Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

fischertechnik in General
Forumsregeln
Bitte beachte die Forumsregeln!
Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 28 Dez 2015, 14:18

elektrolutz hat geschrieben: PS:
Informationen aus der Entwicklung warnen vor Spannungen über 16V, es ist mit bleibender Abschaltung zu rechnen!
Damit meinst du die ft-bauteile, oder?
(Über 16V brennt eine Sicherung durch)

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 28 Dez 2015, 22:41

Also in jedem Fall unter 16V bleiben, das ist das einfachste.
Zum ausprobieren des Li-Ion akkus will ich einen alten IR empfänger nehmen, der ist nicht mehr wirklich brauchbar, weil der durchsichtige Teil fehlt und der schwarze Teil total verformt ist. Lässt sich nur mit Winkelsteinen montieren und is alles andere als im Raster. Wenn der dabei draufgehen sollte, könnte ich das verschmerzen. Außerdem kann ich durch den fehldenden Deckel die Hitzeentwickling viel besser beobachten, eventuell schneide ich den auch aus dem Gehäuse noch raus, damit ich nur die platine habe.

Martin Wanke
Beiträge: 5
Registriert: 15 Mär 2015, 17:01

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von Martin Wanke » 29 Dez 2015, 16:57

Hallo zusammen,
vor einiger Zeit habe ich mal einen Akkuhalter entwickelt, der weitgehend kompatibel zum ft-Akkupack 8,4V ist, dessen Zellen aber einzeln entnommen und geladen bzw. ersetzt werden können: http://www.ftcommunity.de/details.php?image_id=40195 . Die Idee ist entstanden, weil ich ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht habe mit Akkupacks, bei denen viele Zellen in Reihen geschaltet sind :cry: .
LG Martin

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 05 Jan 2016, 20:01

Ich wollte darauf schon viel früher antworten, hab es dann vergessen.
Was du da gebaut hast, war genau meine Idee. Deshalb habe ich den Batteriehalter von Conrad genommen und total zerschnippelt, bis nur noch die Wände mit Federn/Pins übrig waren. Die könnte ich theoretisch jetzt in das alte Gehäuse einbauen.
Li-Ion ist aber spannender. Ich warte noch auf das Paket, dann geht es weiter.

Benutzeravatar
Peterholland
Beiträge: 324
Registriert: 01 Nov 2010, 22:28
Wohnort: Poederoyen NL

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von Peterholland » 07 Jan 2016, 19:27

Hallo,

Wie kann man 10st in serie gelötete NiHm-Akkus mit eine Multimeter prüfen welche Zelle slecht funktioniert ?


Gruss,

Peter
Poederoyen NL
Zuletzt geändert von Peterholland am 07 Jan 2016, 20:14, insgesamt 2-mal geändert.
Peter Poederoyen NL

Benutzeravatar
Peterholland
Beiträge: 324
Registriert: 01 Nov 2010, 22:28
Wohnort: Poederoyen NL

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von Peterholland » 07 Jan 2016, 20:14

Hallo elektrolutz,

Spannung jeder Zelle messen mit 1 oder 2 FT-Lampe als Belastung in serie ist dann nicht notwendig ?

Gruss,

Peter
Poederoyen NL
Peter Poederoyen NL

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 11 Jan 2016, 10:56

Am Wochenende kamen meine Zellen geliefert, ich habe erstmal die teuren Panasonic genommen, um zu schauen, was maximal geht bei diesem Umbau.
Für weitere Packs will ich dann noch mit Chinaware experimentieren.

Die Zellen kamen mit Z-Lötfahnen konfektioniert, drei Stück 18500 mit 2Ah, Spannung bei Lieferung 3,553V (alle drei).
Ich habe aus dem ft-akkupack die Buchsen gleich mit den ursprünglichen Litzen noch dran an das Akkupack gelötet und dann gleich erstmal kurz ausprobiert. Der 12V Igarashi-Motor verträgt die Spannung ohne Probleme. (Wer hätte das gedacht :D )
Als nächstes muss ich mir noch eine passende Balancer-Buchse besorgen, die will ich seitlich an das Akkupack machen, über diese kann der Akku dann geladen werden, im Idealfall sogar eingebaut.

Als nächstes mache ich mich an die Versuche, ob sich das (alte) IR-Control Modul überhitzt.

ThomasW
Beiträge: 170
Registriert: 08 Mär 2012, 15:02
Wohnort: St. Gallen

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von ThomasW » 11 Jan 2016, 22:39

The Rob hat geschrieben:Der 12V Igarashi-Motor verträgt die Spannung ohne Probleme. (Wer hätte das gedacht :D )
Die Powermotoren (Igarashi Typ 33G) haben gemäss Datenblatt eine Arbeitsspannung von 6 bis 15 Volt, sollten also mit 12 Volt problemlos klarkommen ;)

Gruss
Thomas

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 12 Jan 2016, 01:34

Gilt das eigentlich auch für die ft-powermotoren? Oder sind die tatsächlich für maximal 9V?

ThomasW
Beiträge: 170
Registriert: 08 Mär 2012, 15:02
Wohnort: St. Gallen

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von ThomasW » 12 Jan 2016, 09:29

Die ft-Powermotoren sind Igarashi-Motoren Typ 33G...

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 12 Jan 2016, 12:17

Wunderbar, dann weiss ich jetzt Bescheid.
Ich kannte nur die Infos, die bei ffm stehen.

ThomasW
Beiträge: 170
Registriert: 08 Mär 2012, 15:02
Wohnort: St. Gallen

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von ThomasW » 12 Jan 2016, 13:32

Soweit ich weiss handelt es sich bei allen Motoren um dasselbe Modell, einfach mit unterschiedlich vielen 2.5:1 Untersetzungen im Getriebe drin.
Das Innenleben der Getriebe wurde auch schon dokumentiert: http://ftcommunity.de/categories.php?cat_id=993 (die ersten 9 Bilder sind etwas unterbelichtet, der Rest ist besser)

Die Versionen 8:1, 20:1 und 50:1 wurden von ft als Powermotoren rausgebracht und offensichtlich als ft-kompatible 9V-Motoren angepriesen.
Aber eigentlich gibt es keinen Grund, zwischen "Powermotor 9 Volt" (siehe ffm, 8:1, 20:1, 50:1) und "Powermotor 12 Volt" (ffm 125:1, 312:1) zu unterscheiden.

Gruss
Thomas

Benutzeravatar
H.A.R.R.Y.
Beiträge: 892
Registriert: 01 Okt 2012, 08:38
Wohnort: Westpfalz

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von H.A.R.R.Y. » 12 Jan 2016, 15:47

Igarashi 33G - jetzt könnte ich endlich mal die Meßwerte (Kenndaten) mit einem Datenblatt abgleichen. Ist das auch 100%ig sicher mit dem 33G?

H.A.R.R.Y.
[42] SURVIVE - or die trying

ThomasW
Beiträge: 170
Registriert: 08 Mär 2012, 15:02
Wohnort: St. Gallen

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von ThomasW » 12 Jan 2016, 16:30

Bei ffm in der Suche "Powermotor" eingeben, dann sieht man bei zwei Motoren Bilder mit Verpackung:
http://fischerfriendsman.de/normalos/6112na.jpg
http://fischerfriendsman.de/normalos/6131na.jpg

Bei Conrad gibt's die Motoren auch. Und das hier:
http://www.produktinfo.conrad.com/daten ... yp_33G.pdf
Die Zeilen, die mit "132-0" beginnen, sind von Interesse.

Übrigens sind wir hier schon länger off topic ;)

Gruss
Thomas

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 12 Jan 2016, 21:35

Vielleicht kann ja ein Moderator den Teil abtrennen, bevor es wieder um die Akkus geht.
Diese Infos wären in einem separaten (richtig betitelten) Thread sicherlich nicht verkehrt.

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 13 Jan 2016, 13:20

Ich habe gerade bei ffm noch ein paar Teile bestellt und gleich mal nach alten Akkupacks gefragt. Für einen Euro pro Stück habe ich gleich zwei mitbestellt, das ist sogar günstiger als die leeren Kasetten mit durchsichtigem Deckel! Und die Original-Anschlüsse sind vorhanden.

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 15 Jan 2016, 00:59

Ich habe gerade den Balanceranschluss angelötet, der Akku lädt jetzt endlich, dann kann ich testen.
Jetzt kann ich auch schon mal eine Aufstellung der Kosten machen.
Es werden folgende Werkzeuge benötigt:
Lötkolben
Cuttermesser
Spitzzange
Pinzette
Kneifzange
Löthalterung
Heissklebepistole
diverse Schraubendreher

Folgendes Material habe ich verbaut:
Ein altes NiCd Akkupack (bei ffm für 1€ erhältlich)
Drei Zellen Panasonic NCR18500 2000mAh mit Z-Lötfahne (bei Akkuteile.de ca. 25€ inkl Versand, zur Zeit die besten 18500er-Zellen am Markt)
Ladegerät Turnigy accucell 6 (bei ebay ab 25€, habe ich geschenkt bekommen)
Balancerkabel, dazu Stecker und Buchse (XH, bei Conrad ca. 5€)

Die Gesamtkosten liegen also, wenn das nötige Werkzeug vorhanden ist, bei ca. 60€, also nur ein bischen mehr als das Original-Akkuset.
Jeder weitere Akku schlägt dann mit ca. 30€ zu, wenn man für mehrere Akkus die Zellen gleichzeitig bestellt wird es durch Versandersparnis günstiger.

Jetzt muss ich nur noch schauen, ob sich die Bastelei auch gelohnt hat. :D
Ich kann jedenfalls jetzt schon sagen: Als ich die Zellen vor dem Laden verlötet und ausprobiert habe, war genug Dampf vorhanden um den Motor anzutreiben.
Das Ladegerät hat mit Ladeschlussspannung von 4,1V auf 12,3V geladen und dabei 1344mAh gespeist.
Die tatsächliche Nutzkapazität des Akkus liegt also definitiv im Bereich der Nennkapazität des NiMh.
Am Akku habe ich nach dem Laden übrigens eine Spannung von 12,25V gemessen.

Morgen gehen dann die Tests am Empfänger los. :D

Benutzeravatar
schnaggels
Beiträge: 386
Registriert: 31 Okt 2010, 23:14
Wohnort: Kelkheim
Kontaktdaten:

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von schnaggels » 15 Jan 2016, 11:43

Was hast du denn jetzt genau zur Strombegrenzung und zum Tiefentladeschutz verwendet?
Die Teile vermisse ich in der Liste :)

Gruß,
Thomas

Benutzeravatar
The Rob
Moderator
Beiträge: 640
Registriert: 03 Dez 2015, 12:54

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 15 Jan 2016, 12:33

Zur Strombegrenzung hab ich die 2A-Polyfuse aus dem alten Akkupack wiederverwendet :roll:
Bin aber noch am überlegen ob ich eine 4A einbaue statt der 2A damit ich den maximalen (Ent-)Ladestrom der Zellen (4A) ggf. ausschöpfen kann.
Welchen Querschnitt haben die Litzen von ft? Habe dazu keine Info gefunden.

Tiefentladeschutz habe ich bis jetzt noch keinen... :|

Benutzeravatar
H.A.R.R.Y.
Beiträge: 892
Registriert: 01 Okt 2012, 08:38
Wohnort: Westpfalz

Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von H.A.R.R.Y. » 15 Jan 2016, 16:48

Irgendwo war mal die Rede von 0,15mm². Ob das so stimmt? Für 4A solltest Du jedenfalls nicht weniger als 0,5mm² nehmen, aber ob das noch in die Stecker paßt?

Jedenfalls: Faustregel mindestens 0,1mm² pro Ampère.
[42] SURVIVE - or die trying

Antworten