Vorstellung alter Sack

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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon sbraun » 07 Nov 2015, 22:36

Hallo,

Dirk Fox hat geschrieben:Wir haben hier eine rege Community in Karlsruhe - da dürfen wir Dich sicher zum nächsten Treffen einladen...


aber sicher gerne. Ich muss dann nur entscheiden, ob ich alleine komme oder mit unserem Junior :-).

Viele Gruesse
Sven
--
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon gunnersson » 06 Jul 2016, 00:07

Moin Leute,

Dirk F. hat mich auf diesen Thread aufmerksam gemacht. Meine Vorstellung findet sich bereits hier: https://forum.ftcommunity.de/viewtopic.php?f=19&t=3644.

Als Kind und Jugendlicher hatte ich kaum ft: "nur" den Computing Kasten und den Trainigsroboter (teuer genug...). "Gebaut" habe ich eher mit LEGO und LEGO Technik. Ältere Nachbarn von mir hatten damals die LEGO Eisenbahn. Gibt es die heute noch? Ich finde heute eher so Gedöns wie Star Wars (nichts gegen Star Wars! :-) ) und Ninja und so... Die Eisenbahn hatte mich damals massiv beeindruckt (da war ich wirklich noch klein) und wenn ich dann Ninja sehe, naja.

Mein jüngerer Bruder (mittlerweile Ingenieur) hatte dann nicht den ft Computer Kram, sondern richtigen "Ingeniuersbau" und etwas Elektronik, z.B. das FlipFlop. Wow, da war einiges auch ohne Interface und Computer möglich. Und mit seinen ganzen Elementen konnte man ganz anders frei konstruieren und bauen als mit LEGO Technik.

Ich habe zwar Technomathematik studiert, mich zwischenzeitlich aber kaum um Technik gekümmert. Aber diese Murmelbahnen. :-) Ich hatte mir immer mal überlegt, auf http://cuboro.ch/de/Willkommen zu sparen. Aber als ich letzte Woche im Einkaufszentrum den Dynamik S für knapp EUR 30 (neben dem XL für EUR 150) gesehen habe wurde ich schwach. :-) (Mmh, auf Amazon, sind die irgendwie erheblich günstiger, aber ich habe mein Amazon Konto aus "Weltverbesserungsgedanken" gelöscht.)

Jetzt habe ich mich hier angemeldet und informiere mich, weil ich meinen Trainingsroboter wieder zum Laufen bekommen möchte. Ich bin schon voller Vorfreude. Und die Murmelbahn wird sicherlich größer. Ich muss mal die Statikteile von meinem Bruder zusammensuchen. Dann bräuchte ich nur den Dynamik Ergänzungskasten mit den Bahnen und Kurvenstücken.

ft: schön, dass es so etwas Gutes heute noch gibt! (Und dabei gab es das ja sogar schon vor mir.)

Viele Grüße,

Gunner
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon Baudobrigus » 13 Jul 2016, 00:30

Da ich selber ein ´alter Sack´ bin und für mein Zurückmelden nach 3 Jahren keinen eigenen Thread aufmachen wollte, sage ich euch auf diese Weise ein herzliches Hallo! - Nun habe ich - obwohl noch berufstätig - wieder etwas mehr Zeit für FT, aber auch für Legotechnic; Letzteres dank meiner 4 Kinder und den zwischenzeitlich 8 Enkelkindern. - Heute war ein besonderer Tag, an den ich mich wohl noch lange erinnern werde. Amazon hatte ´primeday´ und bot u.a. das FT Discovery Set mit dem TXT samt Akku und Ladestation eine kurze Zeitspanne für 250,99 € an. Mein Schwiegersohn hatte sich schon mit diesem Schnäppchen eingedeckt und rief mich freudig erregt im Büro an. Ich hatte Glück und ergatterte auch ein Paket. Nun wollen wir mit dem TXT bis Weihnachten unser Pi-Projekt, das 3 Jahre brach lag, zum Erfolg führen. Es geht in diesem Projekt darum, die Zahl Pi experimentell durch (Pseudo-)Zufall-gesteuerte Fallversuche näherungsweise zu ermitteln. Unser Ziel ist, Aufbau und Durchführung des Experiments nur mit original FT-Teilen bzw. FT-Software vollautomatisiert mit n >>200 Fallversuchen zu erreichen. Hierfür haben wir derzeit noch keinen Lösungsansatz ... Übrigens: Mit Fremdteilen (Schulversuch) klappt es ganz gut (150 Fallversuiche ergeben in der Auswertung immerhin die Zahl 3,192!). - Wenn wir bis Oktober (so unsere Zielsetzung) keinen geeigneten Ansatz für die FT-Lösung finden, werde ich die Aufgabenstellung mal hier in einem eigenen Thread vorstellen. - Liebe Grüße in die Runde,
Eckehart (alias Baudobrigus)
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon fischergerd » 28 Okt 2016, 11:08

Hallo,
auch mein Werdegang im Baukastenbereich begann mit LEGO. Da mein Vater nach dem Krieg als Arbeiter bei der französischen Besatzung arbeitete, übrigens 25 Jahre lang bis zu seiner Rente, und diese zu Weihnachten immer ein Kinderfest veranstallteten. Bei diesem Fest bekamen die Kinder dann Weuhnachtsgeschenke und das waren bei mir damals LEGO Baukästen. Meine LEGO-Sammlung füllte am Ende zwei große Schubladen. Dazwischen bekam ich auch einen BauFix Baukasten, der mich aber wenig begeisterte. Ich war mit 8 oder 9 Jahren wohl dafür schon zu alt. Kurz danach sah ich im damaligen Kaufhaus Hertie eine Ausstellung von ft. Ich war begeistert und so war es klar, was der damalige Weihnachtsmann in seinem Sack zu bringen verpflichtet wurde.
Meine ft-Sammlung wuchs nun ständig. Neben den, in den jeweiligen Bauanleitungen gezeigten Modellen, reizte mich immer der Bau eigener Kreationen. So baute ich manch sonderbare Konstruktion, wie es mir heute erscheint. z.B. ein Grammophon, rein mechanisch, also Verstärkerlos mit Papierresonator, wie eben ein Grammophon. Einige dieser Kreationen fanden damals, per Foto, zum ft-club.
Dann ging das Berufsleben los und die Kästen blieben einige Jahre im Schrank und wurden schließlich an die Söhne meines Bruders weiter gegeben. Da verschwanden Sie irgendwann. Dieses Schicksal ereilte aber auch die LEGO Sammlung.
Nun habe ich mir aber bei ihbäh, fasziniert durch das große und preiswerte Angebot, einige Konvolute LEGO und ft neu angeschafft. Da ich beruflich mit Elektronik und Software zu tun habe, möchte ich bei den Standartbaukästen bleiben und nicht auch hier mit diesen Dingen zu tun haben.
Mal schauen was daraus wird.
Liebe Grüße
Gerd
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon eumel » 29 Okt 2016, 13:31

Hallo Oliver
Vor 5 Jahren hattest Du berichtet, dass Du Dich zusammen mit Deinem Sohn voller Begeisterung auf Fischertechnik-Baukästen gestürzt hast.
Inzwischen ist Dein Sohn 7 und könnte sich für eine einfache Programmiersprache interessieren. Die Programmiersprache Terrapin-Logo ist leicht zu erlernen und besitzt einen netten Graphik-Bereich mit beweglichen Turtles und Bildchen, mit denen man auch malen kann.
Inzwischen gibt es die Version 4.1.1, die auch für Kinder geeignet ist. Ich habe eine Erweiterung geschrieben, die es möglich macht, alle alten Fischertechnik-Interface bis zum TX-Controller (nicht TXT) mit einfachen Befehlen anzusteuern.
Besonders der TX bietet tollte Möglichkeiten, vom PC aus Fischertechnik-Modelle mit Motoren, Magnetventilen und Sensoren zu steuern.
Eventuell entwickelt sich das Interesse Deines Sohnes an Robotern noch in den nächsten Jahren.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon ketschup » 30 Nov 2016, 12:30

Als Kind hatte ich (Jahrgang 1965) Lego. Meine ‚Meisterwerke aus der Kindheit waren Kugelbahnen und eine Unruh, die später mit den grauen Zahnrädern, welche die Stunden-Minuten, Sekunden-Teilung erlaubte, zu einer Pendeluhr wurde.

Irgendwann habe ich bei einem Freund Fischertechnik kennengelernt und war neidisch, wie einfach verschiedenen Dinge damit zu lösen waren, speziell wenn es darum ging, in die Höhe zu kommen. Z.B. beim Murmelaufzug, das ging bei Lego nur Stein auf Stein.

FT kannte ich in der Zeit deshalb gut, hatte es selbst aber nicht.

Später - so mit 20 - habe ich dann einen ganz anderen Baukasten kennengelernt und habe wegen der späten Erkenntnis bittere Tränen vergossen: der Trix Metallbaukasten.

Heute wird das ja alles sehr problematisch wegen verschluckbarer Kleinteile, scharfer Kanten u.ä. gesehen. Manchmal frage ich mich, wie wir damals überhaupt groß geworden sind, ohne dass wir vor solchen Gefahren behütet wurden.

Soweit das Vorspiel, hier geht es ja um ft:
Vor ca. 5 Jahren ist mir dann auf dem Flohmarkt ein Schuhkarton ft incl. Motor ‚zugelaufen‘. Aus dem Blickwinkel eines Mittvierzigers habe ich dann verschiedenes gebaut, experimentiert, Vorteile und Probleme erkannt… und, als die Neugierde befriedigt war, ab damit in den Keller.

Vor 3 Wochen waren wir nun bei den Enkeln und was wurde da gerade auf dem Boden zusammen gebaut? Eine ft Murmelbahn, die kleine Packung mit verschiedenen Modellen.
Fragt sich, wer da dann mehr Spass hatte, die kleinen oder ich.
Meine Tätigkeiten haben sich aber darauf beschränkt, beim Bauen die Teile der nächste Baugruppe herauszusuchen und hinterher die Bahn zu optimieren. Den Kindern machte es nichts aus, wenn die Murmeln ständig aus der Bahn purzelten, mir schon.

Tags darauf habe ich mir die Dynamic XL bestellt …

… und festgestellt:
- So einfach wie Lego ist das nicht. Letztes Jahr habe ich mir zu Weihnachten den großen ferngesteuerten Lego-Radlader gegönnt, nach gefühlten 1000 Seiten Beschreibung war er fertig. Das Bauen war langwierig aber technisch eher einfach.
- Im Gegensatz zu Lego Anleitungen, bei denen wirklich kaum ein Fehler möglich ist, muss man bei ft ganz gehörig mitdenken, was ich aber auch extrem gut finde, weil dadurch erreicht wird, dass man sich von der starren Beschreibung löst.
Die Flohmarkt-Schachtel mit den alten Steinen steht daneben und ergänzt, was mir so nicht gefällt oder zu instabil erscheint.
- So einfach wie die Bahnen der Kinder ist die XL nicht.

… und da ich mir gedacht habe, dass genau die Probleme, mit denen ich gerade konfrontiert bin, auch andere haben, wirft man heutzutage das Internet an und findet Gleichgesinnte  sprich das Forum hier


Resumé:
- Von der Stabilität und Kombinierbarkeit mit Drittteilen, ist der Trix Metallbaukasten nicht zu übertreffen.
- Der Spielwert für kleinere Kinder ist mit Lego am höchsten. Lego wächst praktisch mit.
- Dann gilt der Satz, den ein Modellbahnhersteller mal gesagt hat: ‚Wer das erste Gleis ins Kinderzimmer wirft hat gewonnen‘
- Bei meinen Enkeln sieht das heute aber anders aus:
Da wird wild aus Lego, Playmobil, SIKU, … kombiniert. Da spielen bei Figuren Maßstabsunterschiede und andere Ungereimtheiten keine Rolle. Die Kinder spielen da eher situationsbezogen als systemtreu.
Und die beiden, die sich eher als technikaffin erweisen haben jetzt ft bekommen – sehr zur Freude des Opas.
- Bei Kindern muss man klar unterschieden, ob sie eher Rollenspiele mit Figuren spielen, oder technisch bauen, der gemeinsame Faktor ist IMHO denkbar klein.
- Jetzt hätte ich nur noch gerne mal wieder annähernd so viel Zeit wie in meiner Jugend um mich mit dem Kram zu beschäftigen.
- Früher war Geld der limitierende Faktor, heute ist es eher die Zeit.

Beim Schreiben bin ich jetzt auch auf ftpedia gestoßen.
Wahnsinn, was da alles geht, anfänglich hatte ich gedacht: ‚Jaja die bauen da Dreiräder, Nudelhölzer und Babyflugzeuge – und dann geht’s richtig los.
Das hätte ich vor 40 Jahren mal haben sollen!
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon Karl » 30 Nov 2016, 12:58

Hallo Ketschup,
dann mal willkommen hier im Kreis der "alten" junggebliebenen Säcke.
Ja, Trix-Metall hatte ich auch, allerdings vor 1955. Bin ja erst im zarten Alter von 67.
Kombinieren mit Fremdmaterial ist heute auch noch möglich. Es sind in den letzten Tagen
Möglichkeiten genannt worden, wie die Namen Merkur, Eitech, MakerBeam, OpenBeam, u. v. a.
Merkur ist tschechisch - Merkurtoys.cz.
MakerBeam XL und OpenBeam bei chartup.com
http://www.fischerfriendsman.de/ hat auch günstige FT-Teile und Zubehör
Fischertechnik-Seiten selbst mit aktuellen Angeboten.
Einfach mal die Webseiten aufrufen und schauen.
Übrigens, bei Metallus.de findet man noch Elemente im Trix-Raster, Metallix genannt, sowie
größtenteils märklintypische Teile im Zoll-Raster.
Insgesamt gesehen hat man heute viel mehr Möglichkeiten technischen Kram zu bauen zumal die Elektronik
zwischenzeitlich auch nicht auf dem Stand von 1955 stehen geblieben ist.

Nachtrag:
Um eine vorausschauende mögliche Kombination mit Ft zu erleichtern gibt es für Metallkästen auch eine Maß-Tabelle.
http://www.metallbaukasten.de/ident.html
Mit einem freundlichen Gruss aus dem Ruhrgebiet
Karl

Wissen macht Spass, nix wissen noch mehr!
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon H.A.R.R.Y. » 30 Nov 2016, 13:54

Hallo ketschup,

herzlich willkommen bei der community. Deine Analyse bezüglich des Mitbewerbs, des Spielverhaltens und der immer neuen EU-Richtlinien finde ich sehr treffend. Dass die Kids verschiedenste Spielzeuge kombinieren, finde ich durchaus gut. Da sehen sie auch gleich das man munter mischen kann.

ketschup hat geschrieben:[...] Wahnsinn, was da alles geht, [...]

Ich unterstelle mal, daß Du auch den Bilderpool schon entdeckt hast und aus dem Staunen jetzt gar nicht mehr herauskommst. Die ft:pedia ist da ja nur die "Spitze des Eisbergs".

Grüße
H.A.R.R.Y.
SURVIVE - or die trying
H.A.R.R.Y.
 
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon ketschup » 01 Dez 2016, 13:23

dankeschön für die freundliche Begrüßung.

So am meisten beeindruckt haben mich die Möglichkeiten, die die TXT-Geräte bieten und dabei dann der der RubicsCube-Löser. Damals (Ende der 70er) war ich bei den ersten, die daran herumgedreht haben.
Da ich aber beruflich mit IT zu tun habe und das privat meist außen vor lasse, wird es beim 'beeindruckt sein' bleiben.

Mit Freude habe ich 'Karlsruhe' gelesen, das ist bei mir ja gerade um die Ecke.
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon Dirk Fox » 03 Dez 2016, 14:59

Hallo ketschup,

willkommen im Club!
ketschup hat geschrieben:Mit Freude habe ich 'Karlsruhe' gelesen, das ist bei mir ja gerade um die Ecke.

Tja, da schaffen wir es gelegentlich sogar zu einem Stammtisch (viewtopic.php?f=19&t=3332).
Demnächst ist mal wieder einer fällig - vielleicht bekommen wir das ja zum Jahresanfang hin.

Beste Grüße und viel Freude mit der (wieder)entdeckten Leidenschaft,
Dirk
http://fischertechnik-blog.de - technikgeschichte-mit-fischertechnik.de - http://ftpedia.de
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon ThanksForTheFish » 05 Dez 2016, 01:35

Hi all,

tatsächlich bin ich hier noch nicht vertreten. Es gab aber, soweit mich meine alten grauen Zellen nicht ganz im Stich lassen, schon mal eine Vorstellung im alten Forum.
Sei's drum!

Ich bin jedenfalls der Ralf und wurde im Jahre 1969 (im zarten Alter von 6 Jahren) von meinem Vater mit dem ersten fischertechnik-Kasten beschenkt. Ob Weihnachten oder Geburtstag, kann ich nicht mehr sagen - aber eins kann ich sagen - nämlich dass es danach kein Weihnachten oder Geburtstag mehr ohne fischertechnik gab - jedenfall mindestens bis ich 16 war.
Dann nannte ich eine stattliche Kiste (nämlich den alten, umfunktionierten Nähkasten meiner Mutter) mein ft-Eigentum. Die Kiste konnte ich damals kaum anheben, so schwer war sie oder ich war mit meinen damaligen 50kg einfach zu schwach. Enthalten waren damals schon im unteren Fach, Flip-Flop, Mono-Flop, Grundbaustein, 2 Relais und noch einige mehr Silberlinge.
Mit 19 begann ich dann auch meine Ausbildung zum Energiegeräte-Elektroniker und ich kann mich erinnern, dass es mir relativ schwer fiel zu begreifen, dass die dann in der Ausbildung favorisierte Eingangs-Logik der Silberline anders herum war. Das Umdenken bei der Silberlingslogik macht mir bis heute Schwierigkeiten.

Die "stattliche" Kiste ist dann jedenfalls überall mit hin umgezogen, ob es die 11qm Ein-Zimmerbude in Frankfurt oder die 65qm Junggesellenbude in Nürnberg war.
Inzwischen passt die Sammlung längst nicht mehr in den immer noch existierenden, generalüberholten und wieder seiner ursprünglichen Funktion zugeordneten Funktion eines Nähutensilienaufbewahrungsortes, also in den Nähkasten. Viel mehr passt sie kaum noch in den 25qm Bastelkeller, von dem ich nun wirklich endlich mal ein paar neuere Bilder einstellen sollte.

Meine drei Kinder sind inzwischen 17, 15 und 10 Jahre alt und fahren alle seit frühester Kindheit mit Begeisterung zu den Conventions. Letztendlich lag das vor 10 Jahren daran, dass es von Hannover aus nicht allzu weit war bis Mörshausen. Die gemütliche Stimmung der im Internet zu findenden Bilder animierten mich dorthin zu fahren. Felix und Florian waren jedenfalls schon mit 7 und 5 Jahren dabei und waren begeistert. Das gemeinsame Frühstück am Samstag und Sonntag im Haus Hildegard wird jedenfalls genauso unvergessen bleiben, wie die Abende auf der Terrasse mit bestellter Pizza, die wir manchmal in Decken eingehüllt bestellt hatten. Eine Kiste Bier dabei und das war's schon für die genussvollsten fischertechnik-Stunden in heimeliger Runde von ca. 12 Leuten. Meine Kinder nicht mitgerechnet, weil die im 25m entfernten Apartement gerade die neu erworbenen ft-Kästen bespielten.

Mein bester Dank geht jedenfalls an Lothar (Pilami) für diese tollen Erinnerungen,
viele Grüße, Euer Ralf Geerken
fischertechnik-Stammtisch am Di, den 31.10.2017 ab 14 Uhr in der Mooshütte http://www.mooshuette.de
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon hansolo_forever » 04 Jan 2017, 17:45

Servus, ft-Gemeinde !
Ich habe mir an diesem Nachmittag der Muße mal alle Geschichten hier so durchgesehen - Hurra, ich bin nicht allein ! :D

Es begann an Weihnachten '78 (72er-Baujahr) mit einem GK 100, einem 200er und einem mot1 - schon mal nicht schlecht für den Anfang... ;)
Nach dem Öffnen der faszinierend blauen Schuber-Verpackung mit den schönen Modellen drauf mein erster Konstruktionsversuch - intuitiv gnadenlos gescheitert: zwei graue Bausteine mithilfe eines Kettenglieds zu verbinden ('Des geht ja garned... so a Quatsch' - ich werde diesen Moment nie vergessen, das Kettenglied hat aber überlebt ^^).
Anschließend die Aufklärung: das schwarze Pömpelchen muß in die graue Nut - AHA !!! Tja, ab da war ich gefangen, und das wird auch so bleiben - welch geniales, unverselles Prinzip !
Bis Anfang der 90er war dann so ziemlich alles dabei, wenn auch in 'neuerer' Version - Statik, Elektromechanik, Elektronik, Pneumatik, nur leider habe ich die hobby-Bücher verpaßt, deren Lektüre gibt ja erst den richtigen Kick...
Dann allerdings der Super-GAU: Notverkauf, der ganze Kram für nicht mal 300 MARK (!) - dann allerdings auch aus dem Sinn für einige Jahre - obwohl ich auch damals schon von (m)einem 'Supermodell' geträumt hab, erste Elemente waren sogar schon fertig - aber alles weg...
Über die Jahre hinweg hab' ich aber wirklich immer wieder von dem Ganzen geträumt (so richtig des Nachts... und das Aufwachen war immer sehr ernüchternd :? ), und als dann noch ein anderer großer Plan in sich zusammengefallen ist, dacht ich mir: 'Okay, Verlobte weg, Hobby her !'.
Seit Nov. 2015 geb ich jetzt viel zu viel Geld aus, um in der Bucht nach Teilen zu fischen ^^, und hab jetzt auch meine ersten Silberlinge und auch ein paar hobby-Bücher (Juchuuuu !!!) ergattert - es ist wohl so wie bei Frauen und Schuhen - es macht einfach glücklich, dieses Grau und Rot - einziger Unterschied: ich zieh' die Schuhe auch ab und zu an... :lol:
Bloß frag' ich mich (und all die Wahnsinns-Konstrukteure hier): Woher nehmt ihr die Zeit für eure wirklich überwältigenden Schöpfungen ? (Ich denke da nur an das Modell der GMC-Diesellok, die Bilder haben mich wirklich umgehauen, und ein bißchen Augenzwinkern vom Konstrukteur ist auch immer dabei - Chapeau und Gruß nach Holland !)

Langer Rede kurzer Sinn: ich plane eine 'He-111' (aber nur, weil sie so hübsch ist und soviel bewegtes Innenleben hat - bin kein Militarist oder so...) in großem Maßstab und mit vielen (allen ?) Finessen - so wie weiter oben der Kollege mit dem Geschützturm - und ich denke, in 10 Jahren könnte das Teil tatsächlich stehen...

Bis dahin freu' ich mich über eine aktive und hilfsbereite ft-community, hab mir schon mal Baupläne besorgt, da wirds einem Angst ^^

LG Roman, Auxxburg
'Hey - ich mach das schon !' ;-)
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon sowosama » 19 Jun 2017, 01:50

Hallo liebe fischertechnik Enthusiasten,

auch ich möchte mich hier kurz vorstellen:
1966, also im Jahr 1 nach Fischer Rechnung, in München geboren.
Irgendwann gegen Anfang/Mitte der 70er kamen die grauen & roten Bausteine in meine Finger und mein Bewusstsein, beim 4 Jahre älteren Bruder war es etwas vorher.
Bis etwa Mitte der 80er wuchs der Bestand mehr oder weniger kontinuierlich an - gleichzeitig war dies die Zeit der frühen Homecomputer-Ära.
Die Computer Entwicklung begleitet mich seitdem ziemlich intensiv; heute bin ich beruflich tätig als Administrator & Techniker in einem größeren Berliner Rechenzentrum.

ft verschwand ziemlich genau 1986/87 aus meinem Leben: ich bin von München nach Graz umgezogen, das graue & rote ist in München zurückgeblieben, bei meinem schon erwähnten Bruder.

Inzwischen bereichern 2 Söhne, 12 und 4 Jahre alt, meinen Alltag. Und die sind mit eine der Hauptmotivationen, mich wieder für ft zu interessieren.
Seit letztem Jahr wieder, naja, doch stolzer Eigner von 6 gut gefüllten 1000ern aus dem Familienbesitz. Mit dem älteren Sohn unternehm ich inzwischen mehrere Bauaktivitäten; lustigerweise hat er vor ca. 3 Jahren einen Dynamic Kasten geschenkt bekommen - ganz unabhängig von meinen früheren ft Aktivitäten. Da hab ich überhaupt erst wieder mitbekommen, das es ft noch gibt.

Inzwischen wächst auch unser Bauteilbestand dank ebay und ebay Kleinanzeigen etwas an - Statik Teile einzeln, u-t s und Rolling Action waren die letzten Zuwächse.

DAS Buch von Fox/Püttmann hab ich mir klarerweise inzwischen zugelegt, werde auf jeden Fall die in meiner Sammlung fehlende Pneumatik organisieren und bin auf den 2. Teil des Buches gespannt, das hoffentlich nicht erst in vielen Jahren folgt.
Gratulation übrigens Dirk und Thomas zu eurem sehr gelungenen Werk!

Tja, soweit hier zu meiner Person, ein Anliegen zum Schluss:
nächstes Jahr gibt es auch wieder in Berlin eine Maker Faire, ich fände es gut wenn 2018 eine signifikante ft Aktivität dort zu sehen & erleben wäre.

Bis bald hier im Forum und vielleicht mal auf einem Treff.

Peter
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Re: Vorstellung alter Sack

Beitragvon srothe » 21 Jun 2017, 23:28

Na dann stelle ich mich hier auch mal vor, scheint ja die "Ecke der alten Saecke" zu sein ;)

Ich bin Jahrgang 1964 und lebe seit 10 Jahren in Oslo, im schoenen Norwegen. ft durfte ich als Kind nicht haben, meine Eltern hatten mit Lego angefangen und dabei blieb es. Das war damals aber auch noch halbwegs vertretbar, es gab Grundbausteine in verschiedenen Formen und Farben und alles passte irgendwie zusammen. Ein dickes Buch im Din A 3 Querformat (oder so aehnlich) vermittelte themenbezogene Bauideen und alles war gut. Mittlerweile finde ich Lego nur noch grauslich, das ist zum besseren Plastik-Modellbausatz verkommen.
Irgendwann vor 20 Jahren (oder so) kaufte ich mir dann aus purer Neugierde und Spass an der Freude meinen ersten ft-Kasten (Pneumatik), danach noch den Cartech und den Solar. Seitdem bin ich infiziert. Unbeschreiblich meine Freude als eine Verwandte mir kuerzlich einen ganzen Stapel alter ft Kaesten aus einer Haushaltsaufloesung sicherte. Alles was das Herz begehrt, inklusive einiger em und ec-Kaesten! Nie habe ich so gerne Extragepaeck fuer den Rueckflug gekauft :lol:

Inzwischen beschaeftige ich mich neben ft auch noch mit Arduino, Raspberry und Makeblock. Leider hat Makeblock ein um einen mm von ft verschiedenes Raster (15 mm./. 16 mm), so dass man die beiden Systeme nicht ohne weiteres kombinieren kann. Die Herstellung von Adapterteilen waere mal ein perfektes Einsatzgebiet fuer 3D Druck.

Beruflich bin ich als Geologe in der Meeresbodenerkundung unterwegs, auch so eine Sache zu der ich erst spaet gekommen bin, ebenso wie zu meinem groessten Hobby, dem Segelfliegen (wo sich uebrigens fast ausschliesslich begnadete Bastler tummeln, nur brauchen die kein Baukastensystem da fast jeder Flugplatz auch ohne weiteres als FabLab durchgehen kann).
Kinder habe ich uebrigens keine, dafuer jede Menge Nichten, Neffen und Grossnichten/Grossneffen, die ich derzeit der Reihe nach infiziere. Gut dass diese Viren so ansteckend sind...

Zum guten Schluss noch ein grosses Kompliment an das Team von ft:pedia! Das ist eine unbeschreiblich gute Publikation.

Soweit erstmal aus dem hohen Norden,
Stefan
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