Elektronik-Einschubsystem

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Pinot
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Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von Pinot » 21 Jun 2022, 21:24

Wie schon in viewtopic.php?f=15&t=7293 erwaehnt bin ich am Ueberlegen wie und wo ich an meinem Portalkran die umfangreiche Elektronik am besten verstaue. Um den Zuleitungsaufwand gering zu halten waere die Montage irgendwo am Ausleger das zielfuehrendste. Nur das wird fuerchterlich bulky und sieht k.... aus. Naechster Ansatz: der separate Elektronikschrank, bzw. ein Einschubsystem. Und da steht jetzt der erste Prototyp.
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Die Tatsache, dass die Dicke der roten Grundplatte nicht in's ft-Raster passt, hat mich ganz schoen Nerven gekostet. Naheliegend waere gewesen, die Module an der Laengsseite der grossen Grundplatte anzuordnen. Nur das geht eben wg. mangelnder Rasterhaltigkeit nicht. Daher die gewaehlte Ausrichtung an der Stirnseite da ich so die Nuten der Basisplatte nutzen konnte, die Module gegeneinander auszurichten.

Im Moment existieren zwei Modultypen: eine H-Bruecke mit 10W (davon sind zwei eingeschoben) und eine Relaiskarte, die zwei Relais mit je zwei Umschaltern beherbergt. Der prinzipielle Aufbau ist im o.g. Thread schon einmal abgebildet. Fuer diese Module braucht's jetzt zwei Dinge: eine mech. Verriegelung und ein Konzept fuer die Kontaktierung.

Die Verriegelung ist recht grobschlaechtig geworden, erfuellt aber ihren Dienst und ist von vorne bedienbar. Aufgrund des monstroesen Hebels lassen sich nicht benoetigte Module nicht sonderlich gut stapeln. Jedoch fuehrte auch der Versuch den Verriegelungshebel in das Gehaeuse zu integrieren zu keiner sonderlich besseren Loesung fuer die Module.
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Fuer die Kontaktierung habe ich Originalteile von ft auf dem Gebrauchtmarkt gefunden, die sich supergut eignen. Die Anzahl der Federkontakte summiert sich aber doch und verlangt nach einem stabilen Aufbau des Ganzen, damit die Module sich nicht in ihren Schaechten asymmetrisch verschieben. Und bei ft gilt ja "Panta Rhei". Ein Modell, dass sich heute wunderbar winklig im Raster zeigt, kann morgen schon unschoen verschoben/verzogen daher kommen. Dies gilt es so gut es geht zu verhindern.
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Jetzt gilt es drei weitere Module zu integrieren. Ob ich dies in der "zweiten Etage" angehe oder einfach ein zweite Grundplatte dafuer nutze, ist noch offen.

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steffalk
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Re: Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von steffalk » 22 Jun 2022, 10:34

Tach auch!

Ach wie herrlich! Der 19"-Schrank (oder sind's Europakarten https://de.wikipedia.org/wiki/Europakarte ?) aus ft! Super gut.

Die Grundplatte ist doch genau 5 mm hoch, oder? Das müsste also mit BS5 gut ins Raster zu bringen sein.

Gruß,
Stefan

Jeroen Regtien
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Re: Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von Jeroen Regtien » 22 Jun 2022, 14:55

Hallo Pinot,

Sieht klasse aus! Dass sind schöne Module geworden.

Um schnell Elektronik Module ersetzen und verbinden zu können, habe ich nach einer integrierten Kabellösung gesucht. Das Flachkabel ist natürlich eine Option, aber ich finde die Stecker schwierig zu bedienen. Ein Standard Internet UTP-Kabel ist eine hervorragende Alternative. Pro Kabel können beispielsweise acht Verbindungen mit einem Strom von bis zu 500mA pro Leitung hergestellt und das Modul mit einem einfachen Klick angeschlossen werden.

Die Verbinder sind im Internet erhältlich (suche nach RJ45 schraube connector) und können mit doppelseitigem Klebeband an einer FT-Platte befestigt werden.

Grüße, Jeroen
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sven
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Re: Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von sven » 22 Jun 2022, 15:50

Hallo!

Das ist eine nette Idee. Habe grade mal gegoogelt, aber derzeit scheint es die Dinger nur bei Aliexpress (China) zum guten Preis zu geben.

Die Dinger gibts auch mit Sub-D und dann eben entsprechend viele Pole bei Pollin:
https://www.pollin.de/p/sub-d-kupplung- ... =fshopping

Das könnte nett sein, wenn man Modell und Interface verbinden will und schnell auf anderes Modell umstecken möchte.

Gruß
sven
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Re: Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von Bjoern » 22 Jun 2022, 16:22

Hi,

ein wenig Eigenwerbung, falls erlaubt.
Die Modell-Verbinder der Elektrofuzzis bieten max 12Pole an. 8 Kabel können an die vorhandenen Bundhülsen angeschlossen werden. Über die integrierten Servo Adapter kannst du dann weitere 4 Pins nutzen, da hier die Spannungen gebrückt sind.
https://gundermann-software.de/produkt/ ... uecke-5cm/

Björn

Pinot
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Re: Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von Pinot » 22 Jun 2022, 20:23

@Bjoern: schau doch mal in Deiner Kundenkartei, was der Thomas aus der Pfalz schon bei Dir bestellt hat ;-) Aber nicht fuer diesen Kran.

Denn ich brauch 28 Pole. Natuerlich nicht je Modul, sondern zur gesamten Steuerung. Bei den Moduleinschueben hab ich jetzt bis zu 12 Pole mit meiner Federkontakttechnik realisieren koennen. Eine echte Backplane wird das natuerlich nicht. D.h. ich werde "dedicated" Steckplaetze vorsehen muessen. Irgendwie will es mit nichr gelingen eine VG96-Messerleiste in ft zu realisieren ...

Der Plan ist i.d.T. die 28 Pole dann auf DSUB zu fuehren und dort ein passendes Gegenstueck mit Datenkabel anzuschliessen. Das Kabel soll dann in einer Energiekette entlang des Schienenwegs des Krans gefuehrt werden.

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elektrofuzzis
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Re: Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von elektrofuzzis » 23 Jun 2022, 18:21

Hi,

willst Du die Steuerung zwingend mit Silberlingen/diskreter Elektronik machen? In dem Fall würde ich auf die klassischen Steckverbinder aus der Eurokartenliga gehen. Die gibt es auch mit Lötanschlüssen, die mechanische Anbindung an ft würde ich mit dem 3D Drucker bauen.

Wenn es um den Kran geht (und nicht die klassische Schalttechnik), solltest Du mal über verteilte, kabellose kleine Controller nachdenken. Ein ftSwarm braucht nur eine Stromversorgung. Und je nach Modell nicht mal eine Programmierung.

### Achtung Spoiler ### Am Samstag gibt es die neue ft:pedia mit programmierfreien Controllern.

Gruss

Stefan

Pinot
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Re: Elektronik-Einschubsystem

Beitrag von Pinot » 23 Jun 2022, 21:40

Nee, ich hab zwei TXT am Werk, nebst unabhängiger Module, z.B. für Blinklampen. Wobei ich den I2C des TXT auch verteilen werde, um Steuerleitungen zu sparen.

Aber alleine vier Bewegungsachsen, zwei Hilfsmotore, ein paar Sensoren, VCC und GND doppelt ausgelegt. Da kommt was zusammen. Daher schleppt ein Kran „in echt“ seine Steuerung auch mit sich rum und bekommt nur die Energie per Zuleitung.

Gruß, Thomas

PS: Funkkommunikation find ich doof (außer für Fernsteuerungen). Aber das ist eine ganz persönliche Neurose ;-)

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