Drucken von 3D-Teilen

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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon ThomasW » 02 Jan 2016, 12:34

Hallo

Ich kenne die Kombinationsbausteine nicht, resp. habe keine zur Hand. Ich wage dennoch eine Antwort.

elektrolutz hat geschrieben:Hallo zusammen,
Bleiben Sprünge zum anderen System und wieder zurück im jeweiligen Raster?


Wenn ich dich richtig verstehe meinst du sowas wie: Man nimmt einen Kombinationsbaustein ft=>Lego, baut weiter im Lego-Raster (ist kein Teiler oder Vielfaches des ft-Rasters!), nimmt den "inversen" Kombinationsbaustein Lego=>ft (oder nochmals denselben Baustein, ft=>Lego), und schaut nun, ob die beiden ft-Anschlüsse im ft-Raster sind, also deren Distanz ein Vielfaches von 15 mm ist.

Die allgemeine Antwort ist "nein".

Ausnahmen dazu gibt's natürlich. Z.B. 15 Einheiten im 8mm-Lego-Raster ist gleich weit wie 8 Einheiten im 15mm-ft-Raster.

Gruss
Thomas
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon sven » 02 Jan 2016, 20:45

Hallo!

@elektrolutz:
Ich glaube kaum das man Probleme bekommt wenn man ein eigenes Gehäuse mit ft Nuten macht und verkauft.
So lange man kein ft-Bauteil, Gehäuse, ... nachdruckt, gibt's keinerlei Probleme.
ft verbietet nur den Nachdruck originaler ft Bauteile.

Bezüglich 3D Drucker:
Bedenke das die Druckservice richtig gute 3D Drucker besitzen. Da liegen die Preise im 5-stelligem Bereich.
Damit druckt man ganz andere Qualität als auf den kostengünstigen, einfachen 3D Druckern.

Der einzige Nachteil beim Druckservice ist die Lieferzeit.
Da die Anbieter immer sehr viel zu tun haben, kann das dann 2-3 Wochen dauern.
Schnellservice gibt's zwar auch, aber das hebt den Preis dann so richtig.

Gruß
Sven
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon sven » 02 Jan 2016, 23:28

Hallo!

Wie es rechtlich aussieht weiß ich nicht.
Nur wenn ich selber ein Gehäuse entwerfe, das kann mir doch niemand verbieten.
Damit drucke ich keine Orginal ft Teile nach.

Gruß
Sven
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon H.A.R.R.Y. » 02 Jan 2016, 23:40

Hallo elektrolutz, sven und alle anderen Interessenten,

um die ft-"teile" Nuten, Zapfen, Clipse usw. gewerblich nutzen zu können, dürfen sie weder mit Patenten noch mit irgendwelchen Gebrauchs- oder Geschmacksmusterrechten geschützt sein. Da müßtest Du also zuerst mal bei den einschlägigen Quellen die Patente und weitere Eintragungen sichten und durcharbeiten um eine 100% sichere Aussage machen zu können. Eine (kostenpflichtige) Nachfrage bei einem Patentanwalt schadet hierbei auch nicht.

Für Deinen reinen Privatgebrauch - also nicht weiterverkaufen! - gelten weder Patente noch weitere Schutzrechte. Rein praktisch darfst Du Dir - für Dich selbst wohlgemerkt, nicht für Deine Freunde - jeden ft-Baustein selbst anfertigen ohne daß irgendjemand Dich juristisch belangen kann. Aber sobald Du eines dieser Teile kommerziell verkaufst, bist Du dran.

Erste Einstiegs-Infos zu Patentrecht finden sich bei wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Patent
https://de.wikipedia.org/wiki/Patentrecht_(Deutschland)

Grüße
H.A.R.R.Y.
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon H.A.R.R.Y. » 02 Jan 2016, 23:44

Nachtrag:
Was sicher auch kommerziell gehen dürfte, wäre ein Gehäuse, in dem 15x15x2mm³ Vertiefungen eingelassen sind. In jede Vertiefung eine Original-Bauplatte 15x15 mit Zapfen reingeklebt und schon hast Du ein Gehäuse mit Zapfen dran ohne Ärger mit Anwälten, denn ft verdient ja durch den Teileverkauf mit.

Dann wäre noch die Frage zu klären, ob 4mm Bohrungen an der Kante mit selbstverständlich rein zufällig 15mm Abstand von Lochmitte zu Lochmitte patentrechtlich geschützt werden können.

Grüße
H.A.R.R.Y.
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon Dirk Fox » 03 Jan 2016, 02:42

Hallo elektrolutz,

elektrolutz hat geschrieben:Mein Grundsätzlicher ft-Lego-Mischbedarf liegt darin, dass ft bisher sehr "Meinungskonstant" keinerlei Interesse zeigt, z.B. Leergehäuse für den RasPi, oder andere Universalgehäuse zur Verfügung zu stellen.

das dürfte rechtlich kein Problem sein, passende Gehäuse herzustellen. Der initiale Aufwand könnte (sofern man eine Spritzgussform benötigt) aber leicht die erforderlichen Absatzahlen überschreiten, die ein solches Produkt profitabel machen: da müsste man schon auf einige tausend Exemplare kommen. Bei kleinen Auflagen ist da eher eine Lasercutter-Lösung angemessen.

Alternative: Gehäuse erwerben, die halbwegs im fischertechnik-Maß liegen, und diese verbauen.
So gibt es z.B. von Sunfounder ein sehr schöndes Plexiglas-Gehäuse für den Arduino Uno. Länge: 9 cm, Breite: 6,5 cm. Das lässt sich gut in ein fischertechnik-Modell einpassen.

Beste Grüße,
Dirk
http://fischertechnik-blog.de - technikgeschichte-mit-fischertechnik.de - http://ftpedia.de
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon heikoh » 17 Jan 2016, 13:45

Hallo,

es gibt ein paar ganz interessante 3D Modelle zum Drucken (lassen). Gebt doch mal bei yeggi.com Fischertechnik ein- oder
http://www.yeggi.com/q/fischertechnik/. Dort erscheint gleich als erstes ein Holder für den Arduino. Bin kurz davor mir den testweise drucken zu lassen. Aber auch sonst hat Thomasdr (Kinder und Technik Website) bei thingivers tolle Modelle hochgeladen (Lego Adapter, Breadboard Halter, etc).

Mein Traum wäre, dass Fischertechnik 3-4 dieser Modelle + ein Shield mit Fischertechnik Buchsen in eine Schachtel pakt und als "Plus" Paket" Maker verkauft.

Es gibt hier genügend Adapterteile, die man bei einem Dienstleister drucken lassen kann.

Heiko
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon Harald » 17 Jan 2016, 16:56

Die Patente auf den Zapfen und auf eine 4mm-Bohrung sollten aber längst abgelaufen sein (so man denn überhaupt ein Loch patentieren kann, Stichwort "Erfindungshöhe").

Diese geschlitzten Platinenhalter am Arduino-Board werden gerade mal von 12:00 bis Mittag halten. Bei den Thingiverse-Elementen stört mich, dass sie Zapfen haben. Die sind entweder nicht maßhaltig, oder wenn doch, dann brechen sie ab. Mit den Zapfen unten und der Struktur oben muss auch noch Stützmaterial gedruckt und hinterher abgepopelt werden. Dann lieber Bohrungen im Raster, in senkrechter Richtung, und richtig viele davon. Außerdem muss das Zeug nicht in "massiv" gebaut werden: das verzieht sich und kostet unnötig Material und Druckzeit. Auch wenn der Drucker den Innenraum nur mit 70% oder so voll macht.

Gruß,
Harald
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon fischergerd » 10 Okt 2016, 20:10

Hallo,
es gibt bei ebay schon Prusa i3 3D Druckerbausätze für unter 180€. Ich habe so einen und mir damit einige Adapter-Bausteine gedruckt. Ich habe dazu PLA-Filament verwendet. Es sind auf anhieb einige Bausteine gelungen. Problem sind aber die Zapfen der ft-Teile. Diese sind aus der Form und passen bisher nicht in die ft-Schlitze. Auch die Erfahrung mit dem abbrechen dieser Zapfen muß ich leider bestätigen. Ansonsten ermöglichen solche Zwitterbausteine einige Kombinationen. Das Raster ist jedoch völlig anderst, somit kann ich nicht die gleichen Masse erreichen wenn ich Länge oder Breite paralel in beiden Bauteilsystemen erhalten möchte. Wer aber z.B. ein Riesenrad bauen möchte, kann das Fundament und das Kassenhäuschen recht realistisch mit Lego bauen und das Rad und den Antrieb mit ft-Teilen. Die Gondeln sind dann wieder mit Lego zu realisieren.

Ich finde die Möglichkeit der Verbindung beider Systeme spannend. Schade das beide Hersteller da bisher so unflexibel sind, diese sytemübergreifenden Bausteine offiziell anzubieten. Klar will Lego da sein eigenes Technik-System verkaufen aber viele haben eben schon Lego und ft-Teile.

Lieben Gruß
Gerd
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon Andre » 01 Feb 2017, 17:38

Bei den Kombibausteinen stört mich ebenfalls, dass die Zapfen nicht stabil sind, daher habe ich davon abgesehen, mir welche drucken (zu lassen).
Wie sieht es denn beim Selbstdruck mit dem China-3d-Drucker und der Passgenauigkeit der Nuten aus? Es wäre doch sinnvoll, die Kombibausteine so anzupassen, dass sie nur Nuten haben und man mit Doppelzapfbausteinen von FT anschließt.
Spricht eigentlich etwas dagegen, mit den China-Prusa in Nylon zu drucken? Man könnte da doch ggf. die Adapterbausteine so modifizieren, dass man den 30er Grundbaustein 'abzieht', nur den Rest (in Nylon) druckt und dann mit einem originalen FT-Grundbaustein mittels Ameisensäure veklebt. Das müsste doch deutlich stabiler sein und ganz nebenbei viel billiger (weniger Druckvolumen)
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon fischergerd » 09 Feb 2017, 21:44

Hallo,
Nylon geht meines Wissens mit offenem Bauraum nicht zu drucken, ich habe das noch nicht versucht.
Kleben? ob das dauerhaft hält?
Passform der Nuten sind recht gut, habe bisher damit alles zusammenstecken können was notwendig war. Die Zapfen sind eigentlich nur störend. Ich entferne diese, da sie eh beim Versuch des einschiebens abbrechen. Ich bin am zeichnen eines 8er Legobausteins mit einer ft Nut oben. Leider leidet das Projekt an meinen fehlenden CAD-Kenntnissen, bin da Anfänger.
LG Gerd
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon Karl » 09 Feb 2017, 23:22

Doppelt muß nicht sein, irgendwas schief gelaufen.
Danke für Ihr Verständnis.
Zuletzt geändert von Karl am 10 Feb 2017, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.
Mit einem freundlichen Gruss aus dem Ruhrgebiet
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon Karl » 09 Feb 2017, 23:29

Dann mach den Bauraum doch zu und versuche es ! :?
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon fischergerd » 10 Feb 2017, 10:11

Hallo Karl,
das ist bei einem Prusadrucker leider nicht so einfach. Ich hatte mich damit einmal beschäftigt, auch wegen des ABS Druckens aber aufgegeben, da die Kosten und der Aufwand in keinem Verhältnis stünden.
Hier ein Link zu einem Forenbeitrag zu Nylon:
http://www.3d-druck-community.de/thread-1262.html?highlight=Nylon
LG Gerd
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon Karl » 10 Feb 2017, 11:41

Hallo Gerd,
habe den Link angeklickt. Das Hauptproblem ist doch die Luftfeuchtigkeit und evtl. noch die Feuchtigkeit im Material.
Dachte es liegt ganz einfach am offenen Bauraum.
Glaube auch daß es dann letztendlich unwirtschaftlich wird.
Mit einem freundlichen Gruss aus dem Ruhrgebiet
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Re: Drucken von 3D-Teilen

Beitragvon The Rob » 10 Feb 2017, 17:37

Dort wird von feuchtigkeit im Material geschrieben, das kann man mit dem Backofen beheben. Bei großen/langen Drucken muss das Material halt während des Drucks weiter getrocknet werden. PVA zum Beispiel drucke ich nur mit Filamentrockner, z.B. Filadry, oder aus Dörrgerät selbst gebaut.

Das andere Problem ist Warping/Verzug der Bauteile. Bei PLA fast kein Problem, bei ABS wird beheiztes Druckbett und abgeschlossener Bauraum benötigt. Der ist dann passiv durch das Druckbett geheizt. Dann hat man konstante Temperatur und keine Luftzug, sonst gibt es schnell Spannungsrisse.
Bei Nylon braucht man am besten einen aktiv geheizten Druckraum, da wird dann aber auch spezielle Kühlung für den Druckkopf benötigt, der schwierigste Teil daran.
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