Bau Rührer?

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r_a_mueller
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Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 01 Dez 2016, 12:02

Hallo und guten Tag,
eigentlich verstehe ich kaum etwas von Fischertechnik. Ich habe aber mal gesehen, dass aus FT ganz verzwickte, technische Gegenstände gebaut werden. Vielleicht ist das für Einzelstücke einfacher und preiswerter als die feinmechanische Anfertigung in einer Werkstatt.
Wir (=www.oeko-sorpe.de) bereiten zur Zeit neue Schülerkurse vor, wofür bestimmte Labor-Rührgeräte gebraucht werden, zum Beispiel ein Doppelt-Magnetrührer. Wir haben zwar einige kommerzielle Geräte davon, aber die sind so groß, dass sie nicht eng genug (60 mm zwischen den Achsen) zusammengestellt werden können. Käufliche Fertiglösungen sind zu teuer. Ein FT-Gerät in ein Gehäuse einzubauen dürfte dagegen kein Problem sein. Ich habe mal eine grobe Handskizze eines solchen Geräts hier eingestellt, damit man sich ungefähr vorstellen kann, um was es geht: https://drive.google.com/file/d/0BzeIIz ... sp=sharing
Auf dem Dachboden habe ich ein FT-Kasten ausgegraben, den meine Kinder früher hatten. Von da her weiß ich, dass es Kettenräder und Kettenglieder gibt.
Ich weiß jedoch nicht, wie sich das kombinieren lässt und ob bzw. wo es die benötigten Einzelteile gibt, auch welche Teile das konkret sein müssten, weiß ich nicht. Ebenso ist mir unklar, welche Kunststoffe verwendet werden und ob man da etwas kleben kann (im hier aktuellen Fall z.B. die Magnete auf die Kettenräder). Gibt es evtl. auch Halteplatten, die als Lager für die Achsen dienen können? (Regelung des Motors (oder braucht man da noch ein Getriebe?) auf 1 bis 10 U/min kann hier problemlos realisiert werden)

Vielleicht kann Eure Expertise mir hier weiterhelfen? Ich würde mich über jeden Tipp freuen!

-richard

ThomasW
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von ThomasW » 01 Dez 2016, 13:54

Hallo

So ein Rührgerät zu bauen sollte kein allzu grosses Problem sein.

Hier noch einige Fragen:

Müssen sich die Magnete in dieselbe Richtung drehen oder ginge auch gegenläufig?
Gibt es Grössenbeschränkungen (v.a. Durchmesser) beim Teil, auf das der Magnet montiert wird?
Wie sieht es beim Platz für Motor und ein eventuelles Getriebe aus?

Gruss
Thomas

r_a_mueller
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 01 Dez 2016, 14:40

Drehrichtung der Magnete ist egal. Mit meiner gezeichneten Kettenlösung würden sie sich gleich drehen, mit Zahnrad natürlich gegenläufig. Ist aber egal.
Der Abstand der Achsen der beiden sich drehenden Scheiben soll ca. 60 mm betragen, sonst gibt es keine Beschränkungen. Auch der sonstige Platz (unter den Magneten) ist ziemlich wurscht.
Gruß,
-richard

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steffalk
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von steffalk » 01 Dez 2016, 17:50

Tach auch!

Ohne Zuviel verraten zu wollen, aber am 24.12. kommt die nächste ft:pedia http://www.ftcommunity.de/ftpedia heraus, die einen Betrag enthalten könnte, der etwas mit Deinem Problem zu tun haben könnte ;-)

Gruß,
Stefan

r_a_mueller
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 01 Dez 2016, 18:23

Ohne Zuviel verraten zu wollen
Das macht natürlich neugierig...

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DirkW
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von DirkW » 01 Dez 2016, 18:43

Hallo Richard,

das Rührgerät wurde schon gebaut mit fischertechnik. ;)
Schau einmal hier.

Magnetrührer

Beste Grüße
Dirk

Lars
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von Lars » 01 Dez 2016, 19:16

Hallo r_a_müller,

wenn es in der Schule eingesetzt werden soll, fragt es sich, ob Fischertechnik auf die Dauer standfest genug ist. Ich selbst bin mit einem Fischertechnik ordentlich umgegangen, aber an der unvermeidlichen Abnutzung der Kunststoffschnecken kann ich auch heute noch genau erkennen, welcher mein erster und welcher mein zweiter Fischertechnik-Motor war. Für die kleinen, von den Schnecken angetriebenen Ritzel gilt das Gleiche. Diese Abnutzung vollzog sich im Laufe von 10 Jahren durch ein einzelnes Kind bzw. Jugendlichen, also mich - es ist halt Kunststoff.

Bei einem Magnetrührer im täglichen Einsatz würde ich zu einer völlig verschleißfreien Variante raten, nämlich unter jedem Rührplatz ein paar im Kreis angeordnete Elektromagnete, die von einer Elektronik reihum mit Strom versorgt werden und so ein Drehfeld erzeugen. Dem folgt der Magnet oder auch ein geeignet ummanteltes Metallteil als Rührer im Gefäß.

Mit einem Microcontroller läßt sich das natürlich problemlos auch sehr komfortabel bedienbar machen. Wer da nicht einsteigen möchte, kann aber auch Logik-ICs oder eine vom Flip-Flop abgeleitete Schaltung mit diskreten Transistoren verwenden, um die Elektromagnete koordiniert ein- und auszuschalten.

Mit freundlichen Grüßen
Lars

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H.A.R.R.Y.
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von H.A.R.R.Y. » 02 Dez 2016, 07:17

Hallo zusammen,
r_a_mueller hat geschrieben:[...] Der Abstand der Achsen der beiden sich drehenden Scheiben soll ca. 60 mm betragen [...]
Quasi für ft gemacht. Mit zwei kämmenden Z40 bist Du sofort bei 60mm Achsabstand. Die Magnete drehen dann gegenläufig.
r_a_mueller hat geschrieben:[...] Von da her weiß ich, dass es Kettenräder und Kettenglieder gibt. [...]
Was Du als Kettenräder angesehen hast, sind normale Stirnzahnräder, die Kette paßt da auch drauf.
Lars hat geschrieben:[...] an der unvermeidlichen Abnutzung der Kunststoffschnecken [...]
Der Verschleiß an einer Schnecke läßt sich mit Kugellagervaseline (säurefrei und harzfrei) ganz schnell minimieren.
r_a_mueller hat geschrieben:[...] welche Kunststoffe verwendet werden und ob man da etwas kleben kann [...]
Der Kunststoff ist Nylon = Polyamid (vermutlich 6.0) aber geklebt habe ich noch nie. Angeblich geht Sekundenkleber und Heißkleber - aber wie lange das hält weiß ich nicht.
r_a_mueller hat geschrieben:[...] ob bzw. wo es die benötigten Einzelteile gibt [...]
http://www.d-edition.de (der derzeit offizielle Einzelteilhandel - aber nur aktuelle Sachen)
http://www.fischerfriendsman.de (der seriöse Gebrauchtteilehandel)
r_a_mueller hat geschrieben:[...] Regelung des Motors (oder braucht man da noch ein Getriebe?) auf 1 bis 10 U/min kann hier problemlos realisiert werden [...]
Also mit Schnecke (auf der Motorwelle) direkt auf ein Z40 gibt eine Untersetzung 40:1. Das wird nicht reichen, aber was genau als Getriebe rein muß hängt von den Motordaten ab. Welchen Motor hast Du denn? Eventuell hilft Dir diese Bauanleitung weiter weil Du einige von den Teilen in der Kiste Deiner Kinder findest?
r_a_mueller hat geschrieben:Gibt es evtl. auch Halteplatten, die als Lager für die Achsen dienen können?
Bauplatten, Bausteine, spezielle Achslagersteine, da gibt es soviel, daß eine Aufzählung hier den Rahmen sprengt. Im Prinzip alles was eine runde Nut hat (4mm Durchmesser). Für Anregungen siehe Bauanleitung oben.

Die Mimik läßt sich auch mit Antrieben aus dem aktuellen Lieferprogramm (oder Fremdfabrikaten) aufbauen, das müssen nicht die historischen Teile aus der Anleitung sein!

Grüße
H.A.R.R.Y.
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r_a_mueller
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 02 Dez 2016, 11:30

@ H.A.R.R.Y.:
Danke für die ausführlichen und konkreten Kommentare. Ich habe mir jetzt folgendes ausgedacht:
https://drive.google.com/file/d/0BzeIIz ... sp=sharing

Dabei bleiben noch ein paar Fragen offen:
1) Die Zahnräder 31022 haben dort, wo ich die Achse befestigen würde, "nichts", d.h., da müsste noch was eingebaut werden, wenn ich das richtig sehe. Aber was?
2) Achsen: welche? Rastachsen?
3) Unten mit Stellringen sichern?
4) Der Motor scheint passend zu sein, mit 1:50 komme ich auch auf die richtige Drehzahl (hatte leider in meinem ersten Posting U/min statt U/s angegeben: 1 bis 3 oder 4 U/s ist OK). Aber wie wird er befestigt? Das Foto auf fischerfriendman hilft leider nicht.
5) Montiert auf Steckbauplatte 37309, die ich aber leider nirgends finden konnte. Es ist aber kein Problem, hier eine passende MS- oder Al-Blechplatte zu fertigen.

Gruß,
-richard

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H.A.R.R.Y.
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von H.A.R.R.Y. » 02 Dez 2016, 12:49

Hallo Richard,

Dein Bild schaue ich mir später an. Da wo ich derzeit bin, ist das nicht machbar.
r_a_mueller hat geschrieben:1) Die Zahnräder 31022 haben dort, wo ich die Achse befestigen würde, "nichts", d.h., da müsste noch was eingebaut werden, wenn ich das richtig sehe. Aber was?
Da gehört eine Nabe hin. Entweder 31014 oder 31015 bzw. deren Einzelteile solltest Du in Deiner Sammlung finden.
r_a_mueller hat geschrieben:2) Achsen: welche? Rastachsen?
Wenn es nicht über die Naben überstehen soll, sind Metallachsen oder Kunststoffachsen zu bevorzugen. Rastachsen sind mehr dazu gedacht in der Mitte gelagert zu werden und am Ende Rastzahnräder zu tragen. Es gibt aber keine Rastnaben für Z30 oder Z40 (mit gutem Grund).
r_a_mueller hat geschrieben:3) Unten mit Stellringen sichern?
Wogegen? Entweder liegen die Zahnräder direkt auf dem Lager auf (Vaseline!) oder Du machst das mit Klemmbuchsen bzw. Riegelscheiben. Da die Achsen senkrecht stehen, werden sie nicht nach oben weg wollen. Seitlich und hauptsächlich nach unten, aber da ist das jeweilige Achslager zuständig und im Weg.
r_a_mueller hat geschrieben:4) Der Motor scheint passend zu sein, mit 1:50 komme ich auch auf die richtige Drehzahl (hatte leider in meinem ersten Posting U/min statt U/s angegeben: 1 bis 3 oder 4 U/s ist OK). Aber wie wird er befestigt? Das Foto auf fischerfriendman hilft leider nicht.
Welchen Motor hast Du da jetzt genau (ich kann mir dein Bild derzeit nicht ansehen)?
r_a_mueller hat geschrieben:5) Montiert auf Steckbauplatte 37309, die ich aber leider nirgends finden konnte. Es ist aber kein Problem, hier eine passende MS- oder Al-Blechplatte zu fertigen.
Die hier Steckplatte fischerform? Fischerform ist nicht fischertechnik. Du benötigst da eine fischertechnik Platte oder einfach einen Rahmen aus Bausteinen. Wenn man es vorsichtig macht, lassen sich fischertechnik Bausteine auch mit Schrauben irgendwo befestigen. Die perfekte Verbindung zum Beispiel zu Holzplatten. Wie geschaffen dafür sind die Lagersteine BS15 mit Bohrung.

Grüße
H.A.R.R.Y.
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ThomasW
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von ThomasW » 02 Dez 2016, 14:28

Hallo

Als Nabe würde ich 31015 benutzen.

Ich habe eine kleinen Versuchsaufbau gemacht:
Platte 35129 (Grösse 120 x 60)
vier "Beine", damit alles selber stehen kann, z.B. vier Winkelträger 60 oder acht Bausteine 30
2 Z40 mit Naben
Rastachse 30 (35063)
Rastachse 45 (35064)
zweimal Rastkupplung 35073 (einmal als Verbindung zum Getriebe, einmal als "Sicherung")
Minimotor mit U-Getriebe (evtl. muss ein Rastritzel (31082) separat bestellt werden)
Als Halterung für den Motor z.B. Baustein 15 + Baustein 30 und ein Federnocken (31982)

Bei 9V werden etwa 3 bis 4 Umdrehungen erreicht.

Als kleine Verbesserung können auf die Z40 noch zwei Drehscheiben 60 (31019) aufgesetzt werden, wobei dann eine etwa 2.5 Millimeter höher liegen muss als die andere. Darauf dann je zwei BS5 (37237) und obendrauf je einen Bauplatte 45x15 (38242). Dann können die Magnete auf die Bauplatten geklebt werden. Ist evtl. einfacher und mit Sicherheit austauschbarer, als wenn die Magnete direkt auf die Z40 geklebt werden.

Rastachsen sind zwar nicht gedacht, um in einer Nabe eingeklemmt zu werden, aber funktionieren tut das schon. Ich benutze hier Rastachsen wegen der einfachen Verbindung zum Getriebe.
Einen Minimot mit Getriebe benutze ich, weil der einfacher und platzsparender eingebaut werden kann als ein Powermotor.

Viel Erfolg, Gruss
Thomas

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Re: Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 02 Dez 2016, 14:34

Hallo,
Welchen Motor hast Du da jetzt genau (ich kann mir dein Bild derzeit nicht ansehen)?
Ich hab' keinen, denke aber an Powermotor 9V 50:1 104574. Wenn Du mir jetzt noch klarmachst, wie man diesen Motor befestigt? Ich sehe nämlich keine Nuten.
Die hier Steckplatte fischerform? Fischerform ist nicht fischertechnik.
Aha. war in der ft-Datenbank, deshalb dachte ich...

Grüße
-richard

ThomasW
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von ThomasW » 02 Dez 2016, 16:40

Hallo
r_a_mueller hat geschrieben:Wenn Du mir jetzt noch klarmachst, wie man diesen Motor befestigt? Ich sehe nämlich keine Nuten.
Die Frage war zwar an H.A.R.R.Y gerichtet, ich kann aber glaub auch weiterhelfen.

Für die Befestigung des Powermotors braucht man eine Anbauplatte 35090.
Zusätzlich braucht man entweder eine Antriebshülse als Übergang auf eine Rastachse oder ein Antriebsritzel als Übergang auf ein Zahnrad oder eine Rastachse.
Beim Bestellen vorher nachfragen, ob die Platte und Antriebshülse/-ritzel schon dabei sind oder separat gekauft werden müssen.
Die Anbauplatte hat dann die üblichen Nuten, ist aber trotzdem mühsam zu befestigen. Dieses Thema wurde hier im Forum auch schon abgehandelt.

Unter anderem deshalb würde ich einen Minimotor benutzen...

Gruss
Thomas

r_a_mueller
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 02 Dez 2016, 17:30

Dann gerne Mini-Motor und U-Getriebe. Ich bin da ja flexibel...
Im Foto des Getriebes ist in einem Ausschnitt eine Zahnteilung zu erkennen. Ich vermute, da greift das Ritzel des Motors ein? Kann ich das Getriebe direkt am Motor befestigen? Und das ganze an die (waagerechte) Grundplatte? Entschuldige die Fragen nach Einzelheiten, die Euch selbstverständlich sind, aber ich bin da ja etwas unbeleckt.
Auf meiner Bestellliste habe ich also bis jetzt:
2 Zahnräder 31022
2 Naben 31014
2 Drehscheiben 31019
4 BS5 37237
2 Bauplatten 38242
1 Achse 30 35063
1 Achse 45 35064
2 Rastkupplungen 35073
1 Grundplatte 35129
1 Minimotor 6V 31062
1 U-Getriebe 31078
1 Rastritzel 31082
Wäre ja blöd, wenn ich hinterher merke, was noch fehlt...
Ich weiß die Mühe von Euch zu schätzen!
Danke,
-richard

ThomasW
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von ThomasW » 02 Dez 2016, 18:27

S-Motor 32293, nicht Minimotor. Sorry, mein Fehler...
Wenn du den Motor einzeln bestellst, weiss ich nicht, ob du auch ein Kabel geliefert bekommst.

Das Getriebe kann direkt am Motor befestigt werden.
Der Motor hängt dann sozusagen über das Getriebe an der Rastachse.
Zusätzlich musst du den Motor noch fixieren, z.B. mit einem BS30 32879, einem BS15 32881 und einem Federnocken 31982.

Nimm die Nabe 31015 (Flachnabe), braucht weniger Platz auf der Achse als die 31014 und ist einige Jahrzehnte aktueller.

Ich habe meinen Aufbau noch etwas verbessert und empfehle folgende Veränderungen an der Materialliste:

2 BS 7,5 (37468)
2 weitere Federnocken 31982
2 Bauplatten 60x15 (38464), die kleineren Bauplatten können weggelassen werden
2 weitere Flachnaben
1 Riegelscheibe 36334
1 Rastachse 75 (35087 )

Mit diesen zusätzlichen Teilen können die Drehscheiben auf unterschiedlichen Höhen montiert werden, idealerweise mit einem Abstand von ca. 7,5 mm.

Wenn die Konstruktion freistehend sein soll, brauchst du noch vier Winkelträger 60 (z.B. 36921), sonst musst du die Platte irgendwo auflegen können.

Ich nehme an, dass du möglichst günstig bestellen willst, dann ist wie von H.A.R.R.Y schon erwähnt ffm (fischerfriendsman.de) zu empfehlen.

Gruss
Thomas

r_a_mueller
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 02 Dez 2016, 18:34

Tausend Dank!
Damit bin ich fast fertig ;-)
Das Ganze soll in ein Gehäuse, dazu noch Regler und Netzteilanschluss und fertig ist die Laube...
Ich habe noch ein anderes Rührgerät im Kopf, das sozusagen von oben mit "Paddeln" in Reagensgefäßen rührt, aber das geht dann ganz analog. (Paddel: lange Kunststoffachse, am Ende erwärmen (Heißluft) und mit Flachzange zusammendrücken). Ich melde mich mal, wenn fertig, kann aber noch etwas dauern.
Danke für das freundliche "an die Hand nehmen"!
Gruß,
-richard

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H.A.R.R.Y.
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von H.A.R.R.Y. » 02 Dez 2016, 20:47

Hallo zusammen,

ThomasW hat sich ja richtig gut schon um das Thema gekümmert.

Was mir dazu noch einfällt:
Wenn Drehscheiben benutzt werden, dann müssen die - wie von Thomas beschrieben - auf unterschiedliche Höhe auf den Achsen der Z40 laufen. Die Drehscheiben haben etwa 62mm Aussendurchmesser und sind damit etwas zu groß. Die unterschiedliche Höhe kann aber mit den Magneten Ärger geben, wenn auf einer Seite der Luftspalt bis zum Gegenstück etwas länger wird. Eine Idee wäre es eventuell zwischen die beiden Z40 ein Z10 anzuordnen. Die Z40 drehen dann gleichsinnig, der Motor arbeitet auf das Z10 und das ergibt nochmal 4:1 Zusatzuntersetzung. Jetzt kannst Du aber je eine Drehscheibe direkt auf das Z40 stecken und bist fertig. Die 3 Stifte auf dem Z40 ragen dabei in drei der gebogenen Langnuten der Drehscheibe und das hält auch ohne weitere Naben für die Drehscheiben. Leider sind die Achsen jetzt aber 75mm auseinander :(

Die Magnete müssen nicht zwingend geklebt werden! Bei ffm gibt es auch die praktischen Magnetbausteine 108278 und wenn Du ihm freundlich in die eMail schreibst, daß Du gerne 4 Stück gepaart hättest, dann hast Du die Chance, daß das paßt. Auf die Art, ein Paar auf jeder Drehscheibe, hast Du maximale Magnetkraft für den Rührmagneten. An der Drehscheibe würde ich das mal so versuchen: Auf der Rüsckseite des Magnetbausteins ist ein 4mm Loch. In der Drehscheibe sind deren 6 Stück. Man nehme einen S-Verbindungsstopfen 6 32316 und stecke ihn durch eines der Löcher der Drehscheibe. Auf das was auf der anderen Seite rausguckt den Magnetbaustein. Der Magnet zeigt dann von der Drehscheibe weg. Hält und sollte für den Job ausreichen. Das dann für jeden Magneten. Leider geht das nicht auf den Z40 direkt weil dort nur 3 Löcher vorhanden sind. Notfalls ein zusätzliches 4mm Loch ins Z40 bohren (aber das hast Du jetzt nicht von mir ;) ) - mit einem scharfen Holzbohrer, nicht Metallbohrer, bitte! Anstelle der Stopfen ginge eventuell auch ein längerer Seilklemmstift, dann sitzt der Magnet halt etwas höher. Ohne Drehscheiben bist Du mit den 60mm Achsabstand genau Deinem Wunsch entsprechend unterwegs.
Vermutlich ist Magnete kleben aber für Dich sinnvoller. Obwohl: Es gibt wohl auch heftig starke Magnete mit 4mm Durchmesser. Die würden prima in den Löchern einer Drehscheibe klemmen. Ich glaube ffm hat da sogar was für Dich: 7348fg. Die sind zwar 10mm lang, aber gucken halt oben 5mm raus - stört`s?

Bezüglich der Motore:
Ich habe gerade mal in meinen Unterlagen nachgesehen. Der S-Motor (32293) erreicht mit dem U-Getriebe an 9V so um die 120/min (2/s). Mit dem XS-Motor (137096) ist es auch nicht viel mehr. Da noch 4:1 hinten dran wäre zu wenig. Die 120/min sind für Dich eh schon knapp, Du hättest gerne das doppelte. Von Power-Motoren rate ich Dir ab, deren Befestigungsplatten sind kaum noch zu bekommen. Also wenn, dann wie ThomasW schon schrieb, einen 32293, dazu das U-Getriebe und die Rastachse dazu (31072 + 31082). Darauf eine Rastkupplung und eine weitere Rastachse durch das Lager durch und durch das erste Z40. Mit dem Z40 kämmt dann ein Z10 (z.B. Rast-Z10 35945 auf 30er Rastachse 35063) und dann weiter zum nächsten Z40. Die 30er Rastachse lagert, wie die anderen beiden Achsen auch in einem Baustein 15 mit Bohrung.

Anstelle Rast-Z10 auf 30er Rastachse geht natürlich auch Klemm-Z10 mit Metallachse.

Aber wie man jetzt das Gestell so baut, das Lager und Motor fest aneinanderhalten, da muß ich passen. Die von ThomasW erwähnte Grundplatte (120x60) hat auch Löcher, die als Achslager herhalten können. Die Z40 lägen da platt auf, in der Mitte das Z10, Klemmbuchsen würden dafür sorgen, daß die Achsen nicht nach oben rutschen, und die größte Herausforderung dürfte sein den Motor mit Getriebe untendrunter fest zu bekommen. Denk unbedingt dran Dir auch 2 Paare Stecker (31337 und 31336) mitzubestellen, sonst bekommst Du den Motor nicht angeschlossen. Kabel mitbestellen ist optional, 0,15² flexibel bekommst Du auch sonstwo.
r_a_mueller hat geschrieben:Damit bin ich fast fertig ;-)
Mit dem Plan, oder steht der Aufbau etwa schon? Vielleicht sollten wir mal Fotos tauschen. Was hast Du denn in der erwähnten ft-Kiste Deiner Kinder? Notfalls kannst Du da ein paar Teile entleihen.
r_a_mueller hat geschrieben:(Paddel: lange Kunststoffachse, am Ende erwärmen (Heißluft) und mit Flachzange zusammendrücken).
Dann doch lieber Winkelstein oder Baustein 15 auf Drehscheibe und eine lange Bauplatte (z.B. 15x45 bis rauf zu 15x90) da dran. Schon hast Du bis zu sechs Paddel.

Vielleicht findest Du hier ein paar Anregungen für Rührwerke (Quirl und Küchenmaschine):
BA Universal 2

Grüße
H.A.R.R.Y.
[42] SURVIVE - or die trying

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Re: Bau Rührer?

Beitrag von r_a_mueller » 08 Dez 2016, 12:41

So ganz sind meine Problemchen noch nicht aus der Welt. Auf dem Foto sieht man den "Rührer 2" im Anfangsstadium.
https://drive.google.com/open?id=0BzeII ... GVXZnZxN1k
1) Durch eine Grundplatte sind Rastachsen gesteckt, darauf 20 mm-Zahnräder. Natürlich keine Rasträder- daran habe ich nicht gedacht. Die Zahnräder 31021 sehen so aus, als ob sie Rastnaben vertrügen. Allerdings sind dort jeweils 4 Zackengruppen (Innenkreis), die mir mittlerweile bekannten Rastnaben für die 30er Zahnräder haben drei Zackengruppen. Ich nehme also an, dass die Naben 31015 nicht passen. Für die Achse rechts vorne, die etwas übersteht für den Motoranschluss, müsste auch eine Klemmung benutzt werden. Ist dafür die Nabenzange 36030 gedacht?
2) wie kann ich die Achsen unten sichern? Vermutlich muss ich die teureren Stellringe nehmen,
3) Und jetzt die Hauptfrage, auch für "Rührer 1": Wie kann man den Motor mit der Achse verbinden?
Beim in dem Bild oben dargestellten Rührer 2 müsste die Kraft auf die oben herausschauende Achse übertragen werden. Mit welchem Bauteil kann man die Kraft vom Getriebe abgreifen? Ich habe das Bild der zu verwendenden Antriebseinheit auch hier: https://drive.google.com/open?id=0BzeII ... EZuLWFGaVk

Vielleicht gibt's nochmal ein bisschen Nachhilfe?

Danke - Richard

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PHabermehl
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von PHabermehl » 08 Dez 2016, 13:27

Hallo Richard,

witzige Anwendung, gefällt mir!

Ich werf mal 35073 und 31082 in den Ring, zu Deiner Frage 5.

Es handelt sich dazu um das Abtriebsritzel, daß deinem Getriebe noch fehlt, und um eine Rastkupplung, um das Abtriebsritzel mit einer Rastachse zu verbinden....

Weiterhin viel Erfolg!
Peter

Ach so, zur Frage 1:

35031 plus 31058 ergibt 31015 (Flachnabe komplett), mit 31021 (Zahnrad 20) wird das auf der Achse klemmbar.
Statt 31015 ginge auch 31014 (Nabe zweiflüglig) bestehtend aus 31058 und 36030, aber die vorgenannte Lösung ist wenigstens auf einer Seite glatt.

Die Naben 31014 und 31015 sind beide Klemmnaben, d.h. sie halten durch Klemmung auf den ft-Metall- und Kunststoffachsen.

Für Rastachsen gibt es speziell:
31779 ist das freilaufende Kettenrad, das hat keine kraftschlüssige Verbindung zur Rastachse!
137677 ist das Rastkettenrad 20, das sitzt kraftschlüssig auf dem Ende der Rastachse...
Zuletzt geändert von PHabermehl am 08 Dez 2016, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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ThomasW
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Re: Bau Rührer?

Beitrag von ThomasW » 08 Dez 2016, 13:34

Hallo
r_a_mueller hat geschrieben:Die Zahnräder 31021 sehen so aus, als ob sie Rastnaben vertrügen. Allerdings sind dort jeweils 4 Zackengruppen (Innenkreis), die mir mittlerweile bekannten Rastnaben für die 30er Zahnräder haben drei Zackengruppen. Ich nehme also an, dass die Naben 31015 nicht passen.
Die Naben 31015 passen perfekt zu den Zahnrädern 31021.
r_a_mueller hat geschrieben:Wie kann ich die Achsen unten sichern?
Am einfachsten mit einer Klemmbuchse 5 (37679) oder einer Klemmbuchse 10 (31023), die Klemmbuchse 5 sollte reichen.
Ich empfehle, für etwas Distanz zwischen der Platte und den Zahnrädern zu sorgen, mit einem Abstandsring 3 (31597) oder einer Klemmbuchse 5 (sind 3 resp. 5 mm breit).
r_a_mueller hat geschrieben:Wie kann man den Motor mit der Achse verbinden?
Das Loch beim Getriebe ist für das Rastritzel vorgesehen. Rastritzel rein, am anderen Ende eine Rastkupplung drauf und die Rastkupplung wiederum auf die anzutreibende Rastachse stecken.
Der Motor muss dann noch in der Höhe fixiert und gegen ein Verdrehen gesichert werden.

Gruss
Thomas

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