Innenleben der ft-Motoren

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Innenleben der ft-Motoren

Beitragvon Matthias Dettmer » 21 Apr 2018, 16:10

Der Motor 32293 ist so ziemlich das "Standard-Arbeitstier" vieler Modelle.
Zur Zeit mache ich gerade Versuche zum Strom messen mit dem TXT.
Es ist zwar nicht zwingend wichtig dafür, aber ich suche nach dem Schaltplan des Teils.
Gibt man bei Brille "Fischertechnik Motor Schaltplan" ein, dann bekommt man 'ne halbe Milliarde Schaltpläne von Modellen.
GNNNNNGNNNN ...
Also: wie viele Spulen / welche Kommutierung hat der Motor - welche Beschaltung wird zur Entstörung verwendet?
Ich würde halt gerne einen echten Motorenmord vermeiden wollen . . .

Matthias
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Re: Innenleben der ft-Motoren

Beitragvon H.A.R.R.Y. » 22 Apr 2018, 08:25

Hallo Matthias,

es dürfte sich um einen 5-teiligen Rotor handeln, vermutlich sind so um die 5 nF als Enstörung parallel über den Anschlüssen. Genau kann es Dir nur der Hersteller sagen.

Für den Fall, dass Du diese Infos noch nicht gefunden hast, es gibt Motorkennlinien und KnowHow über die Motoren.
Falls Du an Daten interessiert bist:
32293 "nackt"
32293 mit U-Getriebe - Originalzustand ungeschmiert, mit Schmierung wird der Wirkungsgrad besser.

Tips zum Thema könntest Du auch hier finden:
Motordaten selbst ermitteln ft:pedia 3/2013
Motoren richtig betreiben - wider den Motorenmord

Grüsse
H.A.R.R.Y.
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Re: Innenleben der ft-Motoren

Beitragvon MasterOfGizmo » 22 Apr 2018, 09:38

So ein Getriebe hat einen Wirkungsgrad von 15%? Unglaublich. Da hätte ich ja selbst bei einem schlechten Getriebe mit 90% gerechnet ...
ftDuino, der Arduino für fischertechnik: http://ftduino.de
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Re: Innenleben der ft-Motoren

Beitragvon H.A.R.R.Y. » 22 Apr 2018, 18:41

Hallo MasterOfGizmo,

"ungeschmiert" ist der Schlüssel zum Verständnis. Schau Dir einfach an wie ein Schneckengetriebe funktioniert, denk daran dass es die allererste Getriebestufe ist - also die volle Motordrehzahl abbekommt - und dann dürfte Dir sofort einleuchten warum das mit dem Wirkungsgrad so mies ist. Die restlichen Stufen mit Stirnzahrädern sind da deutlich besser, aber auch da gibt es Lagerreibung. Es ist halt ein Unterschied zwischen einem Profi-Industrie-Schneckengetriebe und einem Spielzeug-Schneckengetriebe.

Übrigens: Was die restlichen 85% so anstellen, kannst Du Dir hier wunderschön anschauen und in den Kommentaren lesen:
https://www.ftcommunity.de/details.php?image_id=11939
https://www.ftcommunity.de/details.php? ... 11940#col3

Eine anständige Schmierung auf der Motorschnecke wirkt Wunder! Ich nehme hier gerne einen Hauch Kugellager-Vaseline.

Gruß
H.A.R.R.Y.
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Re: Innenleben der ft-Motoren

Beitragvon Matthias Dettmer » 22 Apr 2018, 20:45

[quote="H.A.R.R.Y."]
es dürfte sich um einen 5-teiligen Rotor handeln, vermutlich sind so um die 5 nF als Enstörung parallel über den Anschlüssen. Genau kann es Dir nur der Hersteller sagen.
Für den Fall, dass Du diese Infos noch nicht gefunden hast, es gibt Motorkennlinien und KnowHow über die Motoren. .....

Vielen Dank H.A.R.R.Y. für die schnelle Antwort.
In der Tat kenne ich Deine Artikel, und freue mich für die Strommessung mit dem TXT sehr gute Referenzwerte zu haben - daran wollte und will ich mich weiter orientieren. Auf der Convention 2013 (noch in EB) haben wir glaube ich ein wenig über Dein Aufzugsmodell gefachsimpelt.
Das Modell ist immer noch Klasse und einen Nachbau wert. Mein Ehrgeiz: das eben nicht mit Digitalvoltmetern, sondern mit dem TXT "auszumessen".

Die Frage nach dem Innenleben habe ich mir versucht mit einem Oszillogramm selbst zu beantworten. Da habe ich parallel die Umdrehungen (zwei Pulse pro Umdrehung, Radnabenmutter auf Motorwelle) und einen "angehängten" Generator (auch ein XM) per Oszi gemessen (Daten folgen, kann ich heute Abend nicht mehr). Und der Generator hat über zwei Pulse tatsächlich 12 Halbwellen. Das spricht eher für 6 - teiligen Rotor.

Weiteres demnächst.

Sehen wir uns in Karlsruhe?

Gruß aus dem Braunschweigischen, Matthias
Dateianhänge
Oszi-Bild_2018-04-23_s.jpg
CH1 gelb: Pulse ( 2 pro Umdrehung ) CH2 blau: generierte Spannung
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