Erfahrungen mit git-Hostern

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Zapfenkiller
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Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von Zapfenkiller » 13 Mär 2021, 13:54

Guten Tag,

letztes WE wollte ich eines meiner Repos bei gitlab von "privat" auf "public" umschalten. Ging nicht. Bei der Nachforschung kam auch nicht viel hilfreiche Info ans Tageslicht. Nur die Info darüber, dass lediglich der Owner den Status umschalten dürfe. Na ja, der bin ich doch auch ... dachte ich als derjenige, der die Repos allesamt angelegt und befüllt hat. Bei Gitlab sieht man das wohl anders. Da bin ich lediglich als Maintainer eingetragen und das ist bekanntlich nicht der Owner. Die Ownership ist nicht herauszubekommen. Über dieses spezielle Problem wird gelegentlich berichtet, ich habe das bis 2019 zurückverfolgt. Leider gab es nirgendwo eine brauchbare Information über die Ursache und wie die Abhilfe aussieht. Man könne sich ja - kostenpflichtig(!) - ans Gitlab-Team wenden. Das hat schon 'Gschmäckle'. Auch wenn mein Account kostenlos ist, für solche grundlegenden Fehlfunktionen muss eine kostenlose Kontaktstelle existieren - ich fand sie nicht. Schade, denn die gitlab-Browser-Oberfläche ist schon angenehmer gestaltet als bei github und gab bei mir damals den Ausschlag gitlab zu nehmen. Nun gut, ein Repo-Umzug ist kein Hexenwerk und so sind jetzt alle meine Repos zu github gewandert. Am liebsten hätte ich auch noch meinen ganzen gitlab-Account gelöscht aber den brauche ich bislang noch für die Arbeiten an der ftc-Seite.

Wie sind Eure Erfahrungen so mit gitlab, github, ...?

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Defiant
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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von Defiant » 23 Mär 2021, 09:22

Du kannst Gitlab auch selber hosten. Dann bist du dein eigener Admin. Ich persönlich habe meine Projekte von Github zu Gitlab umgezogen als Github von MS gekauft wurde und bisher keine Probleme gehabt. Und Github hat sich in letzter Zeit auch nicht mit Rum beklettert, siehe z.B. youtube-dl oder Iran. Allerdings glaube ich auch nicht, dass Gitlab sich hier besser verhalten hätte. Die einzige Alternative ist selber hosten...

Bzgl Gitlab: Das sie für eine Datenkorrektur Geld haben wollen finde ich ok. Alternativ kannst du ja versuch den den Bug in der Software Gitlab zu fixen. Den Pull Request dürften sie kostenlos akzeptieren.

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von richard.kunze » 23 Mär 2021, 12:01

Defiant hat geschrieben:
23 Mär 2021, 09:22
Du kannst Gitlab auch selber hosten. Dann bist du dein eigener Admin.
Wenn Du selber hosten willst, gibts aber auch deutlich leichtgewichtigere Alternativen als Gitlab. Gitea zum Beispiel. Kann natürlich nicht so viel wie Gitlab, reicht aber für kleinere Projekte locker aus.

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EstherM
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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von EstherM » 23 Mär 2021, 13:19

Hallo zusammen,
Beide Plattformen (Github und Gitlab) kenne ich praktisch hauptsächlich von der Arbeit mit der ftc. Ich bin bis jetzt mit beiden gut zurecht gekommen. Das von Zapfenkiller festgestellte Problem (nicht Owner des eigenen Repos) ist für mich eine klare Fehlfunktion. Das Repo hat dann keinen Owner? Das geht gar nicht! Auch nicht für ein kostenloses Werkzeug.

Wenn das Projekt public sein soll, ist selbst hosten ja auch keine Option. Die Sichtbarkeit auf den großen Plattformen ist relativ groß. Es ist nicht so, dass man in der Masse der Projekte untergeht.

Wenn selbst hosten eine Option ist, z.B. weil man ein kleines Projekt für ein kleines Team hat, und man sowieso einen Server zur Hand hat, kann ich noch Gogs empfehlen. So eine Art Gitlab/Github für Arme.

Gruß
Esther

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Defiant
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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von Defiant » 23 Mär 2021, 13:42

EstherM hat geschrieben:
23 Mär 2021, 13:19
Wenn das Projekt public sein soll, ist selbst hosten ja auch keine Option. Die Sichtbarkeit auf den großen Plattformen ist relativ groß. Es ist nicht so, dass man in der Masse der Projekte untergeht.
Verstehe ich nicht, kannst du das bitte etwas weiter erläutern?

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von PHabermehl » 23 Mär 2021, 13:47

Esther bezieht sich auf die Sichtbarkeit des Projekts. Wenn Du selbst hostest, musst du aktiv werden, wenn Du gesehen werden willst. Wenn Du einen der genannten Hoster nutzt, ist das "Gefundenwerden" deutlich wahrscheinlicher...
Zumindest verstehe ich das so. Wobei ja nicht jedes Projekt, dass "public" ist, auch aktiv um Aufmerksamkeit buhlt...

Gruß
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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von EstherM » 23 Mär 2021, 14:19

Hallo zusammen,

Wie schon häufiger, weiß Peter bestens, was ich sagen wollte. Danke für die Erklärung.

Wenn jemand ein Projekt auf "public" stellt, dann ist ja wohl das Ziel, das andere Menschen das Projekt nutzen oder sogar irgendwie dazu beitragen. Dabei ist es nicht nötig, dass diese Menschen sich persönlich kennen. Irgendwie müssen diese Menschen das Projekt finden und dazu Vertrauen finden. Und dazu scheinen mir Github/Gitlab gut geeignet.

Gruß
Esther

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von Defiant » 23 Mär 2021, 14:26

Verstehe ich nicht. Nur weil ein Projekt auf Github gehostet wird hab ich doch nicht mehr vertrauen dazu als bei einer anderen Plattform? Und zum finden von Projekten gibt es Web-Suchmaschinen.

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von EstherM » 23 Mär 2021, 14:37

Hallo zusammen,
Defiant hat geschrieben:
23 Mär 2021, 14:26
Verstehe ich nicht.
Verstehe ich richtig, dass "verstehe ich nicht" hier der Versuch ist, mir freundlich aber direkt zu widersprechen?


Gruß
Esther

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von PHabermehl » 23 Mär 2021, 15:36

Defiant hat geschrieben:
23 Mär 2021, 14:26
Und zum finden von Projekten gibt es Web-Suchmaschinen.
Natürlich... Aber vergleiche mal die Ergebnisse zwischen einer Suche nach "fischertechnik Servo" bei duckduckgo und thingiverse.
Wenn Du bei google auf den vorderen Plätzen der Hitlist landen willst, musst Du Dich ganz schön strecken.

Wobei ja, wie schon gesagt, eine breite Sichtbarkeit nicht immer oberste Priorität hat.

Und abgesehen von gewissen, m.E. berechtigten Vorbehalten gegenüber bestimmten Hostern (M$/GitHub) empfinde ich tatsächlich die Nutzung eines großen, bekannten Hosters vertrauensbildend. Wer seine Sachen auf GitHub veröffentlicht, stellt sich freiwillig auf die Lichtung und hat nichts dagegen, gesehen zu werden.

Gruß
Peter
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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von Defiant » 23 Mär 2021, 15:57

EstherM hat geschrieben:
23 Mär 2021, 14:37
Verstehe ich richtig, dass "verstehe ich nicht" hier der Versuch ist, mir freundlich aber direkt zu widersprechen?
Interessanter philosophischer Punkt, allerdings habe ich keine Ahnung von Philosophie. "Verstehe ich nicht" ist für mich erstmal nur "verstehe ich nicht". Und natürlich habe ich einen anderen Standpunkt wenn ich etwas nicht verstehe, also schon ein Versuch von Widerspruch. Allerdings müsste ich zum Widersprechen erstmal deinen Standpunkt verstehen, oder?
PHabermehl hat geschrieben:
23 Mär 2021, 15:36
Natürlich... Aber vergleiche mal die Ergebnisse zwischen einer Suche nach "fischertechnik Servo" bei duckduckgo und thingiverse.
Interessant, ich habe nie direkt bei thingiverse gesucht, und wenn ich nach einem 3D-Modell suche, würde ich bei google nach "fischertechnik Servo modell" suchen und nicht nur "fischertechnik Servo".
PHabermehl hat geschrieben:
23 Mär 2021, 15:36
Wenn Du bei google auf den vorderen Plätzen der Hitlist landen willst, musst Du Dich ganz schön strecken.
Nach meiner Erfahrung funktioniert der Google-Algorithmus immer noch ausreichend gut, so das die hinteren Plätze selten eines Blickes würdig sind.
PHabermehl hat geschrieben:
23 Mär 2021, 15:36
Wer seine Sachen auf GitHub veröffentlicht, stellt sich freiwillig auf die Lichtung und hat nichts dagegen, gesehen zu werden.
Auch interessant, weil imho jeder der etwas öffentlich ins Internet stellt nichts dagegen hat, wenn es jemand sieht. Die Ausnahmen wo so etwas unabsichtlich passiert mal ausgenommen. Ist für mich ein wenig die Kategorie von "Nachricht ist auf Facebook also ist sie vertrauenswürdig" oder "Video ist auf youtube also stimmt es schon was da drin ist".

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von Zapfenkiller » 23 Mär 2021, 17:07

Schönen Guten Tag,
Defiant hat geschrieben:
23 Mär 2021, 09:22
Du kannst Gitlab auch selber hosten. Dann bist du dein eigener Admin.
Vielen Dank für die Alternative. Selber hosten möchte ich nicht. Eine der Internet-Plattformen muss ausreichen.
EstherM hat geschrieben:
23 Mär 2021, 14:19
Wenn jemand ein Projekt auf "public" stellt, dann ist ja wohl das Ziel, das andere Menschen das Projekt nutzen oder sogar irgendwie dazu beitragen.
So ist es. Ohne Anspruch auf Veröffentlichung ist die gitbash und das lokale git völlig ausreichend um ein lokales Repo zu initialisieren. Tatsächlich möchte ich die Projekte der Öffentlichkeit zugänglich machen und so Leute an den Ideen teilhaben lassen. Gerne experimentiere ich erst private bis ein gewisser Reifegrad vorhanden ist. Sofern eines Tages meine Kriterien erfüllt sind, schalte ich das Repo public - genau das ging hier nicht.
Defiant hat geschrieben:
23 Mär 2021, 15:57
Nach meiner Erfahrung funktioniert der Google-Algorithmus immer noch ausreichend gut, so das die hinteren Plätze selten eines Blickes würdig sind.
Jeder wie er es mag. Mir persönlich geht diese Art der Zensur gegen den Strich. Ich liebe überraschende Funde und auch Blicke über den Tellerrand.
Defiant hat geschrieben:
23 Mär 2021, 09:22
Bzgl Gitlab: Das sie für eine Datenkorrektur Geld haben wollen finde ich ok. Alternativ kannst du ja versuch den den Bug in der Software Gitlab zu fixen. Den Pull Request dürften sie kostenlos akzeptieren.
Wenn ich das selbst verbocke, dann zahle ich für die nötige Hilfestellung. Es ist nur so, dass ursprünglich (also letztes Jahr) die Ownership bei mir lag. Umgestellt hat das wohl gitlab, aber das ist jetzt auch egal. Jedenfalls habe ich nicht die nötigen Ressourcen mir den gitlab-Code anzuschauen, zu verstehen und zu verbessern / korrigieren. Am Ende lag es gar nicht am gitlab-Code sondern an etwas Anderem.

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von PHabermehl » 23 Mär 2021, 22:00

Hallo Zapfenkiller,

es bleibt ja noch der etwas ärgerliche Weg, den aktuellen Stand in ein neues, öffentliches Repo zu migrieren. Kost' dann ja hoffentlich auch nichts...

Gruß
Peter
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viele Grüße
Peter

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von EstherM » 30 Mär 2021, 11:49

Hallo zusammen,
mir sind da doch noch zwei Punkte zu dem Thema eingefallen.

1. Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich unter meinem Gitlab-Account zwei Repos liegen habe, die ich selbst mal angelegt hatte (zu Testzwecken) und seitdem vergessen habe. Jetzt bin ich da Maintainer und nicht Owner. :x Einen Owner haben die Repos nicht. Ich bin also auch von dem Problem von Zapfenkiller betroffen. Ich werde es ignorieren. Soll der Code doch bei Gitlab verschimmeln.

2. Auf Heise gibt es heute eine Meldung, dass PHP zu Github umzieht (https://www.heise.de/news/PHP-Repositor ... 01439.html). Ich bin kein PHP-Fan und kenne mich mit PHP nicht aus, aber es scheint doch gute Gründe zu geben, keine eigene Infrastruktur zu betreiben.

Unbenommen davon ist die schon vor 2 Jahren diskutierte Frage, ob wir vielleicht doch mal ein Gitlab auf dem ftc-Server selbst hosten.

Gruß
Esther

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von richard.kunze » 30 Mär 2021, 14:36

EstherM hat geschrieben:
30 Mär 2021, 11:49
Unbenommen davon ist die schon vor 2 Jahren diskutierte Frage, ob wir vielleicht doch mal ein Gitlab auf dem ftc-Server selbst hosten.
Wenn wir was selber hosten wollen, würde ich eher Gitea oder Gogs nehmen. Sind beide um Größenordnungen einfacher zu betreiben und zu pflegen als Gitlab, und für unsere Zwecke reichen die auch völlig aus.

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Re: Erfahrungen mit git-Hostern

Beitrag von EstherM » 31 Mär 2021, 08:40

Hallo zusammen,
richard.kunze hat geschrieben:
30 Mär 2021, 14:36
und für unsere Zwecke reichen die auch völlig aus.
Dann stellt sich die nächste Frage: was sind unsere Zwecke?

- Wir könnten jedem Menschen mit einem Foren-Account ermöglichen, Fehlermeldungen, Wünsche usw. zu verfassen.
- Das Webinterface von z.B. Gogs könnte, mit der Foren-Nutzerverwaltung gekoppelt, einen direkten Zugriff auf die Dateien für die Website erlauben. Je nach Berechtigung des Users wäre noch eine Freischaltung durch einen Administrator/Moderator nötig.

Gruß
Esther

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