accu set

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accu set

Beitragvon jmn » 17 Apr 2017, 22:13

Gutenabend,

Habe mahl eine frage uber die Accu set.
Ich habe 2 von diesen Akku sets. Eine ist denn NiCd 940mAh und denn andere ist denn NiMH 1500 mAh.
Beide werden nicht mehr aufgeladen und wollte denn wegwerfen. Ich bin aber ein bisschen neugierig und habe die beide Deckel vom Akku set abgenommen um mahl zu sehen was drin ist.
Es gib da 7 AA Batterien der zusammen ein Akku formen.
Damit habe ich mir gedacht; kann mann das Akku set nicht einfach mit 7 aufladbaren Batterien austauschen?
4 Stuck wieder aufladbare Batterien kosten (bei Ikea; 2450 mAh) nur € 6,50.
Oder habe ich da zu einfach gedacht?

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Re: accu set

Beitragvon Kilian » 18 Apr 2017, 07:25

Grundsätzlich geht das natürlich. Du solltest dann aber Zellen mit Lötfahne nehmen (Conrad, Reichelt, Pollin, etc...), da ohne diese die Übergangswiderstände sich sehr summieren und selbst anlöten schnell den Akku zerstört.

Schön wäre ja, wenn Fischers endlich einen LiIo-Akku rausbringen würden der ordentlich Leistung hat.
Beste Grüße
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Re: accu set

Beitragvon Harald » 18 Apr 2017, 16:56

... und da ist noch eine elektronische Sicherung im Original-Akku verbaut. Solange du keinen Kurzschluss fabrizierst, geht's natürlich auch ohne.

und wenn neue der Li-Ionen-Akku auch noch bessere Möglichkeiten zum Anbauen hätte (rund herum Nuten wie beim Tx) ... gar nicht auszudenken!
--- Ich liebe es, wenn ein Modell funktioniert. ---
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Re: accu set

Beitragvon Kilian » 18 Apr 2017, 20:28

Genau, Format 30x30x60, 7,6Volt, 3000mAh... schwärm... :o ;)
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Re: accu set

Beitragvon Andre » 02 Mai 2017, 17:22

Man bekommt Akkupacks mit 8 Mignonzellen mit diversen Kapazitäten, bis zu 2800 mAh Nennkapazität. Man hat da natürlich eine Zelle zu viel, ist allerdings meist trotzdem günstiger als 7 Einzelzellen mit Lötfahne. 9,6v sind im Modellbau halt verbreiteter als 8,4V. Ein Flatpack kann man entsprechend trennen, 4 Zellen 3 Zellen und eine Zelle. Die 4 und 3-Zellenabschitte verbaut man im Fischertechnik-Gehäuse.
In diesen Packs ist an einer Stelle meist eine Verdickung zwischen den Lötfahnen. Das ist die Sicherung. An dieser Stelle sollte man den Pack also nicht trennen. Ggf. sind auch Sicherungen bei den flachen Akkupacks am Anfang und Ende in Schrumpfschläuchen.

Ich habe mir eben bei eBay ein "9.6v Long Using Time Battery Pack 2600mAh Nimh Practical Flat Battery" für 8,85€ (mit Versand) bestellt. Ob man der Kapazitätsangabe trauen kann, wage ich zu bezweifeln, werde ich aber, wenn sie da sind, messen. Aber die Original-FT-Akkukapazität von 1300 mAh sollten sie wohl erreichen oder überschreiten.

Akkus ohne Lötfahne kann man meist nicht löten, das Material eignet sich nicht. Die Lötfahnen sind an den Akkus meist punktgeschweißt.
Normale Akkus müsste man in einen Batteriehalter stecken (und selber Sicherung vorsehen). Leider passen die dann nicht mehr ins FT-Gehäuse. Eventuell kann man aber die Kontakte eines Bateriehalters aus diesem ein- und ins FT-Gehäuse einbauen. Einzelbatterien haben den Vorteil, dass sie einzeln in einem preiswerten Ladegerät mit Refresh- und Kapazitätsmessfunktion geladen werden können. Macht eine Zelle schlapp, so ist bei einem Pack quasiedas ganze Pack hin, bei Einzelzellen kann man diese einzeln tauschen. Dafür hat man als Nachteil den schon in diesem Thread erwähnten Kontaktwiderstand.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte (auch die "Lötfahnen" in Akkupacks sind nicht immer einfach zu löten, wegen der Temeraturableitung) und dafür etwas mehr Geld auszugeben bereit ist: Bei Conrad ist mit der Bestellnummer 206059 - 62 für ca. 19€ genau das passende Akkupack 8,4v 1800 mAh verfügbar, bei dem die Zellen genau so angeordnet sind wie bei FT und auch die Sicherung schon drin ist. Preislich ist man dann aber schon nicht so weit vom Originalpreis.

Weils schon angesprochen wurde: Lipo ist als Kinderspielzeug aus meiner Sicht zu gefährlich. Ich hoffe nicht, dass Fischertechnik das ins Programm aufnimmt.

Wenn man mehr Kapazität benötigt, kämen Akkupacks aus Babyzellen in Betracht. Für ca. 19€ bekommt man bei eBay 7Zellen-Packs mit 4200mAh. Wer z.B. den Schaufelradbagger (Power Machines) mit Fernbedienung und Antriebsmotoren ausstatten möchte (man braucht dann ca. 8 Motoren, zwei Fernbedienungsempfänger, Sondmodul, also ordentlich Power), könnte einen solchen Akku gleich als Gegengewicht einsetzen, also statt der Zylinderhülsen mit den Gewindestangen als Gegengewicht befestigen.
Eine weitere Alternative wäre die Unterbringung der Babyzellen in den alten Bateriestäben; allerdings muss man hier drei Stäbe nemen und die Zellen auf drei Stäbe verteilen. Das Zellengewicht kann auch hier praktisch genutzt werden, wenn man diese bei eigenen Modellen bodennah anbringt und so die Kippsicherheit verbessert.
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Re: accu set

Beitragvon jmn » 03 Mai 2017, 22:27

Allen Dank furs Antwort.
Ich habe da doch mahl mit die Ikea Batterien probiert und muss sagen es hat geklappt!
Von den alten Akku packs habe ich denn Sicherung abgerissen und verwendet in die Lötung. Die Lötung war doch ziemlich einfach zu machen. Nur die beide Seiten vom Batterie leicht mit Schmirgelpapier sauber machen und die Lötung halt gut.
Bisher klappt das alles noch. Die Batterie schaft schon 9.5 Volt (und das mit nur 7x1.2V ???). Kapizitat habe ich nicht gemessen.
ich musste nur ein kleines Stück ins Gehause abschneiden (ins Gehause sind die Löcher fur den Anschluss-buchsen. An die seite vom Buchsehalter steckt ein kleine Stuck material um das original Akku pack zu sichern; dies musste ich wegschneiden).
Ob die Batterien mit das Originalen fischertechnik Ladegerät vollständig aufgeladen sind, kann ich nich genau sagen.

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Re: accu set

Beitragvon Andre » 03 Mai 2017, 22:43

Das Fischertechnik Ladegerät sollte korrekt laden, auch wenn die Kapazität höher ist. Die Ladeabschaltung erfolgt bei quasi jedem NiMh-tauglichen Ladegerät durch Erkennen der Spannungskurve am Ende des Ladevorgangs.
An anderer Stelle wurde mal erwähnt, dass auch das NiCd-Ladegerät von FT schon korrekt mit NiMh-Akkus arbeitet. Ich habe das selber aber nicht getestet, sondern gehe auf Nummer Sicher und verwende nur offizielle NiMh-Ladegeräte.
Das bot sich bei mir aber eh an, da ich 2 FT-NiMh-, 1 FT-NiCd- und ein Conrad Modellbau (NiCd, NiMh, BleiGel, LiIon/LiPi) Ladegeräte habe. Letzteres mit diveresen Meßprogrammen und verschiedenen Adapterkabeln - aber natürlich ohne spezielles Kabel für die FT-Akkupacks. Da bot es sich geradezu an, Kabel und Stecker vom FT-NiCd-Lader abzuschneiden, mit 4mm Bananensteckern zu versehen und als FT-Adapter zum Conrad Ladegerät zu packen...
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Re: accu set

Beitragvon ThomasW » 03 Mai 2017, 22:59

jmn hat geschrieben:Die Batterie schaft schon 9.5 Volt (und das mit nur 7x1.2V ???).

Das ist pro Akku "nur" etwa 1.35V und durchaus normal.
Meine NIMH-Modellbauakkus kann ich bis etwa 1.5V laden.
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Re: accu set

Beitragvon Kilian » 04 Mai 2017, 13:09

Das das Zusammenlöten der Einzelzellen erst mal klappt ist schon klar. Das Problem ist eher, dass man durch die eingetragene Hitze den Akku innen schädigt und die Kapazität deutlich reduziert wird.

Man kann mit einem sehr großen Kondensator (1f) eine Punktschweissung durchführen, dauert 1/100stel Sekunde und schont den Akku. Hat man nur meist nicht einfach rumliegen...
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Re: accu set

Beitragvon Andre » 08 Mai 2017, 10:36

Frage an den Threadersteller: Handelt es sich um die Ladda 2450 - Akkus von IKEA?
Nach einem Bericht https://www.gocacher.de/entdecke-die-mo ... eloop-pro/ handelt es sich dabei um (nahezu) baugleiche Akkus aus der selben Fabrik wie bei den "eneloop pro". Lade-/Endladekurve und extrem geringe Selbstentladung zeichnen diese Akkus aus.Aufgrund der geringen Selbstentladung können die Akkus vorgeladen ausgeliefert werden (Ready to use). Die Serienstreuung der Akkus ist relativ gering, so dass sich gute Akkupacks auch ohne intensive Selektion bauen lassen.
Die eneloop-pro-Akkus sind ein Kompromiss; höhere Kapazität und relativ hohe mögliche Stromentnahen führen zu "nur" 500 Ladezyklen. Alle meine (gebrauchten) FT-Akkus waren aber eh vorher defekt: Selbstentladung bis zur Tiefentladung durch zu lange Lagerung.

Da ich diese Akkus noch nicht habe (bei meinen Akku-Tausch-Aktionen habe ich normale NiMh-Akkupacks umbebaut), würde mich ein Erfahrungsbericht sehr interessieren - insbesondere, ob die Ladeschlusserkennung mit den Fischertechnik-Ladegeräten zuverlässig funktioniert (wegen der von normalen NiMh-Akkus abweichenden Ladekurve), und wie sich der Akkupack nach 10-20 Ladezyklen verhält.

Insgesamt halte ich die Nutzung von Eneloop pro-Akkus mit geringer Selbstentladung für eine sehr gute Idee. Alle FT-Akkus, die ich bisher repariert habe, waren vom Vorbesitzer "gar nicht so viel genutzt worden" - was wohl die Ursache für die Defekte war. Tiefentladung durch Selbstentladung. Ein Problem, dass die Ready-to-use-Akkus nicht in dem Umfang haben.
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Re: accu set

Beitragvon jmn » 09 Mai 2017, 14:10

Hallo Andre,

Genau, es sind die Ladda 2450 von IKEA.
Ich habe bis jetzt noch nicht weiter als einmahl aufgeladen (mit ein Altes Akku Ladegerat NiCd vom fischertechnik).
Ich muss mahl eine Messung machen wie lange die Ladezeit ist, weil ich es nicht registriert habe.
Am Ende der Cyclus hat das Led vom Ladegerat geblinkt, so seht aus dad die Ladeschlusserkennung funktioniert hat.
Ob die Akku aber denn volstandigen 2450 mAh schaft, kann ich aber nicht gut prufen.

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Re: accu set

Beitragvon Kosmas » 09 Jun 2017, 18:57

Ein kleiner Tipp noch: mein alter NiCd-Akku ließ sich nicht mehr laden, d.h., nach einigen Minuten hat die LED aufgehört zu blinken, ein angeschlossener Motor lief nur einige Sekunden. Ich habe versucht, die Zellen einzeln aufzuladen. Die Zellen habe ich einzeln über eine Krokoklemme an ein normales Ladegerät für Rundzellen angeschlossen. Die Krokoklemmen habe ich am Ladegerät mit einem Korken eingeklemmt.

Nachdem ich alle 7 Zellen nacheinander laden konnte (Vorsicht, keinesfalls mehrere Zellen gleichzeitig auf diese Weise laden!), war der gesamte Akkupack wieder voll. Die Kapazität habe ich nicht gemessen, der Akku hatte aber gefühlt volle Kapazität.

Allerdings fürchte ich, dass das nicht ewig funktioniert. Der alte Effekt wird sich sicher wieder bald einstellen. Aber einen Versuch ist es eventuell Wert. Je älter die Akkus werden, desto mehr unterscheiden sich ihre elektrischen Werte, sodass eine Ladung in Reihe ohne Einzelansteuerung der Zellen nicht dauerhaft funktionieren wird.
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Re: accu set

Beitragvon Andre » 10 Jun 2017, 21:34

Ja, das ist das Problem bei Akkupacks. Bei LiIo/Lipo ist das so extrem, dass selbst die billigsten China-Akkupacks fürs Fahrradlicht einen eingebauten Loadbalencer haben (denn dort wirds brandgefährlich...), Modellbauakkus haben einen Loadbalencer-Anschluss, der mit dem entsprechenden Ladegerät verbunden wird.

Grundsätzlich besteht das Problem aber auch schon bei NiCd und NiMH, nur haben hier weder Akkus, noch Ladegeräte einen Loadbalacer-Anschluss.

Bleibt letztlich nur die Verwendung von Einzelzellen in Akkupacks. Dem Nachteil des Kontaktwiderstands (den man mit Vergolden der Kontakte per Galvanisieren minimieren könnte) steht eine viel längere Nutzungsdauer der Akkus entgegen.
Die Kontaktplätchen mit Federkontakt gibts aus China (" 30 Pcs Metal AA Batteries Spring Contact Plate", " Metal AA Battery Spring Contact Plate Silver Tone"), einfach mit Sekundenkleber in eine graue Kleinteilebox kleben

akku-offen.jpg


War mein erster Versuch, funktioniert zwar, aber ich hätte die Kontakte an die anderen Seiten kleben sollen, so ist der Akkupack um 90° verkehrt:

akku-zusammengebaut.jpg


Mit dem Deckel bin ich noch nicht ganz zufrieden. Die 2,6 mm Bananenbuchsen stehen mir zu weit nach oben. Ich überlege, beim nächsten mal die Löcher passend für Bundhülsen zu bohren (bzw. ein noch vorhandenes Originalakkupack-Gehäuse zu nehmen), diese dann mit Sekundenkleber zu fixieren und dann mit Epoxydharz (kleine Schalung mit Pappe und Tesa) zu vergießen.
Leider habe ich keinen 3d-Drucker. Ideal wäre, die Löcher und die Kerbe gleich mit dem Deckel zu drucken und an der Unterseite gleich um die Löcher Zylinder für die Aufnahme des Kerns einer Zwergsteckerkupplung zu fertigen. Vielleicht macht das ja jemand anders mal...

Die Kleinteileboxen in rot sind ca. 1mm kleiner als die Akkupacks oder die grauen Boxen; 4 AA-Akkus passen gerade eben nicht nebeneinander. Also werden es graue Akkupacks, sofern man kein originales Akkugehäuse entkernt (hier muss man dann auch innen Stege wegdrehmeln)

Edit:
Schlechte Nachricht
Ich habe eben meinen zweiten Akkupack gebaut; diesmal richtig gedreht und mit Leuchtenstein als Anschlussterminal.
Damit sich das Gehäuse nicht so ausbeult, per Seil gesichert. Schick schauts ja aus:

tmp_26893-2017-06-11-15-57-13-800x745885100394.jpg


Problem: in der unteren Akkulage sitzen die Akkus zu fest, als das die Federn sie zuverlässig gegen die Pluspole schieben würden. Lege ich erst die untere Lage Akkus ein, spanne dann das Sicherungsseil und friemel dann die oberen drei Akkus ein, funktioniert es. Wie zuverlässig, wenn das Modell dann den Akku Erschütterungen aussetzt, ist eine andere Frage.
Ohne das Sicherungsseil gehts nicht.
Prinzipell zwei Lösungen: Zwei nicht nebeneinander liegende Akkus von der Isolation befreien - dann wäre genug Spiel, damit die Federn wieder schieben können. Nicht elegant und nicht empfehlenswert.
Besser: andere Kontakte. Die Kontakte für die Minuspole sind O.K. Die Kontakte für die Pluspole müssten durch federnde Kontakte "aa battery spring positive" ersetzt werden. Das dürfte die Probleme zuverlässig beheben, auch bei Erschütterungen.

Die Kontakte habe ich bestellt; ich berichte dann, wie es funktioniert.
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Re: accu set

Beitragvon blackboxxx » 11 Jul 2017, 00:08

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Re: accu set

Beitragvon Andre » 11 Jul 2017, 00:47

Die Abmessungen der fertigen 8-Zellenhalter sind 61*62,5*29,5mm³. Das überschreitet die Abmessungen des Originalakkus von 60*60*30mm³ zwar nur gering in Länge und Breite, sorgt aber bei einigen Modellen dafür, dass der Akku sehr stramm sitzt. Dazu noch der Polwendeschalter und der Clip.
Außerdem fehlt eine Befestigung an Fischertechnik-Modelle.
Die Kleinteilekästen hingegen passen naturgemäß exakt ins Raster und haben Befestigungsnasen. Die Zwergbuchsen haben genau den Abstand wie bei den Originalakkus, wenn man Leuchtsteine einklebt; mit minimalen Anpassungen kann man zwischendurch auch mal das Originalladegerät einsetzen.
Natürlich ist der Umbau aufwendiger und etwas teurer; in Bezug auf die Kosten für vernünftige Akkuzellen (Eneloop pro/Ladda) ist das aber aus meiner Sicht vernachlässigbar.
Mit den neuen Pluskontakten (federnd) in der unteren Lage sind die Wackelkontakte jetzt auch erledigt.
Die Nylonschnurlösung gegen Verformung funktioniert erstaunlich gut und stört quasi nicht. Damit wird exakt im Raster geblieben, wenn man für das Seil das Gehäuse leicht einfurcht.
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Re: accu set

Beitragvon Bello » 12 Jul 2017, 21:44

Hallo Andre,

habe einen 3D Drucker und Interesse an einer mit Einzelakkus bestückbaren Lösung. Da 60*60 sehr beengt ist denke ich schon eine Weile darüber nach ob 60*75 funktionieren könnte für 7 Mignon Akkus. Die gewonnenen Millimeter könnte man nutzen für die Sicherung (falls nicht an anderer Stelle möglich) und vor allem einen integrierten Polwendeschalter wie beim Batteriekasten 135719. Wenn der Schalter nicht so groß ist kann man an der Stirmseite noch ein paar FT Nuten unterbringen. Für den ersten Schritt könnte ich dir ein Leergehäuse 60*75 schicken.
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Re: accu set

Beitragvon Bello » 02 Okt 2017, 23:17

Die gemeinsam mit Andre weiterentwickelte Akkubox hat einen brauchbaren Stand erreicht. Wie beim Original passen sieben AA Akkus in 60x60x30mm. Die seitlich in den Deckel greifenden Stege verhindern das Ausbeulen. Innen haben die Seitenwände Vertiefungen für die auf Andre's Bildern sichtbaren Batteriekontakte, d.h. es lassen sich handelsübliche Akkus von Eneloop, Ikea etc. verwenden. Die Anschlüsse und das rechteckige Kodierungsloch entsprechen dem Original und ermöglichen das Laden mit dem FT Ladegerät. Auf der Innenseite unterhalb der Anschlüsse ist Platz für die auch von FT verwendete Streifensicherung Polyswitch SRP200.
Bild
Bild

So richtig kinderzimmertauglich ist die Box leider nicht. Zwar wird der Deckel vorne durch zwei in die Box greifende Zungen und hinten durch eine quer eingeschobene FT Kunststoffachse sicher in Position gehalten und verhindert seinerseits das Verrutschen der Akkus. Aber der Kurzschlusstest mit Eneloop Pro deckt einen Schwachpunkt auf. Die Streifensicherung braucht konstruktionsbedingt einige Sekunden bis der Stromfluss komplett unterbrochen ist. In dieser Zeit liefern die sehr leistungsfähigen Akkus einen hohen Strom der die Federn der Batteriekontakte sehr stark erhitzt. Sie merken sich ihren zusammengedrückten Zustand wodurch der Federdruck verschwindet und Wackelkontakte entstehen. Wahrscheinlich unterbricht dies den Stromfluss schon bevor die Sicherung greift. Den Federdruck kann man wieder einigermaßen herstellen. Aber wenn man beim Modellbau erst mit den FT Originalteilen (Akku/Netzteil) für fehlerfreie Verkabelung sorgt und anschließend eine der neuen Akkuboxen einsetzt hat man wahrscheinlich am meisten davon.
Zuletzt geändert von Bello am 04 Okt 2017, 23:23, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: accu set

Beitragvon Andre » 03 Okt 2017, 02:34

Gegenüber den Originalzellen eines FT-Akkus lassen die Enerloop oder Ikea Akkus höhere Entladeströme zu.

Eine Alternative zum originalen Sicherungskonzept wären daher Schmelzsicherungen. Der Platz im Gehäuse müsste dafür ausreichen.
Vorteile:
Zuverlässiges, schnelles Auslösen
Flexible Absicherung - je nach Akkuzellen (Enerloop pro dürfen nach Datenblatt 4A abgeben - billige Zellen ggf deutlich weniger)
Nachteile:
Fummeliges Wechseln nach Kurzschluss (Zellen der oberen Lage müssen entnommen werden)
Kosten: ca. 2€ für 100 Sicherungen (mit Versand aus China)

Als Kinderspielzeug sind Zellen mit weniger Stromabgabe und dem originalem Sicherungskonzept praktischer. Für Erwachsene würde ich Schmelzsicherungen bevorzugen, um die besseren (und teureren) Zellen zu schützen.

Die Gehäuse von Robert sind echt klasse, ich hatte das große Glück, die Entwicklung begleiten zu dürfen. Von Prototyp zu Prototyp wurde es immer besser. Das letzte Detail war die Verriegelung, die verhindert, dass der Deckel beim Herunterfallen abgehen kann - in dem Fall bestünde das Risiko, dass Zellen halb rausrutschen und zwischen oberer und unterer Lage ein Kurzschluss intern (und damit ungesichert) entsteht. Genau das war mir mit dem vorletzten Prototyp passiert - glücklicherweise. Von dem Umbau von originalen Teileboxen, wie ich es vorher machte, kann ich daher nur abraten, falls die Gefahr besteht, dass mit den Risiken nicht vertraute Personen (insbesondere Kinder) sie in die Hand bekommen.
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Re: accu set

Beitragvon Bello » 17 Okt 2017, 10:46

Eine weitere gute Anregung von Andre! (dem Steve Jobs der FT Akku Alternativen)

Inzwischen gibt es einen für 5x20mm Schmelzsicherungen passenden Prototypen. Auf dem linken Teil des im Bild blau markierten Balkens werden die nach unten offenen Halter befestigt. In diese wird die Sicherung gesteckt. Wie von Andre beschrieben müssen für ihren Wechsel die Akkus entnommen werden.

Bild

Nun eine vielleicht triviale Frage: Welches Auslöseverhalten ist zu wählen, damit die Akkus und Batteriekontakte bei 8,4V zuverlässig geschützt werden?

Betrachtet man die dünnen FT Kabel erscheint alles oberhalb von 2A problematisch. Eine flinke bis mittelträge 2A Sicherung bietet sich an. Laienhaft gedacht: Überschreitet der Strom für 20 bis 90ms den aufgedruckten Grenzwert, löst die Sicherung aus. Nach Studium von Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherung) kommen Zweifel auf. Die gängigen Schmelzsicherungen werden bezogen auf 250V spezifiziert. Sie zeigen laut ergoogelten Kennliniendiagrammen im Niedervoltbereich ein abweichendes Verhalten, das zu den Wikipedia Informationen passt:

"Schaltvermögen: ... Die Angabe des Schaltvermögens ist nur sinnvoll zusammen mit Betriebsspannung und Stromart: ... Das Schaltvermögen sinkt mit steigender Betriebsspannung. Gelegentlich werden unterschiedliche Werte für verschiedene Spannungen angegeben.
...
Auslöseverhalten: Die Auslösezeit ist von der Charakteristik abhängig, ebenso wie vom Strom als Faktor des Nennstroms. Der Sicherungsnennwert ist keineswegs eine harte Grenze, bei der eine Sicherung bei minimaler Überschreitung auslöst. Träge Glassicherungen (nach EN 60127-2 Blatt 3) müssen den 1,5-fachen Nennstrom mindestens eine Stunde halten. D.h. die Sicherung muss hierbei nicht auslösen. Bei 2,1-fachem Nennstrom muss sie spätestens nach 2 Minuten auslösen, bei 4-fachem nach 3 Sekunden und bei 10-fachem nach spätestens 0,3 Sekunden."
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Re: accu set

Beitragvon Pudy » 17 Okt 2017, 21:25

Hallo,

Nichts für ungut. Aber diese Diskussion beweist warum Firmen die für ihre Produkte verantwortlich sind mehr Geld nehmen als die Einzelteile kosten.

Das hier klingt für mich solangsam wie versuchte Brandstiftung, wenn das jemand nachbaut und seine Hütte abraucht und die Versicherung diese Anleitung findet......

Immer schön vorsichtig!
Viele Grüße Pudy
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