weniger wirkt der Ring der mittleren Walze, wobei hier die Periodenlänge 650 Buchstaben (25·26) beträgt. Die mittlere Ringstellung trägt somit zumeist überhaupt nicht zur Größe des Schlüsselraums bei, immer dann nämlich, wenn während des Spruchs kein Übertrag auf die linke Walze erfolgt"
Hieraus schließe ich, dass der Effekt aus der Verstellung des Übertrags auf die nächste Walze entsteht.
Woher hast Du die Info mit der Verdrehung der Anzeige?
Viele Grüße
Frank
bin auch happy mit der Lösung. Die Stützwalze stört auch nicht wirklich. Der Reflektor ist halt baulich nicht getrennt, aber schon klar, mein Aufbau ist mit Umkehr. Danke für Deinen früheren Hinweis. Ich musste die Schaltung erst sehen, um zu verstehen, dass nur durch die Umkehrwalze bei gleicher Einstellung Verschlüsselung und Entschlüsselung funktionieren.
Nochmal zur Ringstellung:
Ich schließe auf die Funktion aus diesem Abschnitt im Wikipedia Artikel zur Enigma I:
"Ebenso bewirken die Ringe nur eine geringe kryptographische Stärkung des Verfahrens. Bei falscher Ringstellung der rechten Walze und ansonsten korrektem Schlüssel sind periodisch (Periodenlänge = 26 Buchstaben) bereits Klartextpassagen lesbar, die jeweils nach einigen Buchstaben immer wieder abreißen. Noch weniger wirkt der Ring der mittleren Walze, wobei hier die Periodenlänge 650 Buchstaben (25·26) beträgt. Die mittlere Ringstellung trägt somit zumeist überhaupt nicht zur Größe des Schlüsselraums bei, immer dann nämlich, wenn während des Spruchs kein Übertrag auf die linke Walze erfolgt"
Hieraus schließe ich, dass der Effekt aus der Verstellung des Übertrags auf die nächste Walze entsteht.
Woher hast Du die Info mit der Verdrehung der Anzeige?
Viele Grüße
Frank