3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

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3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon MasterOfGizmo » 07 Mai 2017, 20:48

Nach knappen 1000m Filament hat mein Drucker angefangen Probleme zu machen. Mitten in einem Druck hat der Filamentfluss angefangen zu stocken, die Oberfläche wurde sehr unsauber und man hört wie der Extrudermotor das Filament kaum transportieren kann und es immer wieder gegen den Motor "zurückspringt". Der Extrudermotor läuft dabei gleichmäßig und rund. Erster Verdacht ist natürlich "Düse verstopft", wobei so ganz verstopft ist sie ja nicht, es kommt die ganze Zeit Filament, aber halt zu wenig. Das Hotend auf 220 Grad und mehr aufzuheizen verbessert die Situation temporär, aber nicht lange. Das Hotend mit einen dünnen Draht etwas freizustechen hat auch keinen nennenswerten bzw. langfristigen Erfolg gezeigt.

Dabei ist mir so nebenbei aufgefallen, dass mein Drucker generell zu hohe Temperaturen misst. Direkt nach dem Einschalten zeigt er ca. 32 Grad Celsius als Zimmertemperatiur an, wo's tatscählich ca 18-20 Grad sind. Zunächst hatte ich den Temperaturfühler in Verdacht, aber auch wenn ich an den Controller statt des Temperaturfühlers einen 100k-Widerstand anschliesse zeigt er 34 Grad an statt der 25 Grad, die es bei 100k sein sollten. Nun ist die Temperaturmessung wegen des einfache Messprizips über den Spannungsteiler bei Zimmertemperatur recht ungenau. Aber auch im Bereich von 200 Grad misst er tendenziell ca. 5Grad zuviel. Aber das erklärt meine Extruderprpobleme nicht. Aber nur aus Neugierde: Was zeigen denn eure Drucker bei Zimmertemperatur an? Ich messe auch im Controller eine Versoriungsspannung von 4.92V statt 5V, was die Abweichung erklären würde, wenn der Wandler gegen die AVR-interne Spannungsreferenz misst. Das muss ich mir mal genau anschauen, ist aber gerade nicht mein Hauptproblem.

Aber zurück zu Hotend: ein kurzer Blick bei D-Edition sagt 179 Euro. Das sprengt mir den Rahmen. Also habe ich das Hotend mal zerlegt. Das geht überraschend einfach und man hat nach kurzer Zeit die eigentliche Düse in der Hand. Die sieht nach der Zeit schon etwas "verschmurgelt" aus. Ich werde sie morgen mal mit etwas Heissluft aus der Lötstation erhitzen und den 0.4mm-Kanal versuchen frei zu bekommen. Mal schauen, ob ich einen 0.4mm-Draht oder sowas finde, sonst muss ich mir mal eine feine Ahle besorgen.

Aber hier die eigentliche Frage: Ich gehe ja davon aus, dass die Komponenten des Hotends genausowenig ft-Spezial sind wie der Controller. Also nehme ich an, dass man genau diese Düse auch an anderen Druckern findet und einzeln kaufen kann. Die Düse hat kein Gewinde. Das Metall sieht nach Messing aus, wobei das obere Ende eher in so einen Kupferton übergeht. Der Außendurchmesser ist 6mm und die hintere Öffnung für den Schlauch hat 4mm Durchmesser und ist 10mm lang. Der vordere Teil, wo das Heizelement drauf steckt ist gute 17mm lang. Das würde ich ja gerne für kleines Geld mal nachkaufen. Aber wo? Und gibt's da einen Trick? Macht "freistechen" Sinn, oder macht man die Sache damit nur schlimmer weil z.B. die Innenseiten dann zu rauh/zerkratzt werden? Gibt es Lösungsmittel, um die Reste auszuwaschen?

Ich habe definitiv wenig Lust, das ganze Hotend zu tauschen ...
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon Harald » 08 Mai 2017, 00:24

Hallo!

Zum Freistechen such dir einen Biologie-Bedarfsladen,der Insektennadeln führt (siehe ftpedia 2016-01). Damit habe ich meine Düse (0,35 mm, Velleman-Drucker) noch immer frei bekommen. Da hilft ein Akkuschrauber oder idealerweise eine Drehbank: Düse ins Drehfutter, Insektennadel mit dem stumpfen Ende zum Drehfutter hin (ggf. Plastikkopf abknipsen) in den Reitstock einspannen, langsam ineinander schieben. Die Reibung schmilzt den Rotz in der Düse auf, und dann ist die Bahn wieder frei. Egal ob mit oder ohne Drehbank: für die Nadel braucht man ein Bohrfutter, das eng genug schließen kann, um die dünne Nadel ordentlich fest zu halten.

Bei einem Ausfall war die Ursache aber die Transportrolle, die mittels Madenschraube auf der Welle des Schrittmotors fürs Filament fixiert ist: die Madenschraube hatte sich gelöst und die Motorwelle drehte frei in der Rolle. Weil das nun mal ein Schrittmotor ist, hat das Auge ein Problem bei der Beobachtung, wer nun gerade dreht und wer nicht. Ich hab deshalb Farbmarkierungen auf der Rolle und der Motorwelle angebracht, auf dass irgendwelche Differenzen sofort erkennbar werden.

Letztens, nach ein paar Wochen Pause im Druckbetrieb, gab es massenweise Schrittverluste mit laut vernehmlichem Knacken, und das gefertigte Teil streckte sich stufenweise über die Plattform hin. Die Ursache war ein Missachten der Grundregel "Wer gut schm(i)ert, der gut fährt": der Druckerschlitten lief nur rumpelnder Weise über die Stahlrohre, auf denen er geführt ist. Ein bisschen Fahrradketten-Öl drauf gegeben und der Fall war erledigt.

Gruß,
Harald
Zuletzt geändert von Harald am 08 Mai 2017, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon MasterOfGizmo » 08 Mai 2017, 16:19

Mit etwas Heissluft und einem Stückchen 0.4mm dickem Draht habe ich die Düse recht leicht wieder frei bekommen. So sieht sie nun aus;

duese.jpg
Ausgebaute Düse


Bin gespannt, ob das mein Problem löst ...
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon MasterOfGizmo » 08 Mai 2017, 21:02

Scneint wieder alles zu gehen wie es soll. Hier nochmal das zerlegte Hotend. Die Heizung lässt sich gut als erstes leicht lösen. Man braucht sie aber noch, um die Düse aufzuheizen. Wenn die heiss ist kann man die Heizung entfernen und die Düse heraus ziehen. Den Schlauch kann man dabei etwas mit herausziehen, in diese Richtung ist er frei beweglich. Wenn die Düse draußen ist kann man den blauen Ring der Festo-Klemme herunter drücken und den Schlauch vorsichtig heraus ziehen. Was ich nicht weiss ist, ob die Festo-Klemme vergossen ist oder ob man die abdrehen kann. Den Bedarf hatte ich nicht ...

hotend_zerlegt.jpg
Hotend zerlegt


Die einzelne Düse lässt sich dann sehr gut reinigen. Das sollte man nicht unbedingt aus Spass machen, denn diese Festo-Klemme sieht nicht so aus, als könnte man das beliebig oft machen und wenn man die Düse mit einer Zange greift um sie aus dem Isolator zu ziehen leidet sie auch etwas. Der Schlauch hat übrigens deutliche Spuren von der Festo-Klemme. Wenn man den Schlauch dreht (das passiert sogar beim Drucken etwas), dann schneiden sich die Federn der Festo-Klemme etwas in den Schlauch, was auf lange Sicht ggf. den Halt des Schlauchs in der Klemme beeinträchtigt.

Aber wenn die Alternative 179 Euro bei D-Edition sind lohnt sich der Versuch ggf.
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon The Rob » 10 Mai 2017, 01:37

Für verstopfte Düsen kann man auch gut die Atomic-Methode nehmen.
Dazu PLA bei deutlich überhöhter Temperatur manuell durch die Düse pressen (oder rein, falls total zu), dann temp runter auf irgendwas um 100ºC, dann das Filament kontrolliert nach oben rausziehen. Da hat man dann meist jede Menge Schmodder dran, der im Laufe der Zeit in der Düse entsteht.
Genaue Temperaturen der Atomic-Methode habe ich grad nicht im Kopf, bitte googlen. Sind je nach Drucker etwas unterschiedlich.

Was Erfahrung angeht, bin ich übrigens mit der Firma German RepRap durch. (Die haben das Hotend usw. für den ft-Drucker beigesteuert.)
Ich hab mit dem x350pro Modell von denen gearbeitet, kann man vergessen, meiner Meinung nach. Total viel Fokus auf Details, die ja toll wären, aber grundsätzliche Dinge wie stabiles Druckbett und fehlerfreie Filamentzuführung fehlen. Dazu ein Vertrieb/Support mit drei linken Händen, die nicht wissen was die anderen machen...
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon MasterOfGizmo » 10 Mai 2017, 20:50

Hmmm ... Problem besteht noch. Sehr merkwürdig. Das Hotend ist definitiv nicht verstopft, aber nach einer Weile schafft es der Extruder kaum, das Filament durch die Düse zu pressen. Das passiert primär bei der ersten durchgehenden Schicht direkt über einer innenliegenden "Gitterschicht". Und durch die dabei auftretenden extremen Kräfte schiebt sich der Schlauch ein paar mm aus dem Hotend heraus und dann wird das Problem größer. Zumindest letzteres verstehe ich, weil sich unten in der Düse dann ein ganzer Pfropfen zähen Filaments sammelt. Aber warum das genau bei der ersten "Deckelschicht" passiert ist mir nicht ganz klar.

Die erste Schicht nach einem gefüllten Innenraum macht so ein Drucker etwas anders, oder? Dieses "Bridging", wenn er Hohlräume überbrücken will scheint schon ein Spezialfall zu sein, den er m.E. schneller macht als den Rest. Hmmm ... ich habe auch vorher kaum mal massive Objekte gedruckt, sondern immer nur oben offene Gehäuse. Nicht dass der Drucker einfach genau diese massiven Objekte kaum drucken kann ...

Das "Sorgenobjekt" ist übrigens dieses hier:
https://pinshape.com/items/7792-3d-prin ... le-of-evil

Sehr nettes Puzzle.
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon Thorsten » 10 Mai 2017, 21:47

Servus Gizmo,

wird das Röhrchen oder Schlauch direkt in die Düse reingeschoben? Falls ja bitte prüfen ob das Röhrchen nicht gestaucht oder gequtescht wurde.
Ich habe leider keinen FT-3D Drucker aber bei meinem Drucker ist immer der sogenannte Inliner defekt wenn genau das Problem wie bei dir auftaucht.
Kannst du das Material von Hand durch die Düse schieben, geht dies ohne einen Wiederstand?
Thorsten
 
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon MasterOfGizmo » 11 Mai 2017, 16:14

Der Schlauch steckt direkt in der Düse, ca 10mm tief. Und ja, wenn's klemmt kann ich das Filament auch von Hand da kaum durchquetschen. Ich habe schon dran gedacht, den Schlauch mal 3cm abzuschneiden und neu in die Düse zu stecken. Das Stück in der Düse ist leicht schlanker, wohl durch das lange feste Sitzen in der Düse. Daher habe ich etwas Sorge, dass ich den abgechnittenen Schlauch gar nicht mehr in die Düse bekomme ... knifflig ...
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon Thorsten » 11 Mai 2017, 22:48

Wenn der Schlauch aus der Düse raus ist, kannst du dann das Filament noch ohne Widerstand durch den Schlauch schieben?
Falls du den Schlauch abtrennst dann nur mit einem Cutter oder Rasierklinge damit der Schlauch an der Schnittstelle nicht gequetscht wird.
Musst den Schlauch mal ausmessen, (Innen- und Außendurchmesser) normalerweise kanst Du diese nachkaufen wenn es absolut nicht geht. Der Schlauch müßte aus PTFE sein, Düsentemperatur unter 260°c halten dann geht er nicht so schnell kaputt. Ist aber trotzdem ein Verschleissteil
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon MasterOfGizmo » 14 Mai 2017, 11:25

Danke. Gerade bin ich etwas genervt von dem Drucker. Sobald ich Lust und Muße habe werde ich Deine Tipps mal umsetzen.
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon Thorsten » 16 Mai 2017, 20:31

Geht mir auch so, einfach in die Ecke schmeißen und abwarten. Bim nächsten Versuch gehts dann plötzlich doch obwohl man die gleiche Prozedur schon durch hatte.
Momentan läuft mein Drucker auch schon paar Tage ohne Probleme. Mit knapp 5000m Filament beim gleichen Extruder bin ich schon gespannt was demnächst kommt :lol:
Beim letztenmal war es ein Kabelbrand vom Heatbed :?
Thorsten
 
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon ski7777 » 16 Mai 2017, 20:42

Auch wenn ich mich in der Materie 0 auskenne:
Kabelbrand? Sollte der Controller den Strom nicht begrenzen oder waren die Kabel zu dünn?

Raphael
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon Thorsten » 17 Mai 2017, 13:24

Ich benutze den CTC Dual 3D-Drucker (Nachbau vom Makerbot) die Kabel vom Mainboard zum Heatbed sind schon ordentlich dick aber was da so dick war, war nur die Isolierung. Der eigentliche Draht im Kabel war sehr dünn. Das Hauptproblem war in dem Fall eher der sich aufbauende Widerstand zwischen Stecker vom Heatbed und dem Kabel zum Mainboard. Durch die Hitze und die Fahrbewegung des Heatbeds hat sich das Kabel immer mehr vom Stecker bzw dessen Lötstelle abgelöst so das die 24v und die nicht wenigen Ampere nur durch ein paar Adern gequetscht wurden. Bei mir wars zum Glück in der Aufwärmphase, es hatte gut gequalmt :o Nach dem Vorfall habe ich alle Kabel die eine hohe Spannung liefern müssen ausgetauscht und durch bessere ersetzt. Chinaware halt :roll:
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon MasterOfGizmo » 25 Mai 2017, 13:27

Hab den Schlauch mal etwas abgeschnitten. Das Filament klemmte in der Tat etwas darin. Allerdings habe ich immernoch das Problem, dass der Controller eine größere Temperatur misst, als tatsächlich vorhanden. Was dazu führt, dass er zu kalt arbeitet. Das ist ein interessantes Problem. Das hatte der Controller schon immer, dass er alle paar Druckversuche einfach spontan für ein paar Sekunden eine ca. 10-15 Grad zu hohe Temperatur gemessen hat. Das hat dann immer zu einem Abbruch geführt, weil der Controller dachte, dass sich der Sensor vom Hotend gelöst hat. Dieser Zustand der leicht höheren Temperatur scheint aber inzwischen dauerhaft zu sein.

Das wiitzige ist, dass ich am Temperatureingang des Controllers sogar die falschen Spannungen messen kann. Selbst wenn gar kein Sensor angeschlossen ist. Dann sollte über den Pull-Up R9 des Printrboards der Eingang auf 5V hochgezogen werden. Tut er aber nicht, hängt eher bei 4,88V rum. Rein rechnerisch ist da irgendwo ein "versteckter" 200k-Widerstand, der da nicht hingehört. Keine Ahnung, was das ist. Der Kondesator C10 hätte beteiligt sein können, aber der ist ok. Ggf ist es auch der Eingang am Mikrocontroller selbst, der einen kleinen Defekt hat. Aber das ist mir jetzt egal. Mit 20 Grad "aufschlag" geht er und irgendwann ersetze ich den ft-Drucker durch einen "echten" 3D-Drucker. Denn so eine Mimose das ft-Gerät auch ist, er hat mich definitiv auf den Geschmack gebracht.
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Re: 3D-Drucker: Verstopfte Düse und Einzelteile Hotend

Beitragvon Thorsten » 28 Mai 2017, 00:07

Das ist schon ein sehr seltsames Problem was du da hast.
Als ich mal meine Temperatursensoren tauschen musste hatte ich mir auch einen Fehler eingebaut. Ich habe das Kabel der alten Sensoren gelassen und die neuen Sensoren ans alte Kabel angegrimpt und die neuen Sensoren hatten nur noch Mist gemessen (Temperatur zu hoch) bzw im Display kam kurz nach dem Aufheizen eine Fehlermeldung.
Habe dann die Sensoren von dem alten Kabel abgetrennt und dann doch direkt angeschlossen und die Sensoren arbeiten bis jetzt einwandfrei. Habe die alten Kabel durchgemessen und da ist wirklich irgendwo ein Widerstand eingelötet. Habe das Kabel komplett zerlegt aber nichts gefunden, daher kann es schon sein das bei dir auch so ein Widerstand im Kabel steckt.
Das Filament selber ist aber auch nicht außer Acht zu lassen, ich habe hier eines von Primavalue in der Farbe grau. Das Material ist PLA und lässt sich nur mit 225°C drucken, darunter ist es zu zäh und will nicht haften, darüber ist es zu flüssig und fängt an zu verbrennen. Anderes von Pulox (Amazon) und Billigzeugs von Ebay läuft ohne Probleme.
Ja das Thema 3D Druck macht schon Spaß, auch das Basteln am Drucker selber ist in "Maßen" vollkommen in Ordnung aber irgendwann sollte das Teil auch zuverlässig drucken.
Mich hatte der FT-3D Drucker auch sehr interessiert aber da war mir der Preis dafür einfach zu teuer und zum mal rumspielen und 3D-Druck entdecken tuts der CTC bei mir einwandfrei. Inzwischen druckt die Kiste so genial das ich den Kauf absolut nicht bereue. Hatte aber auch schon genug Frustmomente wo ich das Teil am liebsten in die Ecke geschmissen hätte aber man lernt durch die Fehler.
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