Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

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sven
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Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von sven » 13 Nov 2015, 14:34

Hallo!

Wir handhabt Ihr das mit alten defekten ft-Akkus?
Tauscht Ihr die Zelle oder kauft Ihr einfach einen neuen ft-Akku?

Ich hatte vorhin mal einen alten defekten geöffnet. Es sind ja 7 Stk. AA-Akkus mit Lötfahne drin.
Wenn ich mir nun 7 neuen kaufe, dann liege ich preislich bei einem neuen ft-Akku.
Bei guten AA's ist das sogar teurer und somit macht es wohl kaum Sinn.
Oder gibt's irgendwo richtig günstig AA's mit Lötfahne.

Gruß
Sven
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Sulu007
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von Sulu007 » 13 Nov 2015, 15:44

Hallo Sven,
ich kaufe Akkus und Zwar Eneloops 4 Stück 9,95 bei Reichelt
Ist zwar fast der gleiche Preis, aber mehr Kapazität und die Eneloops verlieren ihre Kapazität bei nicht Gebrauch fast nicht.
Lötfahnen haben die hier zwar nicht, da löte ich dann einfach ein entsprechendes Kabel an.
Grüße
Reiner

sven
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von sven » 13 Nov 2015, 15:56

Hallo!

@Sulu007:
Eneloop kenne ich. Nutzen ich bei Batteriegeräten nur noch.
Die gibt's übrigens auch mit Lötfahne: https://www.reichelt.de/NiMh-Industriez ... =16&WKID=0&
Nur 4 Stück reichen nicht, da müssen 7 Stk. in nen ft Akku. Du hast ja pro Akku 1,2V, 1,2V * / = 8,4V.
Bei 3,30 Euro pro Akku sinds dann 23,10 Euro. Den ft Akku gibt's für 24,95 Euro.

Gruß
Sven
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The Rob
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 15 Dez 2015, 16:46

Also ich denke auch, dass Selbstbau Sinn machen kann.
Ich habe/hatte nur eins der alten NiCd-packs, das hat mich nicht wirklich überzeugt damals, 1500mAh sind auch dürftig.

Hat schon mal jemand mit acht statt sieben Zellen experimentiert?
Das wären dann 9,6V statt 8,4, die Motoren usw. sollten das problemlos abkönnen.
Die IR-Empfänger (alt und neu) auch?
Ich schätze mal, dass da eine Schutzschaltung drin ist, damit man bis zu 12V oder 15V anlegen kann oder irgendwas in der Größenordnung. Aber ich weiss es halt nicht. Verpolungsschutz ist ja vorhanden. Weiss jemand mehr?

9,6V eröffnet die möglichkeit, mit solchen Teilen zu arbeiten:
https://www.conrad.de/de/batteriehalter ... 15609.html im Originalformat des ft-Akkus oder
https://www.conrad.de/de/batteriehalter ... 18439.html mit leichtem Übermaß (31,5mm) aber sonst fast als 30x30x120 verwendbar

Ich fahre gleich sowieso in die Stadt und da werde ich mir den ersteren mal holen und erstmal schauen, wie man das am besten in ein Leergehäuse flanschen kann

sven
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von sven » 15 Dez 2015, 16:55

Hallo!

Das ist echt interessant mit den Batteriehaltern.
Da braucht man dann nichts mehr löten und man kann ganz normale Mignom Akkus nehmen.
Das würde mich auch mal interessieren ob 9,6V machbar sind für TXT, TX, Fernsteuerung usw.
Das tolle ist auch das dieser Halter Druckknöpfe hat für diesen 9V Blockbatterieanschluss.
Somit muss man nicht mal Kabel anlöten.
ft Stecker an den 9V Blockbatterieanschluss und diesen an den Halter. Fertig.

Das wäre auch ein super System was ft bei einer Überarbeitung des aktuellen Akkus aufnehmen könnte.
Die 60er Cassetten sind in verschiedenen Farben vorhanden im ft-System.
Man müsste nur einen passenden Deckel mit ft Buchsen dazu machen.

Gruß
Sven
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BVBauz
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von BVBauz » 15 Dez 2015, 17:31

Hallo,

die Batteriehalter gibt es schon seit zig Jahren. Das Problem ist die schlechte Qualität der Halter. Durch die vielen Federn und Punktkontakte der einzelnen Zellen, entstehen hohe Übergangswiderstände und Wackelkontakte. Früher und bei den billigen Fernsteuerung waren die gerne mal als Empfängerakkuhalter dabei. Da konnte es passieren, das plötzlich der Empfang weg war, weil eine Zelle keinen Kontakt mehr hatte. Für Basteln sind sie aber gut geeignet. Für eine Sichere Spannungsversorgung mit hohen Strom nicht.

Ein namhafter Messgerätehersteller hatte so einen Halter für ein VDE Messgerät und hat später umsonst alle Geräte mit einem festen Akkupack ausgestattet.

Einen Batteriehalter für einzelne Zellen und dann zum Aufladen, wird es von FT wohl nicht mehr geben. Dazu sind viel zu viele von den alten Haltern ( wie viel waren es denn, mindesten 3 verschiedene) mit Batterien gefüllt worden und dann ans Ladegerät angeschlossen. Da hat es oft Probleme gegeben. Heute muss es wohl ein "DAU" sicheres System sein. Und den Spielzeugvorschriften muss es ja auch entsprechen.

Gruß Markus

ErwinG
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von ErwinG » 15 Dez 2015, 18:13

Hallo,

wenn man Sorgen hat, daß 9,6V zu viel sind, könnte man einfach eine zusätzliche Si-Diode mit einem Spannungsabfall von ca. 0,7V einlöten.

ErwinG

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The Rob
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 17 Dez 2015, 03:45

Also wenn bis zu 12V kein Problem sind, werd ich mal nach 3*3,7V=11,1V Lithium-ionen zellen schauen, da gibt es ja viel Auswahl. Da lassen sich bestimmt welche finden, die schön rechteckig sind und gut in die kasette passen.

Den Halter von Conrad habe ich geholt, der ist leider 30*60*63mm und damit unbrauchbar. Einen davon habe ich mal zerschnitten und eventuell lässt sich das in die kasette einbauen, aber wahrscheinlich nicht. Dabei war natürlich immer das Ziel, die Akkus rausnehmen und extern laden zu könnem. Für Festeinbau sind Lötfahnen sicher besser.

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The Rob
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 17 Dez 2015, 15:37

Ich glaube, wenn man in box und deckel kleine einfräsungen macht, passen 2*4 AA gerade so rein. Ist allerdings sehr eng alles. Mit dem ursprünglichen ladegerät kann man dann natürlich nicht mehr laden, deshalb ja die idee mit den herausnehmbaren akkus. Oder ein passendes ladegerät kaufen/bauen. Aber für die Federkontakte ist wirklich fast kein Platz und der Übergangswiderstand macht es wirklich nicht besser.
Deshalb die Überlegung Lithium-Ionen Zellen zu nehmen. Das sollte dann aber besser fest eingebaut seind und dann muss man halt ein extra ladegerät nehmen, das für dreizeller lithium-ionen gedacht ist. Sollte es bezahlbar geben.

Mikka
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von Mikka » 17 Dez 2015, 20:37

Nabend zusammen,

ich hab das Akku-Experiment mit dem Batteriehalter und 8 Zellen auch gewagt.
Hab mir im Aldi letztens ein Ladegerät für 15,99 und jede Menge Zellen (4 Stück für 3,99) 2.500 mAh gekauft. Das Ladegerät hat eine Einzelzellenüberwachung und scheint baugleich mit einem wesentlich teureren Ansmann zu sein. Macht wirklich einen guten Eindruck.

Somit kommt man mit Batteriehalter auf ca. 10 Euro für einen kompletten Akku statt 24,95. Die Leistung gegenüber den FT Akkus ist wirklich top.
Ich muss dazu sagen, dass von meinen 4 FT Akkus NiMH 3 von Anfang an echt schlecht waren. Wahrscheinlich zu lange leer gelagert beim Händler.
Halten nicht lange und sind angeblich nach 60 Minuten schon voll. Deutet ganz klar auf schlechte Zellen hin.

Was man auch machen kann: Eine Zelle durch einen Dummy ersetzen, dann hat man die 8,4 V vom FT Akku und kann den Pack mit dem Ladegerät von FT laden. Hab ich auch getestet und klappt einwandfrei. Allerdings scheint das FT Ladegerät generell etwas zu früh abzuschalten.

Ich kaufe mir jedenfalls nie wieder originale Akkus von FT. Leistung schwach, man weiss nicht wie lange sie schon rumgelegen haben und relativ teuer sind sie auch.
Die einzigen Vorteile sind die Überlastsicherung und das FT-Design Gehäuse.

Gruss Mikka

lemkajen
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von lemkajen » 20 Dez 2015, 13:23

Moin,
Ich habe einen original Ft Akku mit neuen Zellen versehen. Ni-MH AA 2100 mAh von Conrad . Hersteller tecxus - ich bin sehrzufrieden damit!
Für mich hat sich der Austausch gelohnt, aber es braucht halt Zeit. Für mich als versierten Löter mit Gehäuse aufmachen, einbauen, kleben etc. war das ne Stunde Arbeit.
Allerdings ist das hantieren mit Akkus, die wirklich hohe Ströme im Kurzschlussfall liefern ( was bei unsauberer Arbeit auch unbemerkt im Gehäuse geschehen könnte, trotz Sicherung!!) , meiner Meinung nach, nichts für Elektronik- Anfänger.... Bzw Laien..

Gruß

Jens
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ErwinG
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von ErwinG » 20 Dez 2015, 13:48

Hallo,

könnte jemand freundlicherweise mal ein Bild vom Innenaufbau der FT-Akkus machen? Bevor ich
meine schwachen Akkus aufsäge möchte ich gerne wissen, an welchen Stellen man besonders aufpassen
sollte.

ErwinG

lemkajen
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von lemkajen » 20 Dez 2015, 14:51

Moin,
Einfach nur den Deckel wie bei einer normalen Kassette aufhebeln - leichtes drücken und quetschen rundherum genügt, um den Kleber zu lösen.dann mit nem Cutter, Brotmesser oder Spachtel aufdrücken.
Gruß
Jens
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Jens Lemkamp

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The Rob
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 25 Dez 2015, 20:37

So, ich hab jetzt mal ein bischen geschaut und bin da auf zwei Dinge gekommen:

Der ft power controller hat eine Leerlaufspannung von ca. 12V, ist der Empfänger aus dem neuen Control Set angeschlossen, liegt die Spannung bei ca. 11,6V, bei Betrieb eines Power Motors mit geringer Last über das Control Set sank die Spannung auf ca. 11V
Es sollte also kein Problem sein, die Teile mit einem 11,1V Li-Ion zu betreiben. Ich denke, das gilt für alle 9V-Teile von fischertechnik, denn die dürfen ja alle mit dem Netztteil betrieben werden.

Ich habe mir jetzt überlegt, Li-Ion Zellen im Mignon Format zu nehmen, die sind recht einfach zu bekommen. Von denen nimmt man dann sechs stück, immer zwei parallel. Man hat dann eine Nennkapazität voe 2000-2400mAh, das ist schon mal deutlich besser. Wenn man dann auch noch sieht, dass die nennkapazität deutlich besser ausgeschöpft werden kann als die 1500mAh der original NiCd, dann hat man locker eine Verdoppelung der Kapazität. Gleichzeitg sind die einzelnen Zellen etwas leichter und es ist eine Zelle weniger, das fällt also leichter aus, als das original akkupack.Ich werde weiter berichten.

BVBauz
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von BVBauz » 26 Dez 2015, 12:07

Hallo,

@The Rob: Von einer parallelen Schaltung von Li-Ion-Zellen würde ich Abstand nehmen, da man nie einen genau gleichen Ladezustand der Zellen erreicht und dadurch Querströme fließen. Wenn man die Zellen auch noch fest einbauen will muss man beachten, das jede Zelle einzeln Überwacht werden muss. Deswegen haben die Ladegeräte dafür auch immer einen zweiten Anschluss wo zwischen jeder Zelle die Spannung abgegriffen wird. Die Li-Lion Zellen sind da nicht ungefährlich und können bei falschen Laden in Flammen aufgehen. Und das kann auch schon bei kleinen Zellen passieren.
Diese Akkus auch immer unter Aufsicht laden und nie alleine lassen. Im Bekanntenkreis ist schon ein Hobbykeller deswegen ausgebrannt.

Gruß Markus

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The Rob
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 26 Dez 2015, 15:51

hab auch weiter geschaut, drei 18500er erfüllen den Zweck noch besser, alleine schon weil drei Zellen weniger kosten als sechs.
Kann mir jemand sagen, bei welcher Stromstärke die Thermosicherung aus dem Original Akkupack trennt? Ist das eine polyfuse?

Anmerkung: ich studiere Elektrotechnik, von manchen Themen habe ich noch keine (praxis-)ahnung, aber zumindest reichen meine Kenntnisse, um zu erkennen, wo ich mich noch genauer informieren muss.
Vielleicht hätte ich genauer ausführen sollen: Das was ich bauen will, entspricht nicht mehr dem Original-Akku, das könnte man ja errreichen, indem man einfach bessere NiMh-Zellen verbaut. Das wäre ja langweilig.
Man kann die Zellen nicht einfach durch Li-Ion Zellen ersetzen. Mir ist das klar, jetzt hoffentlich auch allen Lesern.

Wenn man davon absieht, dass ich das Original-Akkugehäuse nehmen will, weil ich das halt noch habe, baue ich einen komplett anderen Akku. Wenn die Original-Sicherung passt, bleibt die drin, sonst wird sie halt ersetzt.
Für die Li-Ion-Zellen muss natürlich ein Balancer rein, bzw. zumindest zum Laden muss ein Balanceranschluss da sein. Also braucht man natürlich auch ein passendes Ladegerät.
Und klar ist (für mich) auch, dass auf das Gehäuse eine fette Markierung muss, damit jeder aussenstehende das vom ft-Akkupack unterscheiden kann.

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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 26 Dez 2015, 18:52

elektrolutz hat geschrieben: hier im Forum lesen auch viele User mit, die keine Elektro- oder Elektronikausbildung haben und somit die möglichen Gefahren nicht richtig einschätzen können. Aus diesem Grund sollte man bei solchen offenen Bastelvorschlägen lieber einmal mehr als zu wenig auf möglichen Gefahren hinweisen.
Genau das wurde mir auch irgendwann bewusst, deshalb habe ich das nochmal genauer ausgeführt.

Ich wusste nicht, dass die Original-Sicherung direkt auf den Akku geschweisst ist, dann ist das natürlich Quatsch. Ich hatte bis jetzt noch keine lust, den alten Akku genau zu zerpflücken.
Ich hab ja auch einen alten aus der NiCd-Generation, als das Akkupack gerade ganz neu rauskam.

Edit:
Ich habe den Akku jetzt zerpflückt, der Klebstoff war etwas nervig.
Hatten die alten NiCD die Sicherung auch schon?
Das einzige, was ich gefunden habe, ist etwas, das aussieht wie ein Aufkleber, der auf einer der Verbindungen von zwei Zellen sitzt. Beschriftet mit "UX5P" und darunter "X 200", das X ist ein Symbol, das ich nicht kenne, sieht aus wie ein X mit noch einer Raute in der Mitte, oder zwei entgegengerichtete Pfeilspitzen, die sich überschneiden.

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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 27 Dez 2015, 01:14

Ahh, okay.
Die 200 hinter dem Doppel-V scheint für 2,00A zu stehen, zumindest habe ich eine "Polyswitch SRP200" gefunden, die eine vergleichbare Beschriftung hat und bei 2A aufmacht.
Ich überlege jetzt, zur Sicherheit LiFePOs zu nehmen, die haben zwar leider weniger Kapazität und sind etwas schwerer als Li-Ion, aber: Die ladeschlussspannung, also die maximale Spannung, die eine Zelle haben kann, liegt bei ca. 3,6V, also 10,8V insgesamt, damit ist die Spannung sicher unter den 12V des ft Netzteils und es sollte nichts kaputt gehen.
Li-Ion haben zwar auch eine Nennspannung von 3*3,7V=11,1V aber die ladeschlussspannung liegt gerne mal bei 3*4,2V=12,6V
Das möchte ich nicht riskieren. Allerdings kann ich natürlich bei (einem guten) Ladegerät einstellen, wie weit die Zellen geladen werden sollen und einfach auf max 4,0V einstellen.
Mein Bruder will mir ein Ladegerät geben, mal schauen, was das kann, dann entscheide ich das.

Zur Auswahl stehen z.B. diese:
https://www.akkuteile.de/lifepo-akkus/1 ... a-1005142/
https://www.akkuteile.de/lithium-ionen- ... a-1005042/

Der LiFePo hat 1,2Ah, der Li-Ion 2,0Ah.
Selbst wenn ich den Li-Ion nur bis 4,0V lade, sollte der immer noch eine höhere Nutzkapazität haben, aber dazu müsste ich die Zellen haben, um das genau durchmessen zu können.

BVBauz
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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von BVBauz » 27 Dez 2015, 18:36

Hallo,

elektrolutz hat genau verstanden, warum ich vor der Verwendung von Li-Ion Akkus gewarnt habe. Für Laien sind diese Akkus, wenn sie nicht in einem fertigen System eingesetzt werden, sehr gefährlich. Und ich sehe hier die Gefahr, dass nicht alle, die hier das lesen, die Gefahren absehen können.

@The Rob: Ich bin mir nicht sicher ob du die Ladeschlussspannung bei einem Akku verstanden hast. Dies ist nicht die Spannung die der Akku maximal am Ausgang hat, sondern die Spannung ab der der Akku voll geladen ist. Bei Li-Ion Akku darf diese Spannung vom Ladegerät auf keinen Fall pro Zelle überschritten werden. An eine Zelle mit 3,6V Ladeschlussspannung darf ich zu keinem Zeitpunkt eine höhere Spannung anlegen. Und im anderen Fall des Entladens, muss ich die Last bei erreichen der Entladeschlussspannung trennen. Sonst verliere ich Kapazität.

Gruß Markus

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Re: Alter ft-Akku - Zellen tauschen oder Neukauf?

Beitrag von The Rob » 27 Dez 2015, 22:53

richtig, die Ladeschlussspannung, ist die spannung, die das Ladegerät maximal an die Zelle anlegt, ist sie erreicht wird der Ladevorgang beendet. Die Zelle selbst hat dann vermutlich eine geringere Spannung. Wirklich sicher kann ich aber nur sagen, dass die Zellenspannung definitiv niemals über der Ladeschlussspannung liegen wird.
Ich wiederhole, theoretisch versteh ich das schon alles, praktisch scheitert es dann daran, dass ich erstmal eine zelle in die Hand nehmen muss, um zu messen, welche Leerlaufspannung die direkt nach dem Laden hat, weil ich das einfach (mangels Erfahrung) nicht weiss.

Wenn aber selbst 16V funktionieren, dann nehme ich Li-Ion. Dazu würde ich dann auch erstmal ein bischen testen und die Wärmeentwicklung am Empfänger beobachten, ggf. eine kleine Schaltung noch bauen, die bei zu hoher Wärme am Empfänger den Akku abschaltet.

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