Luftdruck Motor
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Re: Luftdruck Motor
Oh ja, sehr schön!
Zur Drehmomentmessung:
1. mit Reibungsbremse: das wäre ein Reibbelag nach Väter Art, oder vielleicht auch in elektromagnetisch als Wirbelstrombremse. Man müsste den Motor gerade noch am Laufen halten. Das ist mit unseren Mitteln schwer zu kalibrieren, und das Vergleichen zweier Messungen ist auch so'n Ding.
2. über Viskosität: ein Flügelrad taucht mehr oder weniger tief in eine zähe Flüssigkeit. Der Rest ist wie unter 1.
3. über ein Dynamometer (Tipp von H.A.R.R.Y.): sowas geht auch mit einem Differenzial, als Whytesches Dynamometer. Am einen Achsende läuft der Motor, das andere wird mehr oder weniger fest gehalten, der Körper arbeitet gegen eine Feder oder einen Gummizug. Oder, sogar eichbar: auf den Körper wird eine Scheibe gesteckt, deren Radius linear zunimmt. Darauf läuft ein Seil mit einem Gewicht dran. Der Drehweg des Korpus gegen Feder/etc. gibt das Drehmoment in der Achse an. Bei der Spiralscheibe erhält man das Drehmoment als Produkt aus der Masse am Seil und dem Radius, bei dem das Seil gerade nicht mehr aufliegt, also horizontal auf Höhe der Achse.
Eine Beschreibung finde ich gerade auch online als Leseprobe (S. 33) aus "Bauen, erleben, begreifen" von den üblichen Verdächtigen https://www.assets.dpunkt.de/leseproben ... triebe.pdf.
Gruß,
Harald
PS: wenn es nicht reinrassig aus ft sein muss: als Lichtleiter geht auch Nylonseil oder ähnliches. Das gibt es mit bis zu 2mm Stärke im Baumarkt oder im Künstlerbedarf als "Bilderdraht", "Nylondraht", oder "Perlondraht", (z.B. Decofil).
Zur Drehmomentmessung:
1. mit Reibungsbremse: das wäre ein Reibbelag nach Väter Art, oder vielleicht auch in elektromagnetisch als Wirbelstrombremse. Man müsste den Motor gerade noch am Laufen halten. Das ist mit unseren Mitteln schwer zu kalibrieren, und das Vergleichen zweier Messungen ist auch so'n Ding.
2. über Viskosität: ein Flügelrad taucht mehr oder weniger tief in eine zähe Flüssigkeit. Der Rest ist wie unter 1.
3. über ein Dynamometer (Tipp von H.A.R.R.Y.): sowas geht auch mit einem Differenzial, als Whytesches Dynamometer. Am einen Achsende läuft der Motor, das andere wird mehr oder weniger fest gehalten, der Körper arbeitet gegen eine Feder oder einen Gummizug. Oder, sogar eichbar: auf den Körper wird eine Scheibe gesteckt, deren Radius linear zunimmt. Darauf läuft ein Seil mit einem Gewicht dran. Der Drehweg des Korpus gegen Feder/etc. gibt das Drehmoment in der Achse an. Bei der Spiralscheibe erhält man das Drehmoment als Produkt aus der Masse am Seil und dem Radius, bei dem das Seil gerade nicht mehr aufliegt, also horizontal auf Höhe der Achse.
Eine Beschreibung finde ich gerade auch online als Leseprobe (S. 33) aus "Bauen, erleben, begreifen" von den üblichen Verdächtigen https://www.assets.dpunkt.de/leseproben ... triebe.pdf.
Gruß,
Harald
PS: wenn es nicht reinrassig aus ft sein muss: als Lichtleiter geht auch Nylonseil oder ähnliches. Das gibt es mit bis zu 2mm Stärke im Baumarkt oder im Künstlerbedarf als "Bilderdraht", "Nylondraht", oder "Perlondraht", (z.B. Decofil).
--- Ich liebe es, wenn ein Modell funktioniert. ---
Re: Luftdruck Motor
Hallo Harald,
vielen Dank für Deine Ideen! In der allwissenden Müllhalde bin ich auf eine einfache Methode gestoßen, wie man das Motordrehmoment ausmessen könnte. Was hältst Du davon: https://www.youtube.com/watch?v=2Fnh7tJzchc
Die Idee mit den Nylonfäden könnte man mal ausprobieren. Um genügend Licht durch zu bekommen, müsste man ein "Glasfaserbündel" aus mehreren Nylonfäden nehmen. Aber das werden uns die ft-Puristen nicht gelten lassen und der Lichtleitstab war ja gerade Bestandteil einer reinen Fischertechnik-Lösung.
Viele Grüße
Florian
vielen Dank für Deine Ideen! In der allwissenden Müllhalde bin ich auf eine einfache Methode gestoßen, wie man das Motordrehmoment ausmessen könnte. Was hältst Du davon: https://www.youtube.com/watch?v=2Fnh7tJzchc
Die Idee mit den Nylonfäden könnte man mal ausprobieren. Um genügend Licht durch zu bekommen, müsste man ein "Glasfaserbündel" aus mehreren Nylonfäden nehmen. Aber das werden uns die ft-Puristen nicht gelten lassen und der Lichtleitstab war ja gerade Bestandteil einer reinen Fischertechnik-Lösung.
Viele Grüße
Florian
Re: Luftdruck Motor
Bei solchen elektropneumatischen Installationen ist das Kabel- und Schlauchmanagement eine Herausforderung.
So richtig toll ist es noch nicht, aber momentan das beste, was ich habe:
So richtig toll ist es noch nicht, aber momentan das beste, was ich habe:
Re: Luftdruck Motor
hier ein Versuch, eine Kurbelwelle mit Papierstreifen-Klemmtechnik und BS-15 zu basteln:
Ob das was wird...
Re: Luftdruck Motor
Wenn nicht gibt es ja immer noch Sekundenkleber.
vg
Jan
Meine 3D-Designs für fischertechnik: www.printables.com/social/202816-juh www.thingiverse.com/juh
Re: Luftdruck Motor
Hallo Florian,
alle deine hervorragenden Motoren sowie auch alle, die ich gefunden habe, modellieren im Prinzip Verbrennungsmotoren oder schnell laufende Dampfmaschinen. Die Drehzahl fast aller liegt über 1 Hz. Die faszinierenden Dampflokomotiven können dagegen aus dem Stand heraus sehr langsam aber mit vollem Drehmoment anfahren. Das wollte ich gerne nachahmen. Als Vorlage habe ich den "liegenden Dampfmotor" auf Seite 63 der großartigen Anleitung des Baukastens "Pneumatik" genommen und um einen zweiten Zylinder erweitert. Gesteuert wird er mit den ffm-Magnetventilen. Der entscheidende Punkt sind die Abluftdrosseln, die soweit zugedreht werden, dass die Kolben ohne Last etwa eine halbe Sekunde brauchen für eine komplette Bewegung. Wenn jetzt noch die Zuluft gedrosselt wird, startet die Maschine ganz langsam. Mit Öffnen der Zuluft-Drossel kann dann die Drehzahl gesteigert werden und auch wieder reduziert werden.
Vielen Dank für deine tollen Anregungen!
Rudi
alle deine hervorragenden Motoren sowie auch alle, die ich gefunden habe, modellieren im Prinzip Verbrennungsmotoren oder schnell laufende Dampfmaschinen. Die Drehzahl fast aller liegt über 1 Hz. Die faszinierenden Dampflokomotiven können dagegen aus dem Stand heraus sehr langsam aber mit vollem Drehmoment anfahren. Das wollte ich gerne nachahmen. Als Vorlage habe ich den "liegenden Dampfmotor" auf Seite 63 der großartigen Anleitung des Baukastens "Pneumatik" genommen und um einen zweiten Zylinder erweitert. Gesteuert wird er mit den ffm-Magnetventilen. Der entscheidende Punkt sind die Abluftdrosseln, die soweit zugedreht werden, dass die Kolben ohne Last etwa eine halbe Sekunde brauchen für eine komplette Bewegung. Wenn jetzt noch die Zuluft gedrosselt wird, startet die Maschine ganz langsam. Mit Öffnen der Zuluft-Drossel kann dann die Drehzahl gesteigert werden und auch wieder reduziert werden.
Vielen Dank für deine tollen Anregungen!
Rudi
Re: Luftdruck Motor
Und sie fährt tatsächlich:
Zuverlässig ganz langsam aus dem Stand heraus. Zur Steigerung der Geschwindigkeit hatte ich beim Standmodell die Drossel hinter dem Kompressor langsam geöffnet. Das habe ich hier anders gelöst, indem der Kompressor über die Fernsteuerung stärker und schwächer eingestellt wird. Das funktioniert prima. Die Steuerung über die Schaltscheiben kommt mit 2 Tastern aus: Im Ruhezustand ist Magnetventil 1 eingeschaltet, im Zustand EIN das Magnetventil 2. Das Prinzip habe ich der Bauanleitung vom alten Pneumatik-Kasten entnommen. Als Schienen habe ich bisher Bauplatten 15x90 6Z vorgesehen. Die ersten Fahrversuche habe ich aber auf dem Boden unternommen. Ein Video werde ich noch erstellen.
Viele Grüße,
Rudi
Zuverlässig ganz langsam aus dem Stand heraus. Zur Steigerung der Geschwindigkeit hatte ich beim Standmodell die Drossel hinter dem Kompressor langsam geöffnet. Das habe ich hier anders gelöst, indem der Kompressor über die Fernsteuerung stärker und schwächer eingestellt wird. Das funktioniert prima. Die Steuerung über die Schaltscheiben kommt mit 2 Tastern aus: Im Ruhezustand ist Magnetventil 1 eingeschaltet, im Zustand EIN das Magnetventil 2. Das Prinzip habe ich der Bauanleitung vom alten Pneumatik-Kasten entnommen. Als Schienen habe ich bisher Bauplatten 15x90 6Z vorgesehen. Die ersten Fahrversuche habe ich aber auf dem Boden unternommen. Ein Video werde ich noch erstellen.
Viele Grüße,
Rudi
Re: Luftdruck Motor
Hier ist der Link zum Filmchen der pneumatischen Lokomotive:
https://youtu.be/CYACpmrXwYs
https://youtu.be/CYACpmrXwYs
- steffalk
- ft:pedia-Herausgeber
- Beiträge: 2022
- Registriert: 01 Nov 2010, 16:41
- Wohnort: Karlsruhe
- Kontaktdaten:
Re: Luftdruck Motor
Wun-der-bar, Rudi! Ich glaube, damit hast Du ein Gebiet aufgestoßen, an dem man noch laaange tüfteln kann!
Beste Grüße,
Stefan
Beste Grüße,
Stefan
Re: Luftdruck Motor
Hallo Rudi,
guter 2-Zylinder-Antrieb mit Push-Pull wie bei einer richtigen Dampflok und tolles Lok-Chassis, ! Deine Modelle enthalten ein paar neue Design-Patterns, auf die ich nicht gekommen bin, obwohl ich lange darüber gebrütet habe.
Zum einen, die gespaltene Pleuelstange mit zwei Statik-Streben. Man versucht ja in erster Linie die Teile nicht zu verbiegen.
Und zum Anderen, Deine verschiebe-sicheren Exzenter-Konstruktionen.
Die Löcher der kurzen Statik-Streben haben 15mm Abstand, was dann einen Hub von 30mm ermöglicht, der optimal zu den langen Zylindern passt.
Aus der Exzenter-Lösung Deines ersten Modells lässt sich ein Exzenter für kurze Zylinder ohne 3D-Teile oder Papierschnipsel-Klemmung ableiten (und das ist nur eine Variante von vielen) Viele Grüße
Florian
guter 2-Zylinder-Antrieb mit Push-Pull wie bei einer richtigen Dampflok und tolles Lok-Chassis, ! Deine Modelle enthalten ein paar neue Design-Patterns, auf die ich nicht gekommen bin, obwohl ich lange darüber gebrütet habe.
Zum einen, die gespaltene Pleuelstange mit zwei Statik-Streben. Man versucht ja in erster Linie die Teile nicht zu verbiegen.
Und zum Anderen, Deine verschiebe-sicheren Exzenter-Konstruktionen.
Die Löcher der kurzen Statik-Streben haben 15mm Abstand, was dann einen Hub von 30mm ermöglicht, der optimal zu den langen Zylindern passt.
Aus der Exzenter-Lösung Deines ersten Modells lässt sich ein Exzenter für kurze Zylinder ohne 3D-Teile oder Papierschnipsel-Klemmung ableiten (und das ist nur eine Variante von vielen) Viele Grüße
Florian