Alte Motoren und Elektronikbauteile

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Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon erdi82 » 06 Jan 2018, 17:36

Hallo

ich habe diverse alte Eletronikbauteile, Motoren und Batteriekästen. Leider funktioniert scheinbar nichts davon. Können die Steckerbuchsen korrodiert sein? Hat jemand eine Idee, wie ich die Teile wieder zum Laufen kriege?
erdi82
 
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Re: Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon ThanksForTheFish » 06 Jan 2018, 23:22

Hallo erdi82,

erstmal möchte ich dich im Forum der fischertechnik Community willkommen heißen.
Wir helfen dir hier sehr gerne weiter.

Um deinem Problem auf die Spur zu kommen, wären allerdings ein paar weitere Informationen hilfreich.

Was sind das für Bauteile? (Manchmal steht auch was drauf wie z.B. RB II )
Welche Spannungsversorgung benutzt du?
Fotos dazu kannst du hier im Forum einstellen unter dem Reiter "Dateianhang hochladen".

Es ist eigentlich ungewöhnlich, dass keines deiner Teile mehr funktioniert. Deswegen tippe ich, dass erst gar keine Spannung an den Bauteilen ankommt.

Viele Grüße,
Ralf
Die Nordconvention '18 war prima.Nachlese: viewtopic.php?f=4&t=4794
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Re: Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon Lars » 06 Jan 2018, 23:58

Hallo erdi82,

ich habe mein ft als Schüler bespielt und dann wohl gut 30 Jahre lang gut verpackt, ohne es auch nur ein einziges Mal anzurühren. Ende 2016 habe ich es wieder mal ausgepackt und in Betrieb genommen. Bei den alten grauen Motoren habe ich die Erfahrung gemacht, daß man sie erst ein wenig einlaufen lassen muß, und zwar in beide Drehrichtungen. Wobei der Minimot zuverlässiger wieder anläuft als die größere Bauart mit der roten Kunststoffschnecke (heute als M-Motor bezeichnet). Einen meiner Minimots habe ich als Schüler einmal versehentlich mit zu hoher Spannung versorgt, so daß er damals gelegentlich quietschte und dann auch langsamer lief - dieser Motor quietscht heute 30 Jahre später immer und ich habe ihn daher zerlegt.

Zu den anderen Bauteilen kann ich ohne weitere Informationen fast nichts sagen. Sollte es sich bei der Elektronik (auch) um sog. Silberlinge handeln, also sowas wie Gleichrichterbaustein, Relaisbaustein, Grundbaustein ("Differenzverstärker mit Rück- und Gegenkopplungsmöglichkeit"), Mikrofon-/Lautsprecherbaustein o.ä., so könnte im Gleichrichterbaustein der Elko ausgetrocknet sein. Das passierte mir ca. 1983, als mein Baustein bereits einige Jahre alt war. Zum Glück konnte ich seinerzeit schon löten und den Kondensator selbst tauschen.

Mit freundlichen Grüßen
Lars
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Re: Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon Toby » 11 Mär 2018, 00:50

Salut

Meine Motoren quietschen auch furchtbar. Wie hast Du den Motor geöffnet?

Gruss,
Toby
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Re: Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon Lars » 11 Mär 2018, 17:25

Hallo Toby,

Toby hat geschrieben:Meine Motoren quietschen auch furchtbar. Wie hast Du den Motor geöffnet?

Man muß die Rückwand an den Kanten aufhebeln. Dabei konnte zumindestens ich es nicht verhindern, daß das Gehäuse an den Kanten Macken bekommt, denn es war geklebt. Ich hatte allerdings auch nicht die Absicht, den Motor zu reparieren; ich wollte die Messingteile gewinnen, die die elektrischen Anschlüsse bilden.

Ein grauer Mini-Mot ist IMHO nicht besonders wertvoll, weil die aktuellen schwarzen XS-Motoren bessere Langsamlauf-Eigenschaften haben und vielen Kästen einfach beiliegen. Ich mußte bisher keinen einzeln erwerben.

Mit freundlichen Grüßen
Lars
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Re: Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon Toby » 11 Mär 2018, 23:23

Hallo Lars

Danke für die Antwort. Ich möchte die schon weiter benutzen. Könnte man nicht evtl ein kleines Loch zum hinteren Lager bohren und dort etwas Öl reingeben? Ich nehme an, das das hintere Lager die Probleme macht.

Toby
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Re: Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon Lars » 12 Mär 2018, 01:31

Hallo Toby,

Toby hat geschrieben:Könnte man nicht evtl ein kleines Loch zum hinteren Lager bohren und dort etwas Öl reingeben? Ich nehme an, das das hintere Lager die Probleme macht.

ich weiß leider bis heute nicht, wie sich dieses Quietschen eigentlich erklärt. Es trat gelegentlich nach der Überlastung mit 12 V auf und verlangsamte den Motor. Anfangs nur selten zu beobachten, ist es heute permanent und der Motor nicht mehr brauchbar. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die nur kurzzeitige Überlastung meines Motors seinerzeit gleich das Lager "entschmiert" hat. Ich vermute eher ein Problem mit dem Kommutator.

Graue Mini-Mots sind immer wieder auf ebay erhältlich, häufig sogar mit passendem Zubehör für kleines Geld.

Mit freundlichen Grüßen
Lars
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Re: Alte Motoren und Elektronikbauteile

Beitragvon H.A.R.R.Y. » 12 Mär 2018, 09:01

Hallo zusammen,

Lars hat geschrieben:ich weiß leider bis heute nicht, wie sich dieses Quietschen eigentlich erklärt. Es trat gelegentlich nach der Überlastung mit 12 V auf und verlangsamte den Motor.

Das Quietschen rührt in der Tat von der Überlastung her. Die 12V (anstelle der angegebenen 6V) lassen den Motor etwa die doppelte Drehzahl erreichen. Dafür sind die Lager nicht ausgelegt und die Sinterbronze-Gleitlager werden von der Stahl-Motorwelle innerhalb kürzester Zeit regelrecht ausgescheuert - auch wenn sie vorher normal geschmiert sind. Ist das Lager derart ausgelaufen (Fachausdruck), dann eiert die Welle darin herum und erzeugt das quietschende Geräusch weil sie frei dreht, aneckt, losruckt und so weiter. Für eine erfolgreiche Reparatur muss das zerstörte Lager getauscht werden. Meist sind beide Lager betroffen und bei den kleinen Spielzeugmotoren ist das nahezu unmöglich, also irreparabel.

Lars hat geschrieben:Graue Mini-Mots sind immer wieder auf ebay erhältlich, häufig sogar mit passendem Zubehör für kleines Geld.

Was die Motoren angeht: Du kannst Glück haben, aber auch Pech.
Ein moderner 9V-XS läuft aber auch mit 6V kraftvoll (nur ein bißchen langsamer als an 9V) und kann durchaus als vollwertiger Ersatz für einen 31062 herhalten.

Gruß
H.A.R.R.Y.
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