Iindustriemodell

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Iindustriemodell

Beitragvon Absi » 19 Okt 2018, 07:24

Hallo Alle zusammen,

ich wäre euch Allen sehr dankbar die mir bei meiner Frage hier weiterhelfen könnten.

Ich möchte ein einfaches Industriemodell aufbauen welches ca. 3-4 Stationen haben soll und über eine SPS angesteuert werden soll.
Ich habe leider wenig bzw. kein Vorwissen mit FT und weiß deshalb nicht was ich für so etwas alles benötige.

Ich würde dieses Modell für meine Bachelorarbeit benötigen in der es um IIOT (industrial internet of things) geht.

Vielleicht kann mir hier jemand bescheid geben wie ich am besten starte.

Das Modell sollte so ähnlich aufgebaut sein wie das 4.0 Modell von FT selbst mein Betreuer will aber das ich dieses selber baue.

Vielen Dank für eure Tips.

sg
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Re: Iindustriemodell

Beitragvon ThomasW » 19 Okt 2018, 08:58

Hallo Absi

Etwas mehr Informationen wären hilfreich.

Was meinst du mit "das 4.0 Modell von FT selbst"?

Ich nehme an, du kennst diese Seite: https://www.fischertechnik.de/de-de/produkte/simulieren/trainingsmodelle
Dort gibt es ja schon einige nützliche Komponenten, z.B. das Hochregallager und die Transportbänder. Darfst du solche benutzen oder musst du die auch selber konstruieren?

Wie gross soll die Anlage etwa sein?
Gibt es finanzielle Beschränkungen?

Das sind so ein paar Punkte, die Einfluss auf die zu wählenden Teile/Baukästen haben können...

Gruss
Thomas
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Re: Iindustriemodell

Beitragvon Absi » 19 Okt 2018, 09:16

Hallo Thomas,

danke für deine Antwort.

Ja diese Seite kenne ich. Aber diese Trainingsmodelle werden fertig von Fischertechnik geliefert und das wäre zuerst auch mein Gedanke gewesen das ich mir dort etwas beschaffe.

Die Idee wäre dort gewesen folgende Modelle zu kaufen
• Vakuumsauggreifer 24V
• Taktstraße mit 2 Bearbeitungsstationen 24V
• Sortierstrecke mit Farberkennung 24V
• Hochregallager 24V

und diese miteinander zu verbinden um folgenden Ablauf zu erlangen:
Abkürzungen: WL = Werkstücklager
RO = 3-Achs Roboter
Takt = Taktstraße
SOS = Sortierstrecke
HR = Hochregallager
Ablauf:
1. RO entnimmt Werkstück aus WL und übergibt es an den Takt
2. Takt fängt an das Werkstück zu bearbeiten und zugleich holt RO ein neues Werkstück
3. Wenn erstes Werkstück fertig ist wird es weitergegeben an die SOS
4. RO holt wieder neues Teil aus WL und übergibt es dem Takt
5. RO nimmt das zweite Werkstück und gibt es weiter an SOS und holt wieder ein neues Werkstück von WL
6. Danach fährt der RO zur SOS nimmt das erste fertige Teil und übergibt es an HR


jedoch meinte mein Betreuer das wir Pneumatik weg lassen sollten da es ein Modell werden soll dass auch ohne Pneumatik funktioniert.

Die Grundidee sollte jedoch gleich bleiben. Vielleicht ein paar kleine Änderungen.
Ich soll so ein ähnliches Modell aufbauen (zum Teil selbst bauen und eventuell etwas zukaufen.) und dann mit Hilfe einer SPS
verschiedene Abläufe programmieren welche anschließend in eine Cloud gespeichert werden sollen um Daten auszuwerten.

Da ich leider mit Fischertechnik noch nie etwas gebaut habe weiß ich leider nicht was ich wirklich alles dafür genau benötige.

Welche Informationen sollte ich bereitstellen damit mir hier weitergeholfen werden kann ?


sg
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Re: Iindustriemodell

Beitragvon Absi » 19 Okt 2018, 09:16

Hallo Thomas,

danke für deine Antwort.

Ja diese Seite kenne ich. Aber diese Trainingsmodelle werden fertig von Fischertechnik geliefert und das wäre zuerst auch mein Gedanke gewesen das ich mir dort etwas beschaffe.

Die Idee wäre dort gewesen folgende Modelle zu kaufen
• Vakuumsauggreifer 24V
• Taktstraße mit 2 Bearbeitungsstationen 24V
• Sortierstrecke mit Farberkennung 24V
• Hochregallager 24V

und diese miteinander zu verbinden um folgenden Ablauf zu erlangen:
Abkürzungen: WL = Werkstücklager
RO = 3-Achs Roboter
Takt = Taktstraße
SOS = Sortierstrecke
HR = Hochregallager
Ablauf:
1. RO entnimmt Werkstück aus WL und übergibt es an den Takt
2. Takt fängt an das Werkstück zu bearbeiten und zugleich holt RO ein neues Werkstück
3. Wenn erstes Werkstück fertig ist wird es weitergegeben an die SOS
4. RO holt wieder neues Teil aus WL und übergibt es dem Takt
5. RO nimmt das zweite Werkstück und gibt es weiter an SOS und holt wieder ein neues Werkstück von WL
6. Danach fährt der RO zur SOS nimmt das erste fertige Teil und übergibt es an HR


jedoch meinte mein Betreuer das wir Pneumatik weg lassen sollten da es ein Modell werden soll dass auch ohne Pneumatik funktioniert.

Die Grundidee sollte jedoch gleich bleiben. Vielleicht ein paar kleine Änderungen.
Ich soll so ein ähnliches Modell aufbauen (zum Teil selbst bauen und eventuell etwas zukaufen.) und dann mit Hilfe einer SPS
verschiedene Abläufe programmieren welche anschließend in eine Cloud gespeichert werden sollen um Daten auszuwerten.

Da ich leider mit Fischertechnik noch nie etwas gebaut habe weiß ich leider nicht was ich wirklich alles dafür genau benötige.

Welche Informationen sollte ich bereitstellen damit mir hier weitergeholfen werden kann ?


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Re: Iindustriemodell

Beitragvon ThomasW » 19 Okt 2018, 11:32

Hallo Absi

Absi hat geschrieben:...weiß ich leider nicht was ich wirklich alles dafür genau benötige

Das wirst du auch erst wissen, wenn du fertig bist ;-)

Der Vakuumsauggreifer liesse sich evtl. durch einen "Greifzangengreifer" ersetzen (z.B. https://www.fischertechnik.de/de-de/produkte/spielen/robotics/511933-robotics-txt-automation-robots). Der braucht halt etwas mehr Platz und wird vermutlich mit flachen Werkstücken, wie sie häufig beim Vakuumgreifer eingesetzt werden, Probleme haben.

Im Bilderpool hat es viele Bilder zu Bearbeitungsstrasse und dergleichen: https://ftcommunity.de/categories.php?cat_id=635
Ich würde da mal etwas rumschauen. Du findest dort auch einige Modelle, die den Werkstücktransport beinahe ausschliesslich mit Förderbändern erledigen.

Einige Fragen, die du klären musst (evtl. auch durch ausprobieren):
- 3-Achs Roboter ja oder nein? Die Antwort darauf wird das Layout relativ stark beeinflussen.
- Mit welchen Werkstücken willst du arbeiten?
- Klappt der Übergang von einem Förderband zum Nächsten mit den Werkstücken?
- Förderbänder "um die Ecke" (wirst du vermutlich brauchen, wenn du ohne 3-Achs Roboter auskommen willst): muss das in beide Richtungen funktionieren? Es gibt da "Schiebe"-Lösungen, um 90° drehbare Eck-Förderbänder und sicher noch weitere Möglichkeiten.

Du wirst auf jeden Fall zwei drei Baukästen oder Simulationsmodelle benötigen, damit du mal einen gewissen Teilevorrat hast. Ich würde z.B. mal mit dem Hochregallager und zwei Transportbändern beginnen. Dann hast mal etwas zum Beginnen und kannst auch basteln und ausprobieren. Evtl. wäre ein "TXT Automation Robots" (enthält keinen TXT) als Ergänzung sinnvoll, enthält dann halt 9V-Komponenten.

Später wirst du noch weitere Teile brauchen. Wahrscheinlich noch den einen oder anderen Baukasten oder ein Simulationsmodell und irgendwann dann nur noch Einzelteile. Dafür gibt's dann z.B. ffm.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Arbeit, und berichte bitte ab und zu, wie es so läuft.

Gruss
Thomas
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Re: Iindustriemodell

Beitragvon Absi » 19 Okt 2018, 14:38

Hallo Thomas,

vielen Dank für deine Hilfe.
Ich werde sicher noch öfter darüber berichten oder Hilfe benötigen !

Aber für das erste danke ich dir !

sg
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Re: Iindustriemodell

Beitragvon Lars » 19 Okt 2018, 21:36

Hallo Absi,

Absi hat geschrieben:jedoch meinte mein Betreuer das wir Pneumatik weg lassen sollten da es ein Modell werden soll dass auch ohne Pneumatik funktioniert.

Tolle Betreuung: Du sollst das Modell zwar selbst bauen, aber er bestimmt dann sowas wie "ohne Pneumatik". So ein Vakuumgreifer kann mit ft recht verschleißarm realisiert werden und er behandelt auch die "Werkstücke" ohne weiteres relativ sanft. Vielleicht stört es ihn, daß die Eigenschaften eines solchen Antriebes die Programmierung vereinfachen kann :shock:. Der ft-Kompressor ist auch für 24V verfügbar.

Absi hat geschrieben:Die Grundidee sollte jedoch gleich bleiben. Vielleicht ein paar kleine Änderungen.
Ich soll so ein ähnliches Modell aufbauen (zum Teil selbst bauen und eventuell etwas zukaufen.)

Wichtig ist ja sozusagen die mechanische Kompatibilität zu ft, vor allem bei den Antrieben, und die elektrische Kompatibilität zu Deiner SPS und damit zu 24V.

Eine zuverlässige und budgetschonende Bezugsquelle für ft-Teile ist der FFM (http://www.fischerfriendsman.de, und nein, ich bin dort auch nur Kunde). Er bietet den S-Motor auch in einer 24V-Version an. Encodermotor und XS-Motor (noch kleiner als S-Motor, "MiniMot") gibt es zwar auch für 24V, aber da müßtest Du den FFM mal fragen oder diese anderweitig beziehen. XS- oder S-Motore sind für Förderbänder oder kleine Umsetzungsbänder auf Drehscheiben ausreichend, aber kräftiger sind die Powermotore. Die beruhen auf einer Standardware aus dem fernen Osten und sind mit Sicherheit auch für 24V lieferbar. Der FFM listet im Moment allerdings nur 9V- und 12V-Typen.

Die von ft verwendeten Sensoren wie etwa der in die ft-Leuchtsteine einsetzbare Fototransistor (aus der Familie SFH 309) sind bekannt, bei den LEDs zu ihrer Beleuchtung müßtest Du Vorwiderstände einsetzen.

Absi hat geschrieben:Da ich leider mit Fischertechnik noch nie etwas gebaut habe weiß ich leider nicht was ich wirklich alles dafür genau benötige.

Ich lernte ft bereits als Schüler kennen - und lieben. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man damit neu anfängt und dann (vermutlich binnen bis zu sechs Monaten) gleich ein funktionales Industriemodell aufbauen soll. Da sollte dann wenigstens die Elektrotechnik und die Programmierung kein Problem für Dich sein und der Bilderpool für den "mechanischen Teil" Deiner Arbeit genügend Anregungen bieten.

Mit freundlichen Grüßen
Lars
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Re: Iindustriemodell

Beitragvon sven » 20 Okt 2018, 09:28

Hallo!

Ist Dir eigentlich klar, das die 24V ft Komponenten richtig teuer sind?
Muss das zwingend mit SPS gesteuert werden?
Ich würde mal klären ob Du das nicht einfach via RoboPro machen kannst.
Dann kannst Du den TXT Controller nehmen und die normalen 9V Komponenten.

24V Komponenten hat ft in keinem Baukasten. Die sind alle mit den normalen 9V Komponenten bestückt.
Somit muss man die alle einzeln einkaufen.
Baukästen kaufen bringt dann nicht viel, Du hättest die 9V Komponenten über.
Also im Prinzip musst Du dann benötigte Teile auch einzeln kaufen.
Wenn man dann wie Du gar nicht weiß was man alles braucht wird das lustig, da Du vermutlich ständig neue Bestellungen auslösen wirst.
Irgendwas wird dann immer fehlen.

Preisbeispiele:
S-Miotor 24V: 31,95 Euro
Encoder Motor 24V: 74,95 Euro

Weiterhin ist die Frage ob man so ohne weitere an alle 24V Komponenten kommt.
Selbst der Vertriebspartner D-Edition hat nur S-Motor, Encoder Motor, Kompressor, Magnetventil gelistet.
Das liegt daran das diese Komponenten wohl so nicht für Endkunden gedacht, sondern rein für den Industriemodellbau.

Gibt es eigentlich ein bestimmtes Budget was Du max. ausgeben kannst/darfst?

Meine Empfehlung ist aber folgendes:
Schau Dir bitte mal https://www.christiani.de/advanced_sear ... /3a/page/1 an.
Christiani hat einiges an Industriemodellen und bietet diese auch als Bausatz an.
Damit würdest Du selber bauen und Kosten sparst du auch. Vielleicht wäre das eine Option.
Dann machst Du die Kopplung der einzelnen Komponenten und die Programmierung.
Da hast Du dann mehr als genug mit zu tun.
Und eine Gesamtanlage als Bausatz bieten sie auch.

Gruß
sven
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Re: Iindustriemodell

Beitragvon Lars » 20 Okt 2018, 11:02

Hallo sven,

sven hat geschrieben:Ist Dir eigentlich klar, das die 24V ft Komponenten richtig teuer sind?
Muss das zwingend mit SPS gesteuert werden?

Es wird lt. OP eine Bachelor-Arbeit, da wird ein cand. ing. seine Kompetenz wohl oder übel an technischen Geräten beweisen müssen, die sich in großtechnischem Einsatz befinden.

sven hat geschrieben:Ich würde mal klären ob Du das nicht einfach via RoboPro machen kannst.
Dann kannst Du den TXT Controller nehmen und die normalen 9V Komponenten.

Um eine professionelle SPS wird er wohl nicht herumkommen; vielleicht wird die auch aus Uni-/FH-Mitteln beschafft oder von der Industrie gesponsort oder die haben sowas da und stellen die Geräte für laufende Modellierungen zur Verfügung. Wenn die 24V-Antriebe von ft zu teuer sind, gäbe es ja elektrische Mittel und Wege, die 9V-Welt aus einer 24V-Welt heraus zu steuern. Oder man adaptiert preiswerte Standard-Getriebemotore mit passendem Achsdurchmesser mit 3D-gedruckten Teilen mechanisch an ft; vielleicht hat sogar jemand bereits den passenden Adapter entworfen und der OP muß ihn nur noch drucken. Damit ließen sich dann Kosten in Zeitaufwände wahlweise für's Löten oder für den 3D-Druck transformieren. Ob die Zeit dazu ausreicht, kann nur der OP beantworten.

sven hat geschrieben:Weiterhin ist die Frage ob man so ohne weitere an alle 24V Komponenten kommt.
Selbst der Vertriebspartner D-Edition hat nur S-Motor, Encoder Motor, Kompressor, Magnetventil gelistet.
Das liegt daran das diese Komponenten wohl so nicht für Endkunden gedacht, sondern rein für den Industriemodellbau.

Aber genau diesen Industriemodellbau soll der OP doch betreiben, und zwar nicht als Endkunde, sondern als (angehender) Profi. Und die Bildungseinrichtung, an der er seine Prüfung ablegt, wäre auch kein Endkunde (= privater Verbraucher), sondern kann wie ein gewerblicher Kunde einkaufen. Die Komponenten mögen teuer sein, aber die Schwelle der europaweiten Ausschreibung wird wohl trotzdem nicht erreicht.

Mit freundlichen Grüßen
Lars
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