Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

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Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon juh » 21 Mai 2018, 21:22

Hallo,

hier mein neuestes Design, ein kompakter Pneumatik-Kompressor im 3D-Druck Gehäuse, der aufgrund seiner Größe natürlich nicht der schnellste ist:

web_DSC_0268.JPG

Der Kompressor liefert mind. 0,7 bar und sollte für viele Anwendungen, die keinen Dauereinsatz von Pneumatik-Elementen erfordern, ausreichen. Automatische Abschaltung z.B. hiermit ;-).

Ich habe leider keinen aktuellen ft-Kompressor und den alten 80er-Jahre Kompressor bekomme ich wg. Defekts des Zylinders mit Rückschlagventil nicht mehr zum Laufen. Daher fehlen mir die Möglichkeiten für Vergleichstests. Falls jemandem eine standardisierbare Testumgebung einfällt (gab es da nicht einmal einen Thread?), liefere ich gerne Vergleichswerte zur Ausgabeleistung nach.

Mehr Bilder und ein Video auf thingiverse:

https://www.thingiverse.com/thing:2914631

lgj

Edit: Habe den Thread gefunden: viewtopic.php?f=4&t=1328, werde versuchen, das demnächst nachzutragen, wobei ich erst mal meine alten Luftspeicher wieder dicht bekommen muss.
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon PHabermehl » 21 Mai 2018, 21:45

Sehr schön. Für kompakte Modelle ideal. Der kommt auf den Wunschzettel.
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon ThanksForTheFish » 21 Mai 2018, 21:52

Hallo juh,
tolle Idee. Ich nehme das mal in die 3D-Drucklinks auf - wenns recht ist.

Viele Grüße, Ralf
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon juh » 21 Mai 2018, 22:34

ThanksForTheFish hat geschrieben:Hallo juh,
tolle Idee. Ich nehme das mal in die 3D-Drucklinks auf - wenns recht ist.

Viele Grüße, Ralf


Natürlich, danke! Ich hoffe, die Markierung "(3D-Druck)" im Titel reicht als Signal, Du hattest ja um seperate Threads gebeten, was ich auch gut finde.

lgj
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon ThanksForTheFish » 21 Mai 2018, 22:48

Hallo juh,

ja das Merkmal (3D Druck) reicht aus - kein Problem.

Separate Threads finde ich zum Diskutieren, um genau diese einzelnen 3D-Drucksachen, besser.
Außerdem kann man dann hierher auch verlinken (soeben nachgetragen :-) )

Viele Grüße, Ralf
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon Lars » 21 Mai 2018, 23:29

Hallo zusammen,

juh hat geschrieben:Ich habe leider keinen aktuellen ft-Kompressor und den alten 80er-Jahre Kompressor bekomme ich wg. Defekts des Zylinders mit Rückschlagventil nicht mehr zum Laufen. Daher fehlen mir die Möglichkeiten für Vergleichstests. Falls jemandem eine standardisierbare Testumgebung einfällt (gab es da nicht einmal einen Thread?), liefere ich gerne Vergleichswerte zur Ausgabeleistung nach.

die Bauarten aus der Pneumatik-Frühzeit von ft (1980er Jahre) mit dem grauen M-Motor schaffen kaum mehr als 0,3 bar. Mehr scheitert an der Feder für den Druckschalter des Kompressor-Bausatzes (ft-Art. 39638, 30866); meinen kann ich auf höchstens 0,4 bar bringen - bei noch höherem Abschaltdruck wären die Windungen der Feder vollständig zusammengedrückt.

Der aktuelle blaue Kompressor (ft-Art. 121470 für 9 V) schafft 0,8 bar. Er ist so gebaut, daß dieser Druck nicht überschritten wird, wohl damit man sich bei den Modellen aus den aktuellen Pneumatik-Kästen Druckbehälter mit Überdruckabschalter sparen kann. Was ich BTW unter didaktischen Gesichtspunkten schade finde, weil sowas IMHO zum Betrieb einer Pneumatik mit Kompressor dazugehört.

Daneben habe ich noch eine ft-fremde, aber ft-kompatibel gemachte Bauart erstanden, die neben dem Druck- auch einen Vakuumstutzen hat, etwas ruhiger läuft, ein wenig mehr Volumen schafft und anscheinend entweder gar keine oder eine deutlich höhere Druckbegrenzung hat. Da ist eine ft-geeignete Druckbegrenzung Pflicht, denn ft warnt zumindestens in älteren Unterlagen vor einer Überlastung der Kolben in den Pneumatikzylindern. FFM weist neuerdings darauf hin, daß die Festo-Öffner aus den 1980er Jahren (ft-Art. 36083, erkennbar am roten Stößel) bereits bei 0,8 bar nicht mehr völlig dicht seien - konnte ich bei meinen bisher noch nicht nachvollziehen.

juh hat geschrieben:Edit: [...], wobei ich erst mal meine alten Luftspeicher wieder dicht bekommen muss.

Das dürfte wohl schwierig werden, wenn man die einzigen Befestigungsmöglichkeiten behalten will. Drei von vier hellblauen ft-Druckbehältern meines zum Glück bisher einzigen ebay.de-Fehlkaufes waren an beiden Nähten praktisch rundum undicht. Soll ein verbreitetes Problem dieser Bauart sein.

Mit freundlichen Grüßen
Lars
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon H.A.R.R.Y. » 22 Mai 2018, 06:19

Hallo zusammen,

die "Sprudelsteine" bekommt man dicht. Die Nähte rundum mit Sekundenkleber ausgiessen. Sieht man zwar hinterher aber das war mir egal.

Gruß
H.A.R.R.Y.
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon juh » 22 Mai 2018, 22:01

Hallo zusammen,

Danke, Lars, für die Infos zu den maximalen Werten der alten Kompressor-Varianten. Da der Mini-Kompressor nicht über 0,7 bar kommt, kann er also keinen Schaden anrichten, wenn der Überdruckabschalter mal vergessen wird oder ausfällt. Das ist schon mal gut.

H.A.R.R.Y. hat geschrieben:die "Sprudelsteine" bekommt man dicht. Die Nähte rundum mit Sekundenkleber ausgiessen. Sieht man zwar hinterher aber das war mir egal.

"Sprudelstein" trifft es in meinem Fall auch sehr gut. :( Sekundenkleber hat bei mir allerdings nicht gereicht, vielleicht da nicht nur der Kleber porös war, sondern auch im Mittelteil einige Haarrisse waren. Mit Heißkleber war ich aber erfolgreich, allerdings nur was die Dichtigkeit angeht, optisch sieht das leider nicht mehr schön aus. Immerhin ginge Heißkleber wieder gut ab...

In jedem Fall konnte ich jetzt die Testreihe analog zum Vorgehen von Andreas (TST) starten. Es bewahrheitet sich, dass die Größe klar auf Kosten der Leistungsfähigkeit geht. Da ich hier noch keinen besonders genauen Druckmesser habe, sind die Zeiten sicher etwas ungenau, die Größenordnung dürfte aber klar sein. Das waren die Testwerte von Andreas, ergänzt um meine Messwerte in den letzten beiden Zeilen:

Code: Alles auswählen
Pumpe          Zeit 0,4bar  Zeit 0,6bar  Zeit 0,8 bar  Maximaldruck  Stromaufnahme
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
ft Kompressor         1,7s        3,2s        6,0s         0,87 bar       250mA
TST Kompressor        2,0s        3,5s        5,0s         >1,0 bar       600mA
Pollin Pumpe          3,4s        6,6s       13,0s         0,85 bar        80mA
Pollin Twin           1,7s        3,5s        7,2s         0,85 bar       160mA
Mini Kompressor 3V   14,0s       31,0s         -           0,70 bar       120mA
Mini Kompressor 4V    9,0s       21,0s         -           0,70 bar       120mA
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn man das "Übertakten" noch weiter treibt, könnte man vermutlich noch etwas herausholen, aber schon bei 4V klingt das kleine Kerlchen ein wenig gestresst, so dass ich es nicht weiter treiben wollte.

lg
Jan
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon Harald » 23 Mai 2018, 08:13

H.A.R.R.Y. hat geschrieben:die "Sprudelsteine" bekommt man dicht. Die Nähte rundum mit Sekundenkleber ausgiessen.

Ich predige ja seit Anbeginn aller Zeiten: Der Sekundenkleber wird mit dem Aushärten spröde, und dann geht der nächste Haarriss auch da hindurch und das Teil zerbricht irgendwo. Nehmt besser "Flüssig-Gummi", "Gummi-Kleber", "flüssige Zeltnaht", "Nahtabdichtung", "Zeltnahtversiegelung" und was dergleichen Namen mehr sind. Diese Klebenähte bleiben elastisch. Sie halten auch nicht bombenfest, und das ist gut so: wenn ein damit geklebter Zylinder unter Überlast aufgeht, dann an der Naht und ohne Brösel oder Risse im Plastik (sprich: die Naht ist Sollbruchstelle). Einfach wieder zusammenkleben, weiter geht's.


Gruß,
Harald
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Re: Kompakter Pneumatik-Kompressor (3D Druck)

Beitragvon juh » 26 Mai 2018, 18:24

Ein Nachtrag zur Mini-Pumpe, falls jemand einen Nachbau plant: Ich habe eher aus Versehen einen leicht anderen Typ von Pumpe nachbestellt:

https://www.ebay.de/itm/183202399779

Das Gehäuse ist hier weiß, nicht transparent, und die ganze Pumpe etwas kürzer. Dafür ist sie (a) unangenehm laut, ABER (b) extrem viel flotter. Schon ohne Übertaktung erreicht sie bei 3V die Zeiten der Pollin-Pumpe: 4 bar nach 3,5s, 6 bar nach 7,0s, bei 7 bar ist hier eigentlich auch Schluss, nach 30s erreicht sie etwas quälende knappe 8 bar.

Nach dem ersten Eindruck passt sie ohne Veränderungen in das gleiche Gehäuse, ich denke, ich mache aber noch eine passgenaue Variante.

lgj
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